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Statistik der Woche: Kinderwunsch und Wirklichkeit

Immer mehr Menschen haben in Deutschland Schwierigkeiten, biologisch Nachwuchs zu bekommen. Der Trend beschleunigt sich, wie unsere Infografik zeigt.

Quelle: Technology Review

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„Die Verengung der Welt“: Passauer Studie über Corona-Berichterstattung von ARD und ZDF sorgt für lebhafte Diskussion

Was erzählen uns Medien über unsere Vorstellungen von der Welt? Welche Bilder transportieren sie vom Menschen, von der Gesellschaft, von Wirklichkeit – und was geschieht, wenn diese Wirklichkeit erschüttert wird? Solche Fragen beschäftigen die Kulturwissenschaftler PD Dr. Dennis Gräf und Dr. Martin Hennig von der Universität Passau seit jeher. In ihrer jüngsten Studie „Die Verengung der Welt“ richtet sich ihre Forschung erstmals auf die mediale Konstruktion Deutschlands in der Covid-19-Pandemie in den Sendungen „ARD Extra – Die Coronalage“ und „ZDF Spezial“.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Trockenheit: Die Wettervorhersage

Nirgendwo in Deutschland fällt so wenig Regen wie in der thüringischen Kleinstadt Artern. Was hier schon Realität ist, könnte vielerorts Wirklichkeit werden.

Quelle: ZEIT Wissen

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Drähte aus Silizium und Germanium können infrarotes Licht aussenden.

Nanodrähte aus einer Germanium-Silizium-Legierung mit sechseckigem Querschnitt und hexaginalem Kristallgitter können Licht erzeugen. Für Photonik-Chips könnten die 400 Nanometer dicken Gebilde direkt in Silizium-Schaltkreise integriert werden.

Ein Halbleiterlaser, der aus Silizium besteht und sich in Computerchips integrieren lässt, gilt als Heiliger Gral der Mikroelektronik. Mit leuchtenden Drähten aus Silizium und Germanium könnte diese visionäre Lichtquelle schon bald Wirklichkeit werden.

Quelle: FAZ.de

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Globaler Arbeitsmarkt: Mythos oder Wirklichkeit?

Abschlusstagung der internationalen ZiF-Forschungsgruppe

Gibt es den globalen Arbeitsmarkt? Wo ist er und was wird dort gehandelt? Die Forschungsgruppe „In Search of the Global Labour Market“ („Auf der Suche nach dem globalen Arbeitsmarkt“) ist dieser Frage in den vergangenen zehn Monaten am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) nachgegangen. Am 31. Januar und 1. Februar stellen die Forschenden ihre Ergebnisse auf der Abschlusstagung der Forschungsgruppe vor.
Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Philosophy of Mind – Im Kontakt mit der Wirklichkeit

Wenn der Kontext nicht eindeutig ist, vertrauen wir offenbar mehr auf unsere Fingerspitzen als auf unsere Augen. LMU-Philosophen untersuchen, was den Tastsinn besonders macht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Smart Cities: Anspruch und Wirklichkeit

Zwischen Vision und Realität klafft bei Smart Cities oft eine gewaltige Kluft. Drei berühmte Beispiele zeigen, warum.

(Mehr in: Technology Review)

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Testfahrt durch den Datendschungel

Künstliche Intelligenzen lernen in Simulationen, mit den Wechselfällen des realen Lebens umzugehen. Das spart Zeit, funktioniert angesichts der komplexen Wirklichkeit aber nicht fehlerfrei.

(Mehr in: Technology Review)

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Einen Schritt näher an die Wirklichkeit

Tübingen, 20.4.2018. Diffusion bringt nicht nur die Farbe in den Tee – sie ist auch eines der grundlegendsten Prinzipien molekularbiologischer Prozesse und verrät viel über die Aufgaben von Molekülen im Organismus. WissenschaftlerInnen nutzen seit über 40 Jahren „FRAP“-Assays (FRAP: Fluorescence Recovery After Photobleaching), um Diffusionskinetiken zu messen. Das Team um Dr. Patrick Müller am Friedrich-Miescher-Laboratorium in Tübingen zeigte nun die Limitationen der bisherigen Analysemethoden für diese Experimente auf – und stellt in der Fachzeitschrift Nature Communications die frei verfügbare Software „PyFRAP“ vor, mit der Diffusionskinetiken besonders genau bestimmt werden können.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Atomwaffen: Ole rüstet ab

Atomwaffen aus humanitären Gründen verbieten? Radikale Idee. Ein norwegischer Physiker setzt alles daran, dass sie Wirklichkeit wird. Einer muss ja mal damit anfangen. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Ur-Archaeopteryx ist gar keiner

LMU- und SNSB-Paläontologen decken eine Fehldeutung auf: Der allererste fossile Fund eines Archaeopteryx-Fossils ist in Wirklichkeit ein Raubsaurier aus der Gruppe der Anchiornithiden, die bisher nur aus dem heutigen China bekannt waren.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Endstation Heimatland? Rückkehr von Migranten in Herkunftsländer ist oft nur ein Zwischenstopp

Eindimensionales Verständnis von Remigration entspricht nicht der Wirklichkeit und sollte durch transnationale Konzepte mit Blick auf das Individuum ersetzt werden
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Kriegslügen: Angriff: jetzt!

Am 31. August 1939 überfallen polnische Aufständische den Sender Gleiwitz. Angeblich. In Wirklichkeit war alles von den Nazis inszeniert, um Polen anzugreifen. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Die fatalen Folgen der Hollywood-Hacker

In Filmen erscheinen Computer als Zauberkisten – mit bedenklichen Folgen. Nun will eine neue Generation von Produzenten der Wirklichkeit näher kommen. Es wird höchste Zeit.

(Mehr in: Technology Review)

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Kampf der Maschinen

Computer hacken Computer – seit Sommer 2016 ist das Wirklichkeit. Droht uns ein Sicherheitsalbtraum, weil Software Bugs im Sekundentakt in anderer Software aufspürt? Ein Realitätscheck.

(Mehr in: Technology Review)

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Angela Merkel: Ist die Merkel-Raute in Wirklichkeit ein Drachen?

Auf jeden Fall ist es ein Viereck, das die Kanzlerin da gerne mit ihren Händen formt. Warum es so genannt wird, könnte auch gar nichts mit Geometrie zu tun haben. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Der Film als Medium des Fremden, des Eigenen und der kulturellen Indifferenz

FRANKFURT. „Der Film als mobiles Medium der Moderne produziert unablässig Erfahrungen von Eigenem und Fremdem, von Identität und Differenz“, betont der Filmwissenschaftler Prof. Dr. Vinzenz Hediger in seinem Beitrag in Forschung Frankfurt (2/2016), dem Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität. Zeigten die Reisefilme zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewusst die „wunderbare Differenz“ zur eigenen Wirklichkeit, wurde in der heilen Welt der Heimatfilme nach Ende des Zweiten Weltkriegs das Eigene für den Konsum verfügbar gemacht. Erst die Hollywood-Blockbuster verfolgten die Strategie, das kulturell Fremde so zu minimieren, dass daraus der für alle verständliche „Dialekt der Moderne“ wurde.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wunsch oder Wirklichkeit: Weiße Weihnachten in Norddeutschland

„Weiße Weihnachten?! Das gab es früher viel häufiger.“ Dieser Eindruck ist fest in unseren Köpfen verankert. Grüne Weihnachten werden darum schnell dem Klimawandel zugeschrieben. Auswertungen langjähriger Wetterdaten durch Klimaforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) zeigen, dass weiße Weihnachten in Norddeutschland schon immer recht selten waren. Daran hat sich trotz der Klimaerwärmung bis heute nicht viel geändert. Auf lange Sicht könnten weiße Weihnachten jedoch noch seltener werden als heute. Darauf weisen weitere Ergebnisse der HZG-Wissenschaftler hin.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Kurz erklärt: Was ist künstliche Intelligenz?

Humanoide Roboter, eine Matrix, die Menschen als Energiespender benutzt – so stellen wir Menschen künstliche Intelligenz in Filmen dar. Wie sieht die Wirklichkeit aus? (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

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Explosive Entwicklung der Erneuerbaren Energien kann Paris zum Erfolg machen

Das Klimaziel von Paris ist ein Triumph des Realismus – ganz entgegen mancher Kritik, es sei wirklichkeitsfremd. Erstens, so erklärt jetzt ein Wissenschaftler-Team, ist es notwendig, den globalen Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius zu halten, da bei ungebremstem Klimawandel enorme Risiken auf die Menschheit zukommen. Zum ersten Mal zeigen die Forscher in einem Diagramm, bei welcher Erwärmung welche Elemente des Erdsystems kippen könnten. Zweiten ist die Umsetzung des Klimaziels machbar, durch eine technologische Explosion der erneuerbaren Energiesysteme und die Implosion der fossilen Industrien. Drittens ist das Klimaziel einfach genug, um weltweit politisch etwas in Bewegung zu bringen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Partnerschaft: Anders lieben wollen

Was braucht die Liebe? Ehe? Dauerpräsenz? Vor allem die Frauen suchen nach neuen Partnerschaftskonzepten. Die ZEIT-Vermächtnis-Studie über deutsche Herzenswirklichkeiten. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Warten auf die digitale Dividende

Vielerorts ist die Rede davon, das Internet habe die Welt zum Besseren verändert. In Wirklichkeit aber lassen die erhofften Vorteile auf sich warten und sind keineswegs garantiert, bremst eine Studie der Weltbank.

(Mehr in: Technology Review)

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Balztanz von Finken: Sie trippeln schneller als man gucken kann

Während ihrer Balztänze halten Finken Stöckchen im Schnabel, zwitschern eine Melodie und hüpfen rhythmisch. Die Zeitlupe aber offenbart: In Wirklichkeit trippeln die Vögel – so schnell, dass Menschen es nicht sehen. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Crack it: Fossile Energie ohne Klimagase

Energie aus Erdgas ohne Kohlendioxid-Emissionen: Das könnte mit einer von Forschern des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickelten Technologie schnell Wirklichkeit werden. In einem vom Nobelpreisträger und früheren wissenschaftlichen Direktor am IASS, Prof. Carlo Rubbia, initiierten Kooperationsprojekt haben beide Einrichtungen intensiv an einem innovativen Verfahren zur umweltverträglichen und effizienten Gewinnung von Wasserstoff aus Methan geforscht. Nach zwei Jahren konnte es nun die prinzipielle Machbarkeit des neuen Verfahrens nachweisen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Microsoft ergänzt die Wirklichkeit mit Hologrammen

Ein kompaktes Headset generiert Hologramme und kann auf diese Weise dreidimensionale virtuelle Objekte in einer realen Umgebung erscheinen lassen.

(Mehr in: Technology Review)

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Sauna: Ist der „Sauna-Schweiß“ in Wirklichkeit kondensiertes Wasser?

Wäre Saunaluft feucht, könnten wir die Hitze kaum ertragen. Doch dank trockener Luft ist Saunieren gar angenehm. Das Wasser auf der Haut ist aber nicht unbedingt Schweiß. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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RUB-Forscher untersuchen die Karte im Kopf: Kleine Tricks machen Karten lesbarer

DFG fördert interdisziplinäres Projekt zur kognitiven Kartographie

Erste rechts, zweite links, ein Stück geradeaus: Wer sich solche Informationen über einen geplanten Weg aus einer Karte heraussucht, merkt sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht den realistischen Weg. Denn so genannte kognitive Karten geben die Wirklichkeit nur verzerrt wieder. Allerdings sind die Verzerrungen oft systematisch: Die meisten Menschen machen dabei die gleichen Fehler. Das gibt Kartographen die Chance, Karten an diese menschlichen Eigenheiten anzupassen und sie so lesbarer zu machen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Lonsdaleit – ein Phantom der Materialwissenschaft und Planetenforschung?

Ein internationales Forschungsteam mit Prof. Dr. Natalia Dubrovinskaia und Prof. Dr. Leonid Dubrovinsky von der Universität Bayreuth stellt im Forschungsmagazin „Nature Communications“ infrage, was bisher als selbstverständlich galt: nämlich dass das Mineral namens „Lonsdaleit“ den Status eines eigenständigen, distinkten Materials habe. Im Licht der neuen Erkenntnisse spricht viel für die Annahme, dass es sich bei Lonsdaleit in Wirklichkeit um Diamant mit einer verzerrten Struktur handelt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Afrikanische Schildkröte: Bedrohter, als gedacht

Dresden, den 14.05.2014. Wissenschaftler des Senckenberg-Forschungsinstitutes in Dresden haben mit genetischen Methoden herausgefunden, dass sich hinter der Sumpfschildkröte Pelomedusa subrufa in Wirklichkeit mindestens 10 verschiedene Arten verbergen. Bisher ging man von einer einzigen in fast ganz Afrika, Madagaskar und Arabien verbreiteten Art aus. Die neue Einteilung hat auch eine Veränderung der Gefährdungseinschätzung zur Folge: mindestens eine der neu beschriebenen Arten ist vom Aussterben bedroht. Die zugehörigen Studien sind heute im Fachjournal Zootaxa erschienen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Lernplattform ZEIT für die Schule: Weiche, schnöde Wirklichkeit!

Schonungslos hinterfragt das deutsche Bürgertum seine überkommenen Moralvorstellungen. Doch die schnöde Wirklichkeit ist den Autoren des Realismus nicht schön genug. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Profi-Wissen: Raspberry Pi – Vielseitiger Kleinst-PC

Der Raspberry Pi ist ein vollwertiger PC. In Wirklichkeit ist er nur so groß wie eine EC-Karte – die Bilder unseres Profi-Wissens sind stark vergrößert. (Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

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Wen interessiert schon die Privatsphäre der Nutzer?

Viele Online-Unternehmen sind erst nach den Snowden-Enthüllungen dazu übergegangen, ihre Dienste verschlüsselt zu übertragen. Denn der Schutz von Kundendaten ist ihnen in Wirklichkeit egal, beklagt Christopher Soghoian von American Civil Liberties Union.

(Mehr in: Technology Review)

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SpaceBot Cup 2013: Roboter-Wettkampf gerät zur Pannenshow

In der Robotertechnik klaffen Erwartung und Wirklichkeit oft weit auseinander. Das hat nun auch der erste deutsche Wettbewerb für Weltraum-Rover gezeigt. Die Maschinen reihten Panne an Panne, und die Entwickler haben vor allem eines: viel gelernt. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Wellen, Teilchen und die Quantenphysik

Nach meinem letzten Blogartikel wurde ich kritisiert, ich hätte Modell und Wirklichkeit verwechselt. Quantenobjekte seien zwar nicht Welle oder Teilchen, aber Wellen- oder Teilchenmodelle seien heute noch aktuelle Modelle für die durch Physik beschriebene Wirklichkeit.

Ich halte diese Auffassung für irreführend.Tatsächlich beschreiben wir in der Physik Licht und Elektronen nur noch mit einem Modell, der Quantenelektrodynamik. Das Wellenmodell ist keine Alternative hierzu, sondern eine Vereinfachung, eine Näherung zur einfacheren Berechnung und Vorstellung. Das Teilchenmodell, wie wir es in der Elementarteilchenphysik kennen, ist ebenfalls eine Näherung. Es hat aber mit klassischen Teilchentheorien nichts gemein. Letztere können als widerlegt gelten.

Was sind aber diese klassischen Modelle?

Klassische Wellen, Teilchen und Kontinua

Zu Newtons Zeiten war es noch völlig offen, ob Licht ein Wellen- oder Teilchenphänomen ist. Effekte, wie Lichtbrechung an Prismen oder Linsen, sind auch mit Teilchen erklärbar, die in verschiedenen Medien unterschiedliche Geschwindigkeiten annehmen. Newton selben bevorzugte lange Zeit das Teilchenmodell.

Spätestens seit Maxwell zeigen konnte, dass sich die bis dahin bekannten Gesetze von gegenseitiger Beieinflussung elektrischer Felder und Ströme und magnetischer Felder zu einer Schar von Gleichungen zusammenfügen lassen, aus der sich elektromagnetische Wellen von selbst ergeben, hatte sich das Wellenmodell endgültig gegen das Teilchenmodell durchgesetzt.

Für Materie hat es dagegen kein klassisches Wellenmodell gegeben. Die klassische Physik kannte Teilchenmodelle und Kontinuumsmodelle. Das Teilchenmodell, die Atomhypothese findet sich schon bei Demokrit und Leukipp, konnte sich aber in der klassischen Physik gegen das Kontinuumsmodell, nach dem der Raum lückenlos von Materie erfüllt ist, nicht durchsetzen. Erst als Dalton nachwies, dass chemische Reaktionen von Gasen immer in ganzzahligen Volumenverhältnissen geschehen, begann sich ein modernes Atommodell durchzusetzen.

Die Zweigeteiltheit der Physik – Wellenmodell für Licht und Atommodell für Materie – bekam Risse, als Anfang des 20. Jahrhunderts durch Röntgen und Einstein postuliert wurde, dass Licht nur in bestimmten Paketen absorbiert und erzeugt werden kann und dass diese Pakete Energie und Impuls tragen, wie auch Teilchen es tun.

Als zudem an Elektronenstrahlen Welleneigenschaften von Materie gezeigt werden konnten, war klar, dass eine Trennung von Wellenmodellen von Licht und Teilchenmodellen für Materie nicht aufrecht zu erhalten ist. Aus dieser Zeit kommt die Idee vom Wellen-Teilchen-Dualismus: Können wir die Natur etwa am besten verstehen, wenn wir zwei einander ausschließende Modelle nebeneinander stehen lassen und je nach Experiment das eine oder andere anwendet?

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigte es sich, dass es möglich ist, Modelle aufzustellen, die alle messbaren Eigenschaften von Feldern (wie Licht) und Materie richtig beschreiben. Die Quantenelektrodynamik beschreibt Elektronen, Positronen, Licht und die Wechselwirkungen zwischen ihnen auf viele Nachkommastellen genau. Es braucht keinen Dualismus nebeneinander stehender Modelle, um die messbare Physik zu beschreiben.

Dennoch sprechen wir in der Physik oft vom Wellenbild oder Teichenbild, in dem wir uns Dinge veranschaulichen. Diese Bilder sind aber keine eigenständigen Modelle. Sie sind Näherungen. Bilder, mit denen wir uns Berechnungen und Intuition vereinfachen.

Das Wellenbild

Ich habe schon dazu geschrieben, dass es in der Atomphysik fast immer möglich ist, in der Halbklassischen Näherung zu rechnen: Wir können das Licht als klassische Welle nach den Maxwell-Gleichungen berechnen und nur die Bewegungen der Elektronen um die Atomkerne quantenmechanisch berechnen. Diese Näherung funktioniert sehr gut, weil die elektromagnetischen Kräfte zwischen Elektronen und Atomkernen viel stärker sind, als der Einfluss des externen Lichts auf die Elektronen und weil es auf die Rückwirkung des Atoms auf die Welle oft nicht ankommt.

Diese Trennung in Atom als Quantenobjekt und Licht als klassische Welle ist ein schönes Beispiel für eine Grenzziehung, wie sie Karen Barad anspricht. Es spricht nichts dagegen, solche Trennungen vorzunehmen und ist für die Wissenschaft sogar unerlässlich, aber wir müssen uns immer klar machen, dass die Grenzziehung nicht von der Natur sondern von Physikerin oder Physiker vorgegeben wird.

Wir können die Grenze auch anders ziehen, so lässt sich ein System aus Atom inklusive Lichtwelle auch quantenmechanisch als ganzes berechnen. Wir erhalten dann sogenannte Dressed States (angezogene Zustände). Solch ein angezogenes Atom kann dann mit einem weiteren Laser, dem Probelaser, der wieder als Welle berechnen wird, abgefragt werden. Die Grenze liegt dann also nicht zwischen Atom als Quantensystem und Licht als Welle, sondern zwischen Atom mit Pumplaser als Quantensystem und Probelaser als Welle.

Das Teilchenbild

Das Teilchenbild, in dem Licht als Pakete von Energie, Impuls und Spin dargestellt wird, ist eine andere Näherung, die Rechnungen und die Vorstellung von möglichen Prozessen erleichtert. Das Bild geht über die Quantenelektrodynamik hinaus und lässt sich auf den ganzen Teilchenzoo anwenden, der durch andere Quantenfeldtheorien dazukommt. Die starke Wechselwirkung durch den Austausch von Gluonen zum Beispiel, oder die schwache Wechselwirkung durch den Austausch von W- und Z-Bosonen.

Dieses Bild ergibt sich aus dem Verfahren der Störungsrechnung. Wenn ein bestimmter Austauschvorgang von Energie, Impuls oder anderen Größen relativ selten ist, können die Wechselwirkungen als kleine Störungen eines insgesamt statischen Systems betrachtet werden. Störungstheoretische Berechnungen von Stoßprozessen gehen auf Max Born zurück, der mit ihnen die Wahrscheinlichkeitsdeutung der Quantenmechanik begründet hat.

Im Teilchenbild können Stoßprozesse durch Feynman-Diagramme veranschaulicht werden. In erster Näherung ist ein Stoß ein Austausch von genau einem Wechselwirkungsteichen, einem Photon zum Beispiel. In zweiter Näherung kommen Prozesse dazu, die zwei Teilchen austauschen und so fort. Auch hier weiß jede Physikerin und jeder Physiker dass sie es mit einer Näherung zu tun haben. Aber eben mit einer, die für schwache und seltene Prozesse sehr gut ist und die ein zuverlässiges Gefühl dafür vermittelt, welche Effekte möglich sind und welche nicht.

Auch hier gibt es pragmatische Grenzziehungen. So lässt sich die Wechselwirkung zwischen Kernteilchen, wie eigentlich eine Restwechselwirkung der starken Kräfte innerhalb der Kernteilchen ist, als Austausch von Pi-Mesonen beschreiben. Die eigentlich zusammengesetzten Pi-Mesonen verhalten sich unter gewissen Umständen wie kraftvermittelnde elementare Bosonen.

Fazit

Wellenbild und Teilchenbild sind vereinfachte Bilder, die wir uns von den existierenden Modellen machen, mit denen wir heute die Physik beschreiben. Sie sind aber keine eigenständigen Modelle auf deren Grundlage wir eine Philosophie der Realität aufbauen können die wir als Fundament für eine Weiterentwicklung der Physik hernehmen können. Die Annahme, mit nebeneinander stehenden Wellenmodell und Teilchenmodell ließe sich die Realität der Quantenmechanik erfassen, ist falsch.

Im Übrigen sind Wellenbild und Teilchenbild, wie ich sie oben skizziert habe, auch gar nicht einander ausschließende Näherungen von verschiedenen Seiten. Die Wechselwirkung eines Atoms mit einem Lichtfeld lässt sich in beiden Bildern verstehen und beide Bilder führen selbstverständlich zum selben Ergebnis. Wenn sie es nicht tun, war mindestens eine der Näherungen nicht gerechtfertigt.

 

(Mehr in: Quantenwelt)

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Geophysik: Gletscherschmelze lässt die Erde stärker taumeln

Weil die Erde in Wirklichkeit nicht einer Kugel, sondern einer Kartoffel gleicht, taumelt sie um die eigenen Achse. Forscher zeigen nun, welche Rolle dabei die Umverteilung der Wassermassen spielt.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft