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Krisenbedingte Solidarität und Entsolidarisierung in Deutschland und Europa

Gesellschaftliche Prozesse und die Einstellungen deutscher Bürgerinnen und Bürger in Zeiten europaweiter Krisen – 30 Jahre nach der Wiedervereinigung und somit auch mit Blick auf innerdeutsche Unterschiede zwischen Ost und West stehen im Fokus des Informationsdienst Soziale Indikatoren (ISI 65)

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Zugang zu Westfernsehen beeinflusste Wahlen

Alles so schön bunt hier: Wer zu DDR-Zeiten Westfernsehen empfangen konnte, wählte nach der Wiedervereinigung anders als Mitbürgerinnen und -bürger ohne Westempfang – die Stimmenanteile für Parteien am linken und rechten Rand des politischen Spektrums waren in Gemeinden mit Westempfang herabgesetzt. Das haben Marburger Sozialwissenschaftler herausgefunden, indem sie Wahlergebnisse mit der Signalstärke des westdeutschen Fernsehens ins Verhältnis setzten. Die Forschergruppe veröffentlicht ihre Ergebnisse im „Journal of Comparative Economics“.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Deutschland und Frankreich: Mehr Wiedervereinigung wagen

Am Nationalfeiertag der Franzosen kann man gut über die Einheit mit dem europäischen Nachbarn nachdenken. Das war mal anders, zu Zeiten des Republikaners Friedrich Lehne. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Die Treuhandanstalt: Bad Bank der Wiedervereinigung

Die Treuhandanstalt war zwischen 1990 und 1994 dafür zuständig, die Planwirtschaft der ehemaligen DDR in eine Marktwirtschaft zu überführen – ein für viele Ostdeutsche schmerzhafter Prozess. Wie er sich in der gegenwärtigen Erinnerungskultur niederschlägt, haben Marcus Böick und Prof. Dr. Constantin Goschler vom Lehrstuhl Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum (RUB) nun erstmals untersucht. Die Studie, die sie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführt haben, zeigt unter anderem, dass die Treuhandanstalt für viele ältere Ostdeutsche eine Art Bad Bank der Wiedervereinigung darstellt, die sie bis heute sehr negativ bewerten.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Attosekunden – der Knall-Laser

Ich hatte in meinem letzten Laserartikel geschrieben, dass sich mit Hochleistungs-Lasern Röntgenstrahlung erzeugen lässt. Das spannende an dieser Anwendung ist, dass sich so auch die kürzesten Laserimpulse erzeugen lassen. Im Bereich von hunderten Attosekunden sind sie zehn bis hundert Mal kürzer als die kürzesten Femtosekunden-Laser.

Ein Wellen-Zyklus eines Infrarotlasers auf Titan-Saphir-Basis ist etwa drei Femtosekunden lang. Kürzer kann solch ein Laser nicht sein. Er ist aber stark genug um Edelgasatomen Elektronen zu entreißen und diese im nächsten Halbzyklus wieder auf die Atomrümpfe zurückzuschleudern. Bei der Wiedervereinigung von Elektron und Atomrumpf entsteht jedesmal ein kurzer Lichtblitz hoher Energie. Dieser Lichtblitz ist mit einem Knall vergleichbar: Er enthält ein chaotisches Spektrum vieler Wellenlängen im Bereich von etwa zehn Nanometern, also im Extrem-Ultraviolett-Bereich.1

Aus Knall wird Laser

Viele ultrakurze, extrem-ultraviolette Lichtblitze wären technisch bereits eine nützliche Sache. Man kann zeitlich hochaufgelöste Spektroskopie damit betreiben. Es kommt aber noch besser: Aus einem Gas unzähliger Atome kommt bei dieser Methode nicht nur thermische Strahlung wie bei einer Glühbirne heraus. Die Strahlung hat Laser-Eigenschaften: Eine klar definierte Strahlrichtung und ein sauberes Spektrum von Wellenlängen.

Der Grund dafür ist, dass die optischen Knalle nicht zufällig in der Gaswolke auftreten, sondern stets dort, wo der anregende Laserimpuls gerade durch läuft. Wir haben es also mit einer Anregungswelle zu tun, ähnlich einer La-Ola-Welle im Fußballstadion. Und so wie das einzelne Auf-und-Nieder eines angetrunkenen Fußballfans wenig koordiniert wirkt, die Welle von außen aber elegant sein kann, so entsteht auch hier durch die konzertierte Aktion vieler Atome insgesamt ein geordneter Prozess.

Stimulierte Emission

„Laser“ bedeutet Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung2. Genau das ist, was hier passiert: Während die ersten paar Atome noch eher unkoordiniert in alle Richtungen strahlen, sehen die Atome, bei denen der anregende Laserimpuls später ankommt, nicht nur den Infrarot-Laser, sondern auch das schon erzeugte Extrem-Ultraviolett der vorhergehenden Atome.

Nun neigen angeregte Atome dazu, nicht nur dazu, spontan in alle Richtungen zu leuchten, sondern auch existierende Lichtfelder zu verstärken. Genau das ist stimulierte Emission. Sie ist proportional zum Bereits vorhandenen Lichtfeld.

So entsteht im atomaren Gas eine Art Lawine: Die durchlaufende Infrarot-Impuls erzeugt hoch angeregte Elektronenzustände, die spontan Extrem-Ultraviolett strahlen können. Je stärker aber das Extrem-Ultraviolett-Feld schon ist, desto eher reißt es weitere Photonen der angeregten Atome mit. Ein kurzer, intensiver Laser-Impuls baut sich auf. Er ist stark gerichtet und unter eine Femtosekunde kurz. Ein Attosekunden-Laser.

Nützlich ist dabei auch, dass jeder Attosekunden-Impuls exakt mit dem erzeugenden Femtosekunden-Infrarotlaser synchron ist. Damit lassen sich präzise zeitaufgelöste Experimente gestalten.

Der Beitrag Attosekunden – der Knall-Laser erschien zuerst auf Quantenwelt.

(Mehr in: Quantenwelt)

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Sex mit der anderen Art: Laubfrösche mit artfremden Geschlechtschromosomen sind weniger fit

Der gewaltige Eisschild der letzten Eiszeit reichte einst bis in den Raum des heutigen Berlin. Erst sein allmähliches Verschwinden ermöglichte vor rund 20.000 Jahren eine Wiederbesiedlung der nördlichen Breiten durch viele Pflanzen- und Tierarten. Oft nahmen sie unterschiedliche Routen um die Gebirge herum, etwa die Karpaten – mit erstaunlichen Folgen für eine besondere Wiedervereinigung, die sich z.B. in Polen abspielt: Im Gebiet der Weichsel treffen sich hier zwei evolutionär junge Laubfroscharten.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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KORREKTUR: Neue Studie „So geht Einheit“

In der heute Morgen versandten Pressemeldung hat sich im ersten Absatz leider ein missverständlicher Satz eingeschlichen. Bitte diese Fassung verwenden.

Berlin, 22. Juli 2015
Am Anfang stand ein politischer Willensakt. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vor 25 Jahren ist insgesamt eine Erfolgsgeschichte. Doch die Jahre der Teilung und die Umbrüche der Nachwendezeit haben Spuren hinterlassen. In vielen Bereichen bestehen nach wie vor Unterschiede zwischen Ost und West. Bis die beiden einst getrennten Teile wirklich zusammengewachsen sind, wird es wohl mindestens eine weitere Generation dauern.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Kopfwelten zur Islam-Diskussion: Zu Hause und doch im Exil

Wulffs Rede zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung kann nicht darüber hinwegtäuschen: Wir leben in einer tief erschütterten Gesellschaft. Viele finden hierzulande kaum noch eine geistige Heimat.
Quelle: stern.de – Wissenschaft & Gesundheit

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Gleichheit nicht in Sicht

Lieben, arbeiten, Kinder kriegen: 20 Jahre nach der Wiedervereinigung
bleiben Lebensverläufe in Ost und West verschieden
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Gewagt gefragt: Wie sähe die DDR heute aus, wenn es die Wende nicht gegeben hätte?

Keine Montagsdemos, kein Fall der Mauer, keine Wiedervereinigung: Stellen Sie sich vor, die Wende hätte nie stattgefunden. Wie würde die DDR heute aussehen, fragt Endo O. Haben Sie eine Vorstellung davon? Dann schreiben Sie uns!
Quelle: stern.de – Wissenschaft & Gesundheit

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Von der Vorgeschichte des Menschen bis zur Deutschen Wiedervereinigung

Wann entdeckte Kolumbus Amerika? Prof. Dr. Michael Sauer, Geschichtsdidaktiker an der Universität Göttingen, hat mehr als 90 Lehrkräfte an 13 niedersächsischen Gymnasien danach befragt, welche Geschichtszahlen Schüler am Ende der 10. Klasse beherrschen sollten: Aus vorgegebenen 248 Daten – von der Vorgeschichte des Menschen bis zur Welt nach 1945 – haben die Lehrer im Durchschnitt 104 Angaben ausgewählt. „Ein erstaunlich hoher Wert“, so Prof. Sauer. „Die breite Spanne von 40 bis zu 150 Zahlen ist ein Zeichen dafür, dass die Vorstellungen über einen Datenkanon weit auseinander gehen.“ Seine Befragung hat Prof. Sauer in der Zeitschrift „Geschichte in Wissenschaft und Unterricht“ vorgestellt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft