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Neue CeMM-Studie entlarvt zentralen Regulator für Zellwachstum

Wer kontrolliert RAS, einen der entscheidendsten Regulatoren des Zellwachstums? Das Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften berichtet online in der Zeitschrift Science über die Entschlüsselung eines neuen Mechanismus, durch den RAS-Proteine, die eine zentrale Rolle in der Krebsentstehung spielen, in ihrer Aktivität und Lokalisierung reguliert werden.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Schwarzen Hautkrebs in den Tiefschlaf versetzen

Ein internationales Forschungsteam konnte dem schwarzen Hautkrebs Einhalt gebieten, indem es ein Schutzprogramm in den Tumorzellen reaktivierte und so das Zellwachstum stoppte. Mit chemischen Wirkstoffen blockierte das Team Enzyme, die epigenetische Markierungen auf dem Erbgut ausradieren. Die Entdeckung hat Potenzial für zukünftige Kombinationstherapien.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Entfernte Verwandte: TOR-Protein reguliert Zellwachstum bei Pflanze und Tier

Aus einer gemeinsamen Vorläuferzelle haben sich zwei so unterschiedliche Lebewesen wie Pflanzen und Menschen entwickelt. Spuren dieser mehr als eine Milliarde Jahre zurückreichenden Verwandtschaft sind bis heute im Erbmaterial beider Organismen verankert. Ein internationales Team von Pflanzenforschern um Dr. Markus Wirtz und Prof. Dr. Rüdiger Hell von der Universität Heidelberg hat eine solche Spur – das TOR-Protein – genauer erforscht. In menschlichen und tierischen Zellen wirkt TOR als Signalgeber, der Überleben und Wachstum der Zellen steuert. Die Heidelberger Wissenschaftler deckten nun auf, wie dieses Protein auch in Pflanzenzellen als Wachstumsregulator fungiert.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Computer berechnen Umgestaltung von Mikroorganismen zu Zellfabriken

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg haben mit Hilfe neu entwickelter Computeralgorithmen fünf biotechnologische Produktionsorganismen wie Escherichia coli und Bäckerhefe daraufhin analysiert, wie sich das Wachstum der Zellen optimal mit der Überproduktion von (Bio-)Chemikalien koppeln lässt. In ihren Berechnungen zeigten sie, dass für fast jedes Stoffwechselprodukt in den untersuchten Organismen geeignete genetische Interventionen existieren, mit denen eine Kopplung der Synthese des Produkts mit Zellwachstum möglich ist. Die Ergebnisse der Studie tragen grundlegend zur Entwicklung von neuen biotechnologischen Prozessen bei.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Neuer therapeutischer Angriffspunkt: Forscher finden „Aus“-Schalter für mTor-Komplex

Die sog. mTor-Kinase ist eine molekulare Schaltzentrale in der Zelle, die den Stoffwechsel, Zellteilung und Zellwachstum reguliert. Bei krankhaften Veränderungen ist eine normale Regulation jedoch nicht mehr gegeben und es wäre hilfreich, wenn man die Zentrale einfach abschalten könnte, etwa um Insulinresistenzen oder das Krebswachstum zu unterbinden. Forscher am FMP haben einen entscheidenden „off“-Schalter gefunden.Paradoxerweise handelt es sich dabei um eine Lipid-Kinase, deren Produkt bislang eher für das Aktivieren von mTor bekannt war.Die Ergebnisse (Fachmagazin Science) lassen auf neue Therapien gegen Diabetes, Fettleibigkeit, Krebs und eine seltene angeborene Muskelkrankheit hoffen.
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Entdeckung: Darmbakterien fördern das Stammzellwachstum bei Darmkrebs

Eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland ist der Darmkrebs. Prof. Dr. med. Sebastian Zeißig, Forschungsgruppenleiter am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) – Exzellenzcluster an der TU Dresden und Arzt an der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, konnte erstmals eine entscheidende Rolle von Darmbakterien in der Regulierung von Stammzellen im Darm und der Entwicklung von Darmkrebs nachweisen. Diese Entdeckung verspricht neuartige Therapieansätze – nicht nur für Krebs, sondern auch zur Unterstützung der Regeneration des Darmes, wie zum Beispiel nach einer Chemotherapie.
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Proteinreaktionen mit subatomarer Auflösung aufgeklärt

Mit subatomarer Auflösung haben Forscher Einblicke in die dynamische Arbeitsweise zweier Schalterproteine gewonnen, die für den Stoffimport in den Zellkern und das Zellwachstum verantwortlich sind. Das Team um Prof. Dr. Klaus Gerwert vom Lehrstuhl für Biophysik der Ruhr-Universität Bochum, gemeinsam mit Partnern aus Dortmund und Shanghai, kombinierte verschiedene Methoden, um eine Auflösung von einem Hundertstel Atomdurchmesser zu erreichen. Das „Journal of Biological Chemistry“ widmet dem Thema in seiner aktuellen Ausgabe die Titelstory.
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Checkpoint fürs Fett: Forscher der Uni Graz entdeckten Mechanismus zur Regulation des Zellwachstums

Fett ist angesichts moderner Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2 oder Adipositas zunehmend in Verruf geraten. Dabei erfüllt es aber auch ganz wichtige Funktionen im Organismus. Unter anderem ist Fett für das Zellwachstum essenziell, wie Univ.-Prof. Dr. Sepp-Dieter Kohlwein mit seiner Arbeitsgruppe am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz 2009 erstmals nachweisen konnte. Nun hat das Team weitere Details zur Rolle des Fettstoffwechsels im Zellzyklus geklärt. Die neuen Erkenntnisse wurden soeben im renommierten US-Wissenschaftsjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) online veröffentlicht.
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Telomerase – Ein Enzym mit zwei Gesichtern

Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI) in Jena haben in Kooperation mit der Universität Ulm eine neue Funktion der Telomerase, einem Enzym, das für die Unsterblichkeit von Zellen notwendig ist, aufgedeckt. Das Brisante dabei: die Aktivität des Enzyms wird auch von Tumorzellen für ihr unkontrolliertes Wachstum benötigt. Diese Erkenntnis könnte dabei helfen, Unterschiede zwischen dem unkontrollierten Zellwachstum im Tumorgewebe und dem kontrollierten Zellwachstum im normalen Gewebe abzuleiten. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature communications veröffentlicht (Nat. Commun. 2014, doi: 10.1038/ncomms5599).
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Übermäßiges Zellwachstum erzeugt Stress

Ein Protein, das die Entstehung von Krebs antreibt. Ein zweites Protein, das die schädliche Aktivität des ersten unterdrückt: Das könnte neue Wege für die Therapie eröffnen, wie eine Würzburger Forschungsgruppe in der Zeitschrift „Nature“ aufzeigt.
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Weniger Mathematik wagen

In Baden-Würtemberg, so war zu lesen, soll Biologie als Fach abgeschafft werden. Zumindest in der 5. und 6. Klassenstufe wird erprobt, keinen eigenständigen Biologieunterricht mehr anzubieten, sondern eine Fächerkombination Naturphänomene und Technik. Dagegen lässt sich einwenden, dass es keine gute Idee sei, Biologie durch fachfremde Lehrkräfte vermitteln zu lassen. Es lässt sich aber auch argumentieren, dass fächerübergreifender Unterricht großes Potential hat. Dieses Potential sehe ich auch und deshalb fordere ich die Abschaffung des Pflichtfaches Mathematik. Die Gegenforderung stellt Marcel Schwalb in seinem Blog: Mathematik muss ein Schulfach bleiben!

Mathematik bietet in der 5. bis 7. Klasse Grundlagen praktischen Rechnens. Es hat wenig bis gar nichts mit der wissenschaftlichen Mathematik, der Königin der Geisteswissenschaften zu tun. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass wir richtige Mathematik erst in der Oberstufe, im Leistungskurs Mathematik angeschnitten haben. Aber auch da auf einem sehr bodenständigen, nicht wissenschaftlichen Niveau.

Aus Fremderfahrung, nämlich Nachhilfe, die ich verschieden guten Schülerinnen und Schülern gegeben habe, weiß ich, dass fehlender Anwendungsbezug und übertriebene Abstraktion das erlernen der nötigen Rechenkompetenz unnötig erschweren. Deshalb bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es keinen eigenständigen Mathematikunterricht bis zur 7. Klasse braucht.

Nun bedeutet das nicht, dass Rechnen und mathematische Fertigkeiten nicht mehr gelehrt werden sollen. Im Gegenteil: Ich möchte sie gerne in andere Fächer eingebettet sehen. Ich fordere also auch mehr Mut zu fächerübergreifendem Unterricht. Ich fordere mehr Mathematik in unterschiedlichen Fächern. Ich fordere, dass Mathematik zu einem Wahlfach in der Oberstufe wird. Für die Schülerinnen und Schüler, die die Wissenschaft Mathematik kennen lernen möchten.

Auch jetzt schon ist Mathematik in Unter- und Mittelstufe Anwendungsorientiert. Lehrbuchautorinnen und Lehrkräfte geben sich redlich Mühe, das Bruchrechnen, das Prozentrechnen, Winkel- und Flächenberechnungen und lineare Gleichungssysteme anhand von Beispielen anschaulich zu machen, die für die Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar sind. Aber natürlich ist im Mathematikunterricht keine Zeit, diese Beispiele wirklich zu erläutern.

Hier ist fächerübergreifender Unterricht die Lösung. In der Physik wird das schon praktiziert. Physiklehrkräfte verbringen einen großen Teil der Zeit schon jetzt damit, den Schülerinnen und Schülern die mathematischen Fähigkeiten zu vermitteln, die zum gerade behandelten physikalischen Stoff notwendig sind. Meiner Erinnerung nach klappte es nur selten, die Fächer so zu koordinieren, dass das Rüstzeug für die Physik schon aus der Mathematik vorhanden war. Wir lernten also so manche Methode doppelt. Einmal mit richtigem Praxisbezug im Physikunterricht und einmal mit künstlichem Praxisbezug im Mathematikunterricht.

Dasselbe doppelt und dreifach lernen ist kein Problem, es ist der Schlüssel zum Erfolg. Durch Wiederholung lernen wir am effektivsten. Und gerade das führt mich zu meiner Forderung: Schafft das Fach Mathematik ab und integriert die mathematischen Grundlagen in alle Fächer, in denen das sinnvoll ist.

Bruchrechnen, Prozentrechnung, Zinseszinsrechnung, Lösung linearer Gleichungssysteme und einiges mehr werden im kaufmännischen Zusammenhang benötigt. Betriebswirtschaftslehre ist zwar nicht in jeder Schule eigenständiges Unterrichtsfach, ist aber im Bildungsplan eines Kombinationsfachs vorhanden, das zu meiner Zeit Gesellschaftskunde hieß.

In der Volkswirtschaftslehre sind sogar Gleichungssysteme von großer Bedeutung und es dürfte für Schülerinnen und Schüler interessant sein zu lernen, wie die Politik überhaupt auf die Idee kommt, Steuersenkungen könnten Arbeitsplätze schaffen. Einfache volkswirtschaftliche Modelle können zugleich das mathematische Rüstzeug vermitteln und zeigen, unter welchen Annahmen diese Idee stimmt und unter welchen nicht.

Sozialwissenschaften, sowohl vom Individuum aus betrachtet (Psychologie, Pädagogik) als auch im gesellschaftlichen Kontext (Soziologie, Pädagogik), sind nicht die Laberfächer, für die viele Schülerinnen und Schüler sie halten. Sie haben einen empirischen Unterbau, in dessen Rahmen sich Statistik und Stochastik gut und praxisnah vermitteln lassen. Das schöne dabei ist, dass sich einfache empirische Untersuchungen schon in einem Klassenverband durchführen lassen und dass sich hier vermitteln lässt, wie eine Statistik richtig zu lesen ist. Auch in politischen und historischen Zusammenhängen kann Statistik hervorragend trainiert werden.

Außerdem kann es durchaus lehrreich sein, die eine oder andere Wenn-Dann-Aussage mal mathematisch zu modellieren. Dann haben wir es wieder mit Gleichungssystemen oder vielleicht mal mit exponentiellem Wachstum oder harmonischen Schwingungen zu tun. Der Phantasie sind hier nur wenige Grenzen gesetzt.

All das gilt auch für die Biologie. Mein Mathelehrer hat exponentielles Wachstum gerne an biologischen Beispielen rechnen lassen. Das Zellwachstum in der Petrischale, das ungebremste Wachstum einer Vampirpopulation unter der Voraussetzung, dass jeder Vampir pro Zeiteinheit dieselbe Anzahl von Opfern braucht. In der Ökologie lassen sich diese Wachstumsprozesse auch berechnen und es lassen sich sogar zusätzliche Einflüsse modellieren, so dass gekoppelte Systeme durch Gleichungssysteme berechnet werden können oder dass die Grenzen des Wachstums sichtbar werden. Dabei kommen wir in der Biologie auf dieselben Sättigungskurven, die auch in der Wirtschaftslehre oder in der Chemie auftreten.

Ich glaube, dass sich für jede mathematische Methode, die im Mathematikunterricht bis zur 7., vielleicht sogar bis zur 9. Klasse gelehrt wird, mehrere Fächer finden lassen, in die sie besser eingebettet werden könnte. Und die rein mathematischen Formalismen, für die das nicht geht? Nun, die brauchen offenbar nicht alle. Die sind etwas für Fachleute, für Schülerinnen und Schüler, die Mathematik als Wahlpflichtfach, als Schwerpunkt- oder Leistungskurs wählen.

(Mehr in: Quantenwelt)

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DECHEMA veröffentlicht Empfehlung zu Leachable-Studien für Single-Use-Bags

Ein standardisierter Zellkulturtest soll Forschern und Herstellern von Biopharmazeutika helfen, geeignete Einweg-Kultivierungs- und Lagerbags auszuwählen. Der DECHEMA-Arbeitskreis „Single-Use-Technologien in der biopharmazeutischen Produktion“ hat diese Testmethode in Ringversuchen entwickelt. Damit lassen sich für CHO-Zellen – die wichtigsten Produktionszellen für therapeutische Proteine – schon früh kritische Bag-Filme mit negativem Einfluss auf das Zellwachstum identifizieren. Die nun veröffentlichte Empfehlung basiert auf einer kommerziell erhältlichen Modellzelllinie sowie einem chemisch definiertem Kulturmedium mit veröffentlichter Zusammensetzung und ist daher breit einsetzbar.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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MDC-Forscher: Neue Erkenntnisse über Beta-Zellen und Insulinresistenz

Neue Erkenntnisse über die Regulation der Insulinproduktion des Körpers bei Insulinresistenz, Ursache für die Entstehung von Diabetes Typ-2, haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Sudhir G. Tattikota, Thomas Rathjen und Dr. Matthew Poy identifizierten einige Komponenten eines Signalwegs, die den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse helfen, auf den Insulinbedarf des Körpers flexibel zu reagieren. Erstmals konnten sie damit bei übergewichtigen Mäusen zeigen, wie die insulinproduzierenden Beta-Zellen diesen microRNA (miRNA)-Signalweg nutzen, um Zellwachstum und die Ausschüttung von Insulin zu steuern (Cell Metabolism, http://dx.doi.org/10.1016/j.cmet.2013.11.015)*.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Tumoren: Wildes Zellwachstum stoppen?

Achtung Sperrfrist bis 20.12.13; 9:00h MEZ

Jena: Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut e.V. (FLI) in Jena haben einen Mechanismus in der Zelle aufgeklärt, der das unkontrollierte Wachstum von Krebszellen erklärt. Die Ergebnisse werden heute in der Fachzeitschrift Nature communications online veröffentlicht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Molekularbiologie – Architekten des Lebens in 3D

Zehn Jahre arbeiteten LMU-Wissenschaftler um Patrick Cramer daran, die Struktur eines zentralen Schalters für das Zellwachstum aufzuklären. Nun ist ihnen der Durchbruch gelungen – und zwar bei einer Auflösung, die die Lage einzelner Atome preisgibt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Neues aus der Krebsforschung: Das Protein CDK6 zeigt bisher unbekannte Funktionen in der Zelle

In jeder Zelle gibt es Proteine, die das Gleichgewicht zwischen Zellteilung, Differenzierung und Zelltod sicherstellen. Ist diese sensible Balance gestört, kann Krebs entstehen. Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) untersuchten die Rolle des lang bekannten wachstumsregulierenden Proteins CDK6 genauer und fanden bisher unbekannte Funktionen. CDK6 steuert nicht nur die Zellteilung, sondern kann auch das Wachstum von Blutgefäßen stimulieren und das Zellwachstum hemmen. Die Erkenntnisse könnten zukünftige Krebstherapien entscheidend verändern. Das Wiener Forscherteam veröffentlichte die Resultate heute im renommierten Journal Cancer Cell.
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Neue Erkenntnisse zum Zink-Stoffwechsel in Pflanzen: Ansatzpunkte für die „Biofortifikation“

Zink ist in vieler Hinsicht für den menschlichen Körper unentbehrlich. Es übernimmt zentrale Funktionen beim Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel sowie bei der Immunabwehr und ist auch am Aufbau der Erbsubstanz und am Zellwachstum beteiligt. Doch in zahlreichen Regionen der Erde enthält die pflanzliche Nahrung nicht genug Zink, um die Menschen ausreichend damit zu versorgen. Wie lässt sich beispielsweise durch Dünger der Zink-Anteil in Pflanzen steigern? Mit dieser Frage befasst sich eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Stephan Clemens an der Universität Bayreuth. Im „Plant Journal“ stellen die Wissenschaftler neue Erkenntnisse zum Zink-Stoffwechsel in Pflanzen vor.
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Das Zünglein an der Waage: Neue Denkanstöße für individuelle Krebstherapien

WissenschafterInnen um Manuela Baccarini an den Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien haben einen neuen Mechanismus entdeckt, über den zwei Signalwege zur Steuerung von Zellwachstum und -überleben miteinander verknüpft sind und gemeinsam reguliert werden. Wenn die Balance zwischen diesen Signalen aus dem Gleichgewicht kommt, kann das zum unkontrollierten Zellwachstum und möglicherweise zur Krebsentstehung führen. Die Erkenntnisse, die aktuell im Fachjournal „Molecular Cell“ erscheinen, liefern neue Ansatzpunkte für „personalisierte Medizin“, bei der Krebspatienten eine individuell maßgeschneiderte Therapie erhalten.
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RUB-Forscher klären Katalyse-Mechanismus des Zellwachstumsproteins Ras auf

Proteine beschleunigen bestimmte chemische Reaktionen in Zellen um ein Vielfaches. Den molekularen Mechanismus, mit dem das Protein Ras beschleunigt wird und somit das Zellwachstum bremst, beschreiben Biophysiker der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Klaus Gerwert in der Online-Early Edition der Zeitschrift PNAS. Mit einer Kombination aus Infrarotspektroskopie und Computersimulationen zeigten sie, dass Ras eine Phosphatkette derart unter Spannung setzt, dass sich eine Phosphatgruppe besonders leicht ablösen lässt – die Bremse für das Zellwachstum.
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Verlust von Wachstumsregulator begünstigt Diabetes

Das Regulatorprotein mTOR ist ein zentraler molekularer Schalter, der das Zellwachstum kontrolliert. Seine Fehlfunktion begünstigt allerdings nicht nur, wie bisher angenommen, die Entstehung von Krebs, sondern auch die von Diabetes. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Cell Metabolism» berichten Mike Hall und sein Team vom Biozentrum der Universität Basel, wie genau ein ausgeschaltetes Regulatorprotein den Kohlenhydrat-Stoffwechsel beeinträchtigt und wie dies zu Diabetes führen kann.
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NEUER WACHSTUMSREGULATOR ENTDECKT

Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Altersforschung in Jena finden in Krebszellen eine besondere Variante eines Genschalters, die das Zellwachstum fördert. Diese verlängerte Variante des Transkriptionsfaktors C/EBPalpha ist vermutlich an der Krebsentstehung beteiligt.
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Kontakt und Kalzium: Pharmakologen der Uni Graz entdeckten neuen Weg zur Steuerung des Zellwachstums

Die Möglichkeit, das Wachstum von Zellen gezielt zu beeinflussen, verspricht viele neue Therapie-Möglichkeiten in der Medizin – von der Gewebe-Regeneration bis hin zur Tumorbekämpfung. ForscherInnen unter der Leitung von Ao.Univ.-Prof. Dr. Klaus Groschner vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz haben auf diesem Weg nun einen Meilenstein gesetzt. Sie konnten erstmals klären, unter welchen Voraussetzungen das „Kanal-Protein“ TRPC4 Kalzium in eine Zelle transportiert und damit das Zellwachstum ankurbelt. Die Aufsehen erregenden Forschungsergebnisse wurden am 5. Februar 2010 im Fachmagazin „The Journal of Biological Chemistry“ veröffentlicht.
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Zellwachstum reguliert genetische Schaltkreise

Genetische Schaltkreise kontrollieren die Aktivität von Genen und damit die Funktion von Zellen und Organismen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und der University of California in San Diego zeigen, wie Wachstumseffekte die genetischen Schaltkreise in einer Bakterienzelle beeinflussen. Demnach können Gene auch ohne Regulierung unterschiedlich aktiv sein – je nachdem, ob sie in schnell oder langsam wachsenden Zellen in Proteine übersetzt werden. Mit diesen Ergebnissen können die Forscher besser verstehen, wie Zellen ihre Gene regulieren, und so künftig künstliche genetische Schaltkreise entwickeln. (Cell, 24. Dezember 2009)
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SCIENCE: Phosphathaushalt in höheren Organismen ergründet

Mechanismus der Biosynthese von Polyphosphaten
Highlight für SFB 642 und RUB Research School

Polyphosphatketten spielen in vielen Lebewesen eine wichtige physiologische Rolle, zum Beispiel um auch unter Mangelbedingungen Zellwachstum zu gewährleisten; allerdings ist über ihre Entstehung und Funktionsweise bisher wenig bekannt. Chemiker und Biochemiker der Ruhr-Universität haben nun zusammen mit Forschern vom European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg und der Universität Lausanne grundlegende Erkenntnisse über den Herstellungsmechanismus von Polyphosphatketten gewonnen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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"Schalter aus, Licht an": Molekularbiologin entdeckt neuen Mechanismus zur Steuerung von Zellsignalen

Manuela Baccarini vom Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Wien (Max F. Perutz Laboratories) untersucht eine Gruppe von Proteinen, die wichtig für die Zellteilung und damit auch für unkontrolliertes Zellwachstum wie bei der Entstehung von Krebs ist. Einige Experimente dazu brachten sie und ihr Team nun auf eine ganz unerwartete Spur: Sie entdeckten einen bisher unbekannten Regulationsmechanismus der MEK-Enzyme, der Schlüsselelemente des MAP-Kinase-Signalwegs. Die Ergebnisse dieses FWF-Projekts sind in der Fachzeitschrift „Nature Structural & Molecular Biology“ nachzulesen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Gutes Fett: ForscherInnen der Uni Graz weisen erstmals die Bedeutung von Triglyzeriden für das Zellwachstum nach

Dass Null Prozent Fett nicht immer und überall von Vorteil ist, konnten kürzlich BiowissenschafterInnen der Karl-Franzens-Universität Graz zeigen. Der Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Sepp-Dieter Kohlwein gelang erstmals der Nachweis, dass die Spaltung von Fetten für das geordnete, optimale Wachstum und die Vermehrung von Zellen eine wesentliche Rolle spielt. Fehlt es an ausreichend Triglyzeriden oder ist deren Abbau beeinträchtigt, so wird das Fortschreiten im Zellzyklus drastisch verlangsamt. Die Aufsehen erregenden Forschungsergebnisse der Grazer WissenschafterInnen wurden am 16. Januar 2009 im renommierten Wissenschaftsmagazin „Molecular Cell“ veröffentlicht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft