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Studie mit Handlungs­empfehlungen zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs veröffentlicht

Die Ergebnisse einer Studie des Fraunhofer IAO, angestoßen von der IG Metall und Vertretern der Automobilindustrie, wurden im Sommer vorgestellt. Die damals angestellten Prognosen zu Rückgängen beim Personalbedarf sind in der nun vollständig veröffentlichten Studie ergänzt um Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen zur Sicherung von Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Konventionelle Antibiotika-Therapie ergänzen

Antibiotika-Resistenzen bedrohen weltweit nicht nur die Gesundheit, sondern gefährden auch den ökonomischen Wohlstand. Eine neue Strategie, Bakterien zu bekämpfen, stellt die Arbeitsgruppe um Prof. Ivan Dikic von der Goethe-Universität in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature vor. Die Forscher haben den molekularen Wirkmechanismus eines Legionellen-Toxins aufgeklärt und einen ersten Inhibitor entwickelt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wie sich Kultur auszahlt

Wirtschaftliche Faktoren allein können den Wohlstand in modernen Städten nicht erklären: Wissenschaftler vermuten seit langem, dass auch Kultur eine Rolle spielt. Britische Forscher konnten das jetzt bestätigen.

(Mehr in: Technology Review)

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Wohlstandsgefälle innerhalb der Länder Europas hat historische Wurzeln

Wirtschaftswissenschaftler der Universität Tübingen untersuchen 300 europäische Regionen um 1900 auf einen Zusammenhang zwischen landwirtschaftlichen Betriebsgrößen und Bildungsniveau
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit

Das Gesicht gilt als äußeres Zeichen der eigenen Identität. Wir erkennen Bekannte vor allem an den Gesichtszügen. Das Mienenspiel verrät uns viel über Emotionen. Weil das Antlitz so prominent gehandelt wird, ist es aber auch Gegenstand von Inszenierungen. Wohlstand, Macht und Schönheit werden vor allem auch über das Gesicht unter anderem durch Schmuck und Schminke ausgedrückt. Mit „Gesichts-Fragen“ vom europäischen Paläolithikum über das vorderasiatische Neolithikum bis zum bronzezeitlichen Ägypten befasst sich ein kürzlich erschienenes Buch von Prof. Dr. Ludwig D. Morenz und Beryl Büma von der Ägyptologie der Universität Bonn.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Armut und Klima: Ich mach mir die Welt, wie sie mir nicht gefällt

Donald Trump und die AfD sind sich einig: Migranten aus dem Süden bedrohen unseren Wohlstand. Kurioserweise betreiben die Populisten aber eine Politik, die den Migrationsdruck noch erhöhen würde. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Meinung: Der bedrohte amerikanische Traum

Apps und soziale Medien bringen kaum etwas für Produktivität und Wohlstand, meint der renommierte US-Ökonom Robert J. Gordon. Ist die Zeit der großen Erfindungen wirklich vorbei?

(Mehr in: Technology Review)

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Wohlstandseffekte von EE-Projekten bewerten: Online-Tutorial Wohlstandsradar gestartet

Wie wird der Ausbau erneuerbarer Energien zum Gewinn für Bürger und Gemeinde? „Die Beantwortung dieser Frage liegt bei den Kommunen, sagt Dr. Till Ansmann vom Berliner inter 3 Institut. „Bisher fehlten geeignete Instrumente, um beim Bau von Anlagen verschiedene Umsetzungsvarianten in Bezug auf ihren Beitrag zum Gemeinwohl vergleichen zu können. Dies leistet das Wohlstandsradar.“ Gemeinden können damit mögliche Wohlstandseffekte verschiedener Investoren- und Betreibermodelle bei EE-Projekten vergleichen und so die Energiewende bürgernah und mit Mehrwert für die Region vorantreiben. Das jetzt veröffentlichte Online-Tutorial zeigt Schritt für Schritt, wie das Wohlstandsradar angewendet wird.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Flüchtlingskrise: Was machen diese Bilder mit uns?

Mutig suchen sie ihr Glück in Europa, während wir uns, gelähmt vom Wohlstand, nicht trauen auszubrechen. Das schürt die Angst vor Flüchtlingen, sagt ein Psychoanalytiker. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Alternativen denken. Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität. Ohne Wachstum – oder mit?

Presseeinladung

Tagung vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Heinrich-Böll-Stiftung

Zeit: Mittwoch, 4. März 2015, 11:00 – 21:00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung e. V. | Schumannstraße 8 | 10117 Berlin
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Historische Analyse: Warum große Städte mehr Wohlstand bieten

Größer ist besser – das galt auch schon für historische Siedlungen in Mexiko. Archäologen führen dies auf ein Grundprinzip zurück, das für den Wohlstand ihrer Bewohner sorgt. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Infektionen: Parasiten beeinflussen Wohlstand einer Nation

Die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes hängt auch von der Gesundheit der Menschen ab. Eine Studie zeigt, dass Infektionen einen ebenso großen Effekt auf den Wohlstand haben wie die Regierung.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft

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Niedrige Löhne als Entwicklungschance – Reformen in Kambodscha

KambodschaIm vornehmen Hotel Cambodian in der Landeshauptstadt Pnom Penh wurde heute am 10. Oktober ein wichtiger Baustein für die zukünftige Landesentwicklung des südostasiatischen Königreiches gelegt. Das dänische Unternehmen Go4 Bunker, ein Hersteller für Lösungen in der Gas- und Ölförderung gründet mithilfe eines chinesischen Partners ein neues Unternehmen, dass vor der Küste Kambodschas im Golf von Thailand zahlreiche Öl- und Gasvorkommen nutzbar machen will. Die Milliardeninvestition alleine wäre schon ein großer Erfolg für die kambodschanische Wirtschaft. Die Investoren haben sich allerdings dazu verpflichtet die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu unterstützen, indem sie die Regierung in den Vorbereitungen für die Errichtung der ASEAN Freihandelszone massiv unterstützen, die 2015 nach dem Vorbild der EU in Südostasien errichtet werden soll.
 

von Textilien zu High-Tech – der Klassische Entwicklungspfad

Steigender Löhne in China, Vietnam und Thailand führten in den vergangenen Jahren zu einer Neustrukturierung der Wirtschaftsregion Südostasien. Zahlreiche Produktionsbetriebe wurden über Landesgrenzen in Regionen mit geringeren Produktionskosten verlagert. Arbeitsintensive Industriezweige wie die Textil- oder die Elektronikindustrie sind von dieser Entwicklung relativ früh betroffen, da ein Großteil der Produktionskosten auf Löhne entfällt.

Weitreichende Verlagerungsbewegungen lassen sich derzeit in China beobachten. Steigernde Löhne und hohe Umweltauflagen haben dazu geführt, dass immer mehr Betriebe ihre Produktionsstätten in der Volksrepublik schließen und diese in benachbarte Niedriglohnländer verlagern. Davon sind nicht nur kleinere Betriebe betroffen, sondern die gesamte Wirtschaftsstruktur des Landes. So kündigte beispielsweise der taiwanesische Elektronikgigant Foxconn vor wenigen Wochen die Schaffung von mehr als einer Millionen Arbeitsplätzen in Indonesien an. Ein Großteil dieser wird aber nicht neu geschaffen, sondern aus Fabriken in China verlagert. Indonesien bietet neben niedrigen Mindestlöhnen auch geringere Umweltauflagen. Für Betriebe, die nur mit einer Rendite von wenigen Prozent kalkulieren gibt es keine Alternative, um stabile Preise auf dem Weltmarkt anzubieten.

Von diesen internationalen Verlagerungstendenzen profitieren insbesondere landwirtschaftlich geprägte arme Länder, da sie eine Vielzahl von günstigen Arbeitskräften zur Verfügung stellen können. Der Startschuss der Industrialisierung macht dabei meist die Textilindustrie, da diese sehr anfällig für Lohnschwankungen ist und gleichzeitig geringe technologische Kenntnisse in der Produktion voraussetzt. Aufgrund der Anfälligkeit gegenüber Lohnsteigerungen bleiben den betroffenen Ländern nur wenige Jahre, um ihre Wirtschaft zu reformieren und attraktiv für ausländische Investitionen zu werden.

Kambodscha – der Sprung in den globalen Wettbewerb

Niedrige Löhne und geringe Umweltauflagen in Kambodscha tragen derzeit dazu bei, dass große Textilkonzerne Produktionsstätten im Land errichten. Noch vor wenigen Jahren war Kambodscha nur für den verlustreichen Bürgerkrieg und fantastische Tempelanlagen in Ankor Wat bekannt. Doch nahezu unbemerkt hat sich das 14 Millionen Einwohner zählende Königreich aufgemacht, Armut zu bekämpfen und dabei Wohlstand zu schaffen. Es verwundert nicht, dass die Textilindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig im Land ist, das noch vor wenigen Jahren hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt war. Bereits 2008 waren in dem südostasiatischen Land schon mehr als 340.000 Menschen in der Textilindustrie beschäftigt(link). Die Asian Development Bank schätzt die durchschnittlichen Wachstumsraten in diesem Sektor auf 7-10% im Jahr. Diese Entwicklung wird Schätzungen zufolge bis spätestens 2015 stabil bleiben.
Ein knappes Zeitfenster also für die kambodschanische Regierung, um langfristige Reformen in Wirtschaft und Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Die sprudelnden Steuererlöse aus dem Textilsektor und der Tourismusindustrie müssen also sinnvoll angelegt werden. Wegweisende Schritte in der Korruptionsbekämpfung und im Arbeitsrecht hat die Regierung bereits verabschiedet. Laut Transparency Internation ist das Königreich aber noch immer eines der korruptesten Regime der Welt. Bei genauerer Betrachtung scheint sich in diesem Bereich aber einiges zu tun. Es bleibt abzuwarten, wie sich die staatliche Administration entwickeln wird.

Im gesamten Land herrscht allerdings Aufbruchsstimmung. Der aktuelle Weltentwicklungsbericht der Weltbank listet Kambodscha als eines der wenigen Länder auf, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. 2010 betrug die offizielle Arbeitslosenquote nur 1.7% (4% Jugendarbeitslosigkeit), welches im Vergleich zu den Nachbarländern ein fantastischer Wert darstellt. Von den etwa 8 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter sind allerdings zwei Drittel im informellen Sektor beschäftigt. Aus diesen unsicheren Beschäftigungsverhältnissen drängen die Menschen massiv in den formalen Arbeitsmarkt, hauptsächlich in die Fabriken der Textilindustrie, die diese Arbeitskräfte dankend annimmt.
Die Steuern aus dem Textilsektor lassen im ganzen Land neue Entwicklungsprogramme entstehen, die darauf abzielen die Armut in den ländlichen Regionen zu verringern. Noch immer leben 60% der Kambodschaner auf dem Land und sind direkt oder indirekt abhängig von der landwirtschaftlichen Produktion. Genau darauf zielt die neue landesweite Entwicklungsstrategie. Der General Director der kambodschanischen Nationalbank Nguon Sokha wird auf channelasia.com mit den Worten zitiert.

„One of the priorities of the government is to develop the agriculture sector. At the moment, growth is driven by garment sector, tourism sector and construction. Cambodia is an agriculture land so we need to develop based on our natural resource.“

Und in der Tat scheint diese Strategie zu fruchten. Die Asian Development Bank schätzt, dass der landwirtschaftliche Sektor in Kambodscha in diesem Jahr um 6,5% wachsen wird. Ein solches Wachstum über eine mittelfristige Zeitspanne kann insbesondere für die Landbevölkerung den Unterschied zwischen Hunger und Wohlstand bedeuten. Vor allem, da viele ländliche Gebiete immer noch stark vom Dengue-Fieber und der Malaria betroffen sind und beide Krankheiten sich durch bessere hygienische Verhältnisse und Abwassersysteme einfach minimieren lassen. Ist diese Entwicklung auch über 2015 erfolgreich, stehen dem Land gute Zeiten bevor. Denn mit der Schaffung eines riesigen Binnenmarktes in Südostasien werden auch die Löhne in der ganzen Region dem Wettbewerb ausgesetzt. Die Textilindustrie wird dann aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Zelte abbrechen und neue Niedriglohnländer suchen. Wirtschaftliche Reformen in Birma zielen bereits darauf ab, ausländische Investitionen aus diesem Sektor anzuziehen.

Es wird sich zeigen, ob die Gewinne aus der Öl- und Gasindustrie in den kommenden Jahren dazu beitragen den Lebensstandard in Kambodscha zu erhöhen. Die Dänen von Go4 Bunker zielen darauf ab junge kambodschanische Talente nachhaltig zu schulen, damit das technologische Wissen des Textilsektors nicht mit den Fabriken verschwindet, sondern im Land bleibt. Es sind nur noch drei Jahre, damit alle notwendigen Entwicklungsimpulse zu initiieren. Viel Zeit ist dies nicht.

 

Foto: www.pixelio.de

Der Beitrag Niedrige Löhne als Entwicklungschance – Reformen in Kambodscha erschien zuerst auf GEO-LOG.

(Mehr in: GEO-LOG)

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Niedrige Löhne als Entwicklungschance – Reformen in Kambodscha

KambodschaIm vornehmen Hotel Cambodian in der Landeshauptstadt Pnom Penh wurde heute am 10. Oktober ein wichtiger Baustein für die zukünftige Landesentwicklung des südostasiatischen Königreiches gelegt. Das dänische Unternehmen Go4 Bunker, ein Hersteller für Lösungen in der Gas- und Ölförderung gründet mithilfe eines chinesischen Partners ein neues Unternehmen, dass vor der Küste Kambodschas im Golf von Thailand zahlreiche Öl- und Gasvorkommen nutzbar machen will. Die Milliardeninvestition alleine wäre schon ein großer Erfolg für die kambodschanische Wirtschaft. Die Investoren haben sich allerdings dazu verpflichtet die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu unterstützen, indem sie die Regierung in den Vorbereitungen für die Errichtung der ASEAN Freihandelszone massiv unterstützen, die 2015 nach dem Vorbild der EU in Südostasien errichtet werden soll.
 

von Textilien zu High-Tech – der Klassische Entwicklungspfad

Steigender Löhne in China, Vietnam und Thailand führten in den vergangenen Jahren zu einer Neustrukturierung der Wirtschaftsregion Südostasien. Zahlreiche Produktionsbetriebe wurden über Landesgrenzen in Regionen mit geringeren Produktionskosten verlagert. Arbeitsintensive Industriezweige wie die Textil- oder die Elektronikindustrie sind von dieser Entwicklung relativ früh betroffen, da ein Großteil der Produktionskosten auf Löhne entfällt.

Weitreichende Verlagerungsbewegungen lassen sich derzeit in China beobachten. Steigernde Löhne und hohe Umweltauflagen haben dazu geführt, dass immer mehr Betriebe ihre Produktionsstätten in der Volksrepublik schließen und diese in benachbarte Niedriglohnländer verlagern. Davon sind nicht nur kleinere Betriebe betroffen, sondern die gesamte Wirtschaftsstruktur des Landes. So kündigte beispielsweise der taiwanesische Elektronikgigant Foxconn vor wenigen Wochen die Schaffung von mehr als einer Millionen Arbeitsplätzen in Indonesien an. Ein Großteil dieser wird aber nicht neu geschaffen, sondern aus Fabriken in China verlagert. Indonesien bietet neben niedrigen Mindestlöhnen auch geringere Umweltauflagen. Für Betriebe, die nur mit einer Rendite von wenigen Prozent kalkulieren gibt es keine Alternative, um stabile Preise auf dem Weltmarkt anzubieten.

Von diesen internationalen Verlagerungstendenzen profitieren insbesondere landwirtschaftlich geprägte arme Länder, da sie eine Vielzahl von günstigen Arbeitskräften zur Verfügung stellen können. Der Startschuss der Industrialisierung macht dabei meist die Textilindustrie, da diese sehr anfällig für Lohnschwankungen ist und gleichzeitig geringe technologische Kenntnisse in der Produktion voraussetzt. Aufgrund der Anfälligkeit gegenüber Lohnsteigerungen bleiben den betroffenen Ländern nur wenige Jahre, um ihre Wirtschaft zu reformieren und attraktiv für ausländische Investitionen zu werden.

Kambodscha – der Sprung in den globalen Wettbewerb

Niedrige Löhne und geringe Umweltauflagen in Kambodscha tragen derzeit dazu bei, dass große Textilkonzerne Produktionsstätten im Land errichten. Noch vor wenigen Jahren war Kambodscha nur für den verlustreichen Bürgerkrieg und fantastische Tempelanlagen in Ankor Wat bekannt. Doch nahezu unbemerkt hat sich das 14 Millionen Einwohner zählende Königreich aufgemacht, Armut zu bekämpfen und dabei Wohlstand zu schaffen. Es verwundert nicht, dass die Textilindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig im Land ist, das noch vor wenigen Jahren hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt war. Bereits 2008 waren in dem südostasiatischen Land schon mehr als 340.000 Menschen in der Textilindustrie beschäftigt(link). Die Asian Development Bank schätzt die durchschnittlichen Wachstumsraten in diesem Sektor auf 7-10% im Jahr. Diese Entwicklung wird Schätzungen zufolge bis spätestens 2015 stabil bleiben.
Ein knappes Zeitfenster also für die kambodschanische Regierung, um langfristige Reformen in Wirtschaft und Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Die sprudelnden Steuererlöse aus dem Textilsektor und der Tourismusindustrie müssen also sinnvoll angelegt werden. Wegweisende Schritte in der Korruptionsbekämpfung und im Arbeitsrecht hat die Regierung bereits verabschiedet. Laut Transparency Internation ist das Königreich aber noch immer eines der korruptesten Regime der Welt. Bei genauerer Betrachtung scheint sich in diesem Bereich aber einiges zu tun. Es bleibt abzuwarten, wie sich die staatliche Administration entwickeln wird.

Im gesamten Land herrscht allerdings Aufbruchsstimmung. Der aktuelle Weltentwicklungsbericht der Weltbank listet Kambodscha als eines der wenigen Länder auf, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. 2010 betrug die offizielle Arbeitslosenquote nur 1.7% (4% Jugendarbeitslosigkeit), welches im Vergleich zu den Nachbarländern ein fantastischer Wert darstellt. Von den etwa 8 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter sind allerdings zwei Drittel im informellen Sektor beschäftigt. Aus diesen unsicheren Beschäftigungsverhältnissen drängen die Menschen massiv in den formalen Arbeitsmarkt, hauptsächlich in die Fabriken der Textilindustrie, die diese Arbeitskräfte dankend annimmt.
Die Steuern aus dem Textilsektor lassen im ganzen Land neue Entwicklungsprogramme entstehen, die darauf abzielen die Armut in den ländlichen Regionen zu verringern. Noch immer leben 60% der Kambodschaner auf dem Land und sind direkt oder indirekt abhängig von der landwirtschaftlichen Produktion. Genau darauf zielt die neue landesweite Entwicklungsstrategie. Der General Director der kambodschanischen Nationalbank Nguon Sokha wird auf channelasia.com mit den Worten zitiert.

„One of the priorities of the government is to develop the agriculture sector. At the moment, growth is driven by garment sector, tourism sector and construction. Cambodia is an agriculture land so we need to develop based on our natural resource.“

Und in der Tat scheint diese Strategie zu fruchten. Die Asian Development Bank schätzt, dass der landwirtschaftliche Sektor in Kambodscha in diesem Jahr um 6,5% wachsen wird. Ein solches Wachstum über eine mittelfristige Zeitspanne kann insbesondere für die Landbevölkerung den Unterschied zwischen Hunger und Wohlstand bedeuten. Vor allem, da viele ländliche Gebiete immer noch stark vom Dengue-Fieber und der Malaria betroffen sind und beide Krankheiten sich durch bessere hygienische Verhältnisse und Abwassersysteme einfach minimieren lassen. Ist diese Entwicklung auch über 2015 erfolgreich, stehen dem Land gute Zeiten bevor. Denn mit der Schaffung eines riesigen Binnenmarktes in Südostasien werden auch die Löhne in der ganzen Region dem Wettbewerb ausgesetzt. Die Textilindustrie wird dann aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Zelte abbrechen und neue Niedriglohnländer suchen. Wirtschaftliche Reformen in Birma zielen bereits darauf ab, ausländische Investitionen aus diesem Sektor anzuziehen.

Es wird sich zeigen, ob die Gewinne aus der Öl- und Gasindustrie in den kommenden Jahren dazu beitragen den Lebensstandard in Kambodscha zu erhöhen. Die Dänen von Go4 Bunker zielen darauf ab junge kambodschanische Talente nachhaltig zu schulen, damit das technologische Wissen des Textilsektors nicht mit den Fabriken verschwindet, sondern im Land bleibt. Es sind nur noch drei Jahre, damit alle notwendigen Entwicklungsimpulse zu initiieren. Viel Zeit ist dies nicht.

 

Foto: www.pixelio.de

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Niedrige Löhne als Entwicklungschance – Reformen in Kambodscha

KambodschaIm vornehmen Hotel Cambodian in der Landeshauptstadt Pnom Penh wurde heute am 10. Oktober ein wichtiger Baustein für die zukünftige Landesentwicklung des südostasiatischen Königreiches gelegt. Das dänische Unternehmen Go4 Bunker, ein Hersteller für Lösungen in der Gas- und Ölförderung gründet mithilfe eines chinesischen Partners ein neues Unternehmen, dass vor der Küste Kambodschas im Golf von Thailand zahlreiche Öl- und Gasvorkommen nutzbar machen will. Die Milliardeninvestition alleine wäre schon ein großer Erfolg für die kambodschanische Wirtschaft. Die Investoren haben sich allerdings dazu verpflichtet die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu unterstützen, indem sie die Regierung in den Vorbereitungen für die Errichtung der ASEAN Freihandelszone massiv unterstützen, die 2015 nach dem Vorbild der EU in Südostasien errichtet werden soll.
 

von Textilien zu High-Tech – der Klassische Entwicklungspfad

Steigender Löhne in China, Vietnam und Thailand führten in den vergangenen Jahren zu einer Neustrukturierung der Wirtschaftsregion Südostasien. Zahlreiche Produktionsbetriebe wurden über Landesgrenzen in Regionen mit geringeren Produktionskosten verlagert. Arbeitsintensive Industriezweige wie die Textil- oder die Elektronikindustrie sind von dieser Entwicklung relativ früh betroffen, da ein Großteil der Produktionskosten auf Löhne entfällt.

Weitreichende Verlagerungsbewegungen lassen sich derzeit in China beobachten. Steigernde Löhne und hohe Umweltauflagen haben dazu geführt, dass immer mehr Betriebe ihre Produktionsstätten in der Volksrepublik schließen und diese in benachbarte Niedriglohnländer verlagern. Davon sind nicht nur kleinere Betriebe betroffen, sondern die gesamte Wirtschaftsstruktur des Landes. So kündigte beispielsweise der taiwanesische Elektronikgigant Foxconn vor wenigen Wochen die Schaffung von mehr als einer Millionen Arbeitsplätzen in Indonesien an. Ein Großteil dieser wird aber nicht neu geschaffen, sondern aus Fabriken in China verlagert. Indonesien bietet neben niedrigen Mindestlöhnen auch geringere Umweltauflagen. Für Betriebe, die nur mit einer Rendite von wenigen Prozent kalkulieren gibt es keine Alternative, um stabile Preise auf dem Weltmarkt anzubieten.

Von diesen internationalen Verlagerungstendenzen profitieren insbesondere landwirtschaftlich geprägte arme Länder, da sie eine Vielzahl von günstigen Arbeitskräften zur Verfügung stellen können. Der Startschuss der Industrialisierung macht dabei meist die Textilindustrie, da diese sehr anfällig für Lohnschwankungen ist und gleichzeitig geringe technologische Kenntnisse in der Produktion voraussetzt. Aufgrund der Anfälligkeit gegenüber Lohnsteigerungen bleiben den betroffenen Ländern nur wenige Jahre, um ihre Wirtschaft zu reformieren und attraktiv für ausländische Investitionen zu werden.

Kambodscha – der Sprung in den globalen Wettbewerb

Niedrige Löhne und geringe Umweltauflagen in Kambodscha tragen derzeit dazu bei, dass große Textilkonzerne Produktionsstätten im Land errichten. Noch vor wenigen Jahren war Kambodscha nur für den verlustreichen Bürgerkrieg und fantastische Tempelanlagen in Ankor Wat bekannt. Doch nahezu unbemerkt hat sich das 14 Millionen Einwohner zählende Königreich aufgemacht, Armut zu bekämpfen und dabei Wohlstand zu schaffen. Es verwundert nicht, dass die Textilindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig im Land ist, das noch vor wenigen Jahren hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt war. Bereits 2008 waren in dem südostasiatischen Land schon mehr als 340.000 Menschen in der Textilindustrie beschäftigt(link). Die Asian Development Bank schätzt die durchschnittlichen Wachstumsraten in diesem Sektor auf 7-10% im Jahr. Diese Entwicklung wird Schätzungen zufolge bis spätestens 2015 stabil bleiben.
Ein knappes Zeitfenster also für die kambodschanische Regierung, um langfristige Reformen in Wirtschaft und Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Die sprudelnden Steuererlöse aus dem Textilsektor und der Tourismusindustrie müssen also sinnvoll angelegt werden. Wegweisende Schritte in der Korruptionsbekämpfung und im Arbeitsrecht hat die Regierung bereits verabschiedet. Laut Transparency Internation ist das Königreich aber noch immer eines der korruptesten Regime der Welt. Bei genauerer Betrachtung scheint sich in diesem Bereich aber einiges zu tun. Es bleibt abzuwarten, wie sich die staatliche Administration entwickeln wird.

Im gesamten Land herrscht allerdings Aufbruchsstimmung. Der aktuelle Weltentwicklungsbericht der Weltbank listet Kambodscha als eines der wenigen Länder auf, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. 2010 betrug die offizielle Arbeitslosenquote nur 1.7% (4% Jugendarbeitslosigkeit), welches im Vergleich zu den Nachbarländern ein fantastischer Wert darstellt. Von den etwa 8 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter sind allerdings zwei Drittel im informellen Sektor beschäftigt. Aus diesen unsicheren Beschäftigungsverhältnissen drängen die Menschen massiv in den formalen Arbeitsmarkt, hauptsächlich in die Fabriken der Textilindustrie, die diese Arbeitskräfte dankend annimmt.
Die Steuern aus dem Textilsektor lassen im ganzen Land neue Entwicklungsprogramme entstehen, die darauf abzielen die Armut in den ländlichen Regionen zu verringern. Noch immer leben 60% der Kambodschaner auf dem Land und sind direkt oder indirekt abhängig von der landwirtschaftlichen Produktion. Genau darauf zielt die neue landesweite Entwicklungsstrategie. Der General Director der kambodschanischen Nationalbank Nguon Sokha wird auf channelasia.com mit den Worten zitiert.

„One of the priorities of the government is to develop the agriculture sector. At the moment, growth is driven by garment sector, tourism sector and construction. Cambodia is an agriculture land so we need to develop based on our natural resource.“

Und in der Tat scheint diese Strategie zu fruchten. Die Asian Development Bank schätzt, dass der landwirtschaftliche Sektor in Kambodscha in diesem Jahr um 6,5% wachsen wird. Ein solches Wachstum über eine mittelfristige Zeitspanne kann insbesondere für die Landbevölkerung den Unterschied zwischen Hunger und Wohlstand bedeuten. Vor allem, da viele ländliche Gebiete immer noch stark vom Dengue-Fieber und der Malaria betroffen sind und beide Krankheiten sich durch bessere hygienische Verhältnisse und Abwassersysteme einfach minimieren lassen. Ist diese Entwicklung auch über 2015 erfolgreich, stehen dem Land gute Zeiten bevor. Denn mit der Schaffung eines riesigen Binnenmarktes in Südostasien werden auch die Löhne in der ganzen Region dem Wettbewerb ausgesetzt. Die Textilindustrie wird dann aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Zelte abbrechen und neue Niedriglohnländer suchen. Wirtschaftliche Reformen in Birma zielen bereits darauf ab, ausländische Investitionen aus diesem Sektor anzuziehen.

Es wird sich zeigen, ob die Gewinne aus der Öl- und Gasindustrie in den kommenden Jahren dazu beitragen den Lebensstandard in Kambodscha zu erhöhen. Die Dänen von Go4 Bunker zielen darauf ab junge kambodschanische Talente nachhaltig zu schulen, damit das technologische Wissen des Textilsektors nicht mit den Fabriken verschwindet, sondern im Land bleibt. Es sind nur noch drei Jahre, damit alle notwendigen Entwicklungsimpulse zu initiieren. Viel Zeit ist dies nicht.

 

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Gastbeitrag von Ban Ki Moon: Das Konsum-Prinzip ist tot

Wie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel „Rio+20“ die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben sie versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dieses Modell ist tot.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

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Schaltjahr: Was der 29. Februar mit unserem Wohlstand macht

Schaltjahre fördern das wirtschaftliche Wachstum. Wer sich einfach nur ausgenutzt fühlt, findet Trost: In 3,5 Millionen Jahren werden sie es bremsen
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft

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Wachsender Wohlstand: Glück lässt sich nicht kaufen

Forscher haben den Zusammenhang zwischen steigendem Wohlstand und Zufriedenheit in unterschiedlichen Ländern untersucht. Ihr Ergebnis dürfte Predigern einer Theorie, die auf immer mehr Wirtschaftwachstum setzt, nicht gefallen.
Quelle: stern.de – Wissenschaft & Gesundheit

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Gewerkschaften verbessern Arbeitsbedingungen und Wohlstand in der globalen Welt

Professor Dr. Klaus Wälde von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstreicht positive Rolle von Gewerkschaften beim Gesundheits- und Umfallschutz am Arbeitsplatz
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Lithium: So wertvoll ist das leichteste Metall der Erde

Lithium könnten dem kriegsgeschüttelten Afghanistan Wohlstand bringen. Das Metall erlebt einen globalen Boom als unentbehrlicher Rohstoff.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft

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PNAS: Wohlstand und Bevölkerungsdichte sind entscheidende Faktoren für biologische Invasionen in Europa

Washington/Prag/Leipzig. Wohlstand und Bevölkerungsdichte haben größeren Einfluss auf biologische Invasionen als Klima- und Landnutzungswandel. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von 26 internationalen Forschern. Gestiegener Wohlstand und eine gewachsene Bevölkerung, die zu einem Anstieg des internationalen Handels geführt haben, sind die stärksten Triebkräfte für die Ausbreitung gebietsfremder Tier- und Pflanzenarten, die Ökosysteme stören und verschiedenste Schäden in Natur und Landwirtschaft hervorrufen können. Menschliche Faktoren wie Wohlstand und Demographie überdecken bei mehreren Gruppen von Lebewesen andere, natürliche Faktoren.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Neuer Weg zur Insulinherstellung

Braunschweiger Helmholtz-Forscher veröffentlichen neue und effizientere Methode zur Gewinnung von Insulin – Hilfe für ärmere Länder.

In Deutschland leben rund acht Millionen Diabetiker. Schon lange ist die „Zuckerkrankheit“ keine auf die Wohlstandsgesellschaft beschränkte Erkrankung mehr: Gerade Länder mit einer aufstrebenden Wirtschaft wie in Asien zeigen die höchsten Zuwachsraten. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt in einer deutsch-indischen Kooperation eine neue Methode entwickelt, mit der günstig Insulin zur Behandlung von Diabetes hergestellt werden kann.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Sinkender Wohlstand: Wie Menschen mit weniger Geld glücklich werden

Die Zeit wirtschaftlichen Wachstums im Westen ist vorbei. Eine Studie fragt, wie man mit weniger Geld dennoch zufrieden lebt. Sieben Bedingungen haben die Wissenschaftler ausgemacht, um die Zufriedenheit zu halten. Sie raten nicht nur zu weniger fernsehen. Die Ratschläge bergen auch politischen Sprengstoff.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft