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Geothermie und induzierte Seismizität

Auch im Umfeld von Anlagen der tiefen Geothermie kann es, wie auch durch Bergbau oder schwankende Wasserstände in Stauseen, zu von Menschen verursachten seismischen Ereignissen kommen. Diese werden als induzierte Seismizität bezeichnet. Im Bereich der Geothermie liegen diese Mikrobeben unterhalb oder knapp oberhalb der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit. Um deren Entstehung zu erforschen und Konzepte zur Vermeidung zu entwickeln, haben Geowissenschaftler aus Deutschland im Forschungsprojekt MAGS über Jahre zusammengearbeitet.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Warum es beim Blinzeln nicht dunkel wird

Verstehen, wie Wahrnehmung und Gedächtnis interagieren
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Schweine bilden ein visuelles Konzept menschlicher Gesichter

Entgegen bisheriger Tests scheinen Schweine doch über eine bessere visuelle Wahrnehmung zu verfügen als angenommen. KognitionsforscherInnen des Messerli Forschungsinstitutes zeigten in einer neuen Studie, dass sich diese Tiere nicht nur einprägen ob sie uns von vorne oder hinten sehen, sondern, dass sie dazu augenscheinlich bestimmte Merkmale wie unsere Augen oder den Mund als Gedächtnishilfe nutzen. Die Ergebnisse rücken die bislang eher pessimistisch aufgefassten, visuellen Kognitionsfähigkeiten der klugen Schweine in ein bei weitem besseres Licht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Kölner Sozialpsychologen erklären, warum wir andere Menschengruppen als negativ wahrnehmen

Andere Menschengruppen werden als negativ wahrgenommen, weil negative Eigenschaften vielfältiger und leichter zu unterscheiden sind / Kölner Sozialpsychologen präsentieren Wahrnehmungsmodell, das die Abwertung von Fremdgruppen erklärt
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Menschliche Wahrnehmung – Magnetische Muster im Gehirn

LMU-Forscher haben erstmals die Verteilung magnetischer Kristalle im gesamten menschlichen Gehirn untersucht. Die Studie zeigt, dass sie asymmetrisch verteilt und vor allem im Kleinhirn und Hirnstamm zu finden sind.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Studie: Mehr als zwei Drittel der Chinesen bewerten Sozialkreditsysteme in ihrem Land positiv

Etwa 80 Prozent der chinesischen Internetnutzerinnen und -nutzer bewerten die staatlichen und kommerziellen Sozialkreditsysteme in ihrem Land positiv. Dies zeigt eine Studie zur öffentlichen Wahrnehmung solcher Systeme, mit denen das Verhalten von Bürgern, Unternehmen und Organisationen über Belohnungs- und Bestrafungsmechanismen gesteuert werden soll. Die Studie, die unter Leitung der Politologin Prof. Dr. Genia Kostka am Institut für Chinastudien der Freien Universität Berlin durchgeführt und am Montag in Berlin veröffentlicht wurde, basiert auf einer für chinesische Internetnutzer repräsentativen Online-Befragung von mehr als 2.200 chinesischen Bürgerinnen und Bürgern.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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FENS FORUM BERLIN STARTET: EINE ERFOLGSGESCHICHTE DER HIRNFORSCHUNG

Erkrankungen des Gehirns sind für mehr als ein Viertel der Krankheitslast in der Europäischen Union verantwortlich: Millionen von Menschen leiden unter Alzheimer, Multipler Sklerose, den Folgen von Schlaganfällen, Depressionen oder Psychosen. Dies spiegelt sich auch im Programm des 11. Forums der europäischen neurowissenschaftlichen Gesellschaften wider, an dem vom 7.-11. Juli in Berlin mehr als 7000 Wissenschaftler aus 77 Ländern teilnehmen: rund 1300 Beiträge sind Erkrankungen des Nervensystems gewidmet. Doch es geht ebenso um Wahrnehmung und Verhalten, um Lernen und Denken, um chronische Schmerzen und Schlaf oder auch darum, was im Gehirn abläuft, wenn aus Fremden Freunde werden.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Düzen Tekkal, Nadia Murad, Konstantin Flemig – Wie die digitalen Medien das Yezidentum und dessen Wahrnehmung verändern

Wer die tiefgreifenden und komplexen Auswirkungen digitaler Medien auf das Selbst- und Fremdverständnis von Menschen erfassen möchte, sollte sich mit dem Yezidentum – früher oft: Jesidentum, heute oft: Ezidentum – befassen. Bis Mitte des 20. … Weiterlesen (Mehr in: KosmoLogs)

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Kognitionsforschung: Wenn Schiris die Zeitlupe sehen, zeigen sie häufiger Rot

In Russland beginnt bald die erste Weltmeisterschaft mit Videobeweis. Forscher zeigen, dass das Probleme macht: Zeitlupen verändern die Wahrnehmung der Schiedsrichter. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Sprengung der Leipziger Universitätskirche

Heute vor 50 Jahren besiegelten die Stadtverordneten das Schicksal der einstigen Universitätskirche St. Pauli am Leipziger Augustusplatz. Der intensive Widerstand gegen die Sprengung ist gut dokumentiert. Für Dr. Katrin Gurt, Wissenschaftlerin am Historischen Seminar der Universität Leipzig drängte sich dabei unter anderem die Frage auf: Wie konnte die Kirche trotz dieser starken Protestbewegung dennoch gesprengt werden? Ihr Fazit: „Durch die Berichte zum aktiven und passiven Widerstand ist eine Schieflage zwischen der historischen Betrachtung einerseits und der Wahrnehmung in der Bevölkerung andererseits entstanden.“
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Optimierte Wahrnehmung zu Zeiten der Dämmerung

Das Gehirn verarbeitet schwache visuelle Reize morgens und abends besser als mittags. Das sicherte den Menschen früher einen Überlebensvorteil, denn in der Dämmerung lauerte die Gefahr.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Pestizide machen Bienen das Lernen schwer

Wissenschaftlerinnen der Universität Würzburg haben den Einfluss eines neuen Pestizids auf die Honigbiene untersucht. Hoch dosiert zeigt es einen negativen Einfluss auf die Geschmackswahrnehmung und das Lernvermögen der Tiere.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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LSD lockert Grenzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung

LSD reduziert die Grenze zwischen der Wahrnehmung der eigenen und anderen Personen und wirkt sich dadurch auf die soziale Interaktion aus. An dieser Veränderung im Gehirn ist der Serotonin 2A-Rezeptor beteiligt, wie Forschende der Universität Zürich zeigen. Diese Erkenntnis könnte helfen, neue Therapien für psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder Depression zu entwickeln.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Vernetzung im Hirn: Wieso Synästhetiker Klänge farbig sehen

Der Mittwoch ist gelb, die Zahl 4 rot: Menschen mit Synästhesie verknüpfen Gedanken und Eindrücke mit Sinneswahrnehmungen. Nun haben Forscher die genetischen Grundlagen des mysteriösen Phänomens untersucht. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Wahrnehmung: Warum wir besser hören, was wir sehen

Wir verstehen Geräusche besser, wenn wir die Quelle sehen – für dieses Phänomen präsentieren Forscher nun eine verblüffende Erklärung. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Das Prinzip der optischen Täuschung technisch imitiert

Damit wir uns in unserer Umgebung zurechtfinden und schnelle Entscheidungen treffen können, muss das menschliche Gehirn in kurzer Zeit viele Informationen verarbeiten. Wie genau es den gigantischen Datenstrom beherrscht, den unsere Sinnesorgane liefern, ist noch nicht vollständig erforscht. Um die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen, wollen Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die biologische Informationsverarbeitung technisch nachbilden. Anhand optischer Täuschungen haben sie jetzt gezeigt, wie sich Wahrnehmungsprozesse in einem Schaltkreis aus nanoelektronischen Bauelementen simulieren lassen. Ihre Ergebnisse erschienen in der Zeitschrift Science Advances.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Ursache und Wirkung, der Wolf versteht das besser als der Hund

Greift man auf den heißen Herd, dann verbrennt man sich. Das Prinzip von Ursache und Wirkung lernt der Mensch schon von Kindesbeinen an. Doch auch Tiere, wie der Wolf, verstehen diesen Zusammenhang und das sogar besser als ihre von uns domestizierten Nachfahren. Forschende am Wolf Science Center der Vetmeduni Vienna zeigten, Meister Isegrim hat ein ausgeprägteres kausales Verständnis als Hunde und er reagiert auch auf kommunikative Hinweise von Menschen gleichwertig. Die Studie in Scientific Reports gibt damit einen Einblick, dass sich Domestikation möglicherweise auf die Wahrnehmung auswirken kann.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wahrnehmungsprobleme: Forscher: Glasfassaden sind für Fledermäuse lebensgefährlich

(Mehr in: RSS-Feed Wissenschaft – die neusten Meldungen zum Thema Wissenschaft von STERN.DE)

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Reaktion auf Anschläge: Wahrnehmungsforscher: Darum stumpfen wir gegen den Terror ab

(Mehr in: RSS-Feed Wissenschaft – die neusten Meldungen zum Thema Wissenschaft von STERN.DE)

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Optische Reizverarbeitung: Forscher entdecken Schalter für schnelleres Sehen im Fliegenauge

Wissenschaftler der Uni Hohenheim und der Hebrew University of Jerusalem zeigen, was die schnelle Wahrnehmung von Lichtreizen in der Sehzelle von Fruchtfliegen ermöglicht
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wissenschaftler erforschen an Fruchtfliegen, wie Nervenzellen Reize wahrnehmen

Sensorische Nervenzellen haben die Aufgabe, Reize unserer Umwelt wahrzunehmen und an das Gehirn weiterzuleiten. Nun haben Wissenschaftler der Universitäten Leipzig und Würzburg erstmals am Tiermodell der Fruchtfliege beobachten können, wie eine bisher wenig erforschte Klasse von Rezeptorproteinen als molekulare Antennen für die Wahrnehmung von mechanischen Reizen in die Kommunikation von Nervenzellen eingreift. Ihre aktuellen Forschungsergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift eLife.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Stolperstein Unternehmenskultur

Digitalisierung

Stolperstein Unternehmenskultur

Mitarbeiter empfinden die Kultur ihres Unternehmens alles andere als digital. Die Wahrnehmungen seitens Management und Belegschaft klaffen oft weit auseinander.

(Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

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Innere Uhr aus dem Takt: Unregelmäßige Zeitwahrnehmung bei Schizophrenie

Metastudie untersucht Zeitwahrnehmung und zeitliche Informationsverarbeitung bei Patienten mit Schizophrenie anhand von 68 Studien aus 65 Jahren
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Zebras: Immer der Erinnerung nach

Frankfurt am Main, den 23.05.2017. Zebras folgen ihrer Erinnerung, um auf der alljährlichen Wanderung während der Regenzeit ihr Ziel zu erreichen. Entscheidend für ihre Route ist die Erinnerung daran, wie die Vegetation am Zielort durchschnittlich in der Vergangenheit ausgesehen hat. Die unterwegs vorgefundende Vegetation und deren kurzfristige Wahrnehmung spielt für die Richtung eine untergeordnete Rolle. Das berichtet ein Senckenberg-Forscherteam ¬im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society B“. Die Wanderrouten großer Landsäugetiere wie Zebras könnten daher weniger flexibel sein als bisher angenommen wurde.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?

In einer retrospektiven Studie mit über 600 Epilepsiepatienten untersuchten Neurologen des Universitätsklinikums Jena (UKJ), ob die Wahrnehmung von Epilepsie-Patienten, dass das Risiko für epileptische Anfälle mit dem Wetter schwankt, wissenschaftlich belegbar ist. Ihre jetzt in der Fachzeitschrift Epilepsia veröffentlichte Studie konnte tatsächlich ein vergrößertes Anfallsrisiko bei niedrigem Luftdruck und hoher Luftfeuchtigkeit nachweisen – sommerliche Temperaturen dagegen ließen das Risiko sinken.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Elefanten: Sensible Dickhäuter

Elefanten sind nicht plump und groß. Sie haben eine erstaunlich gute Körperwahrnehmung. Und merken sogar, wenn sie sich selbst im Wege stehen. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Zimmer mit Durchblick – wie Kulturunterschiede die Wahrnehmung von Raumgrößen beeinflussen

Kulturelle Unterschiede bei der räumlichen Wahrnehmung sind weitgehend unerforscht, wodurch häufig der Eindruck entsteht, dass räumliche kognitive Prozesse universell seien. Im Gegensatz zu dieser Auffassung zeigen Aurelie Saulton und ihre KollegInnen aus der Abteilung von Prof. Bülthoff am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik sehr wohl kulturelle Unterschiede auf, die bei der räumlichen Volumenwahrnehmung von computergenerierten Räumen zwischen Deutschen und Südkoreanern bestehen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Selbstwahrnehmung: Elefanten bestehen Kleinkinder-Test für Körperbewusstsein

(Mehr in: RSS-Feed Wissenschaft – die neusten Meldungen zum Thema Wissenschaft von STERN.DE)

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Optische Täuschung: Diese Erdbeeren sind rot? Falsch!

Das Gehirn spielt mit unserer Wahrnehmung: Wir sehen Rot, wo eigentlich überhaupt keine roten Pixel zu sehen sind. Wie funktioniert das? (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Wenn der Schmerz keine Worte findet – Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung

Schmerzwahrnehmung ist etwas sehr Subjektives. Wie stark und auf welche Art wir einen Schmerz erleben, wissen nur wir selbst. Um unser Schmerzerleben anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen, bedarf es der Sprache. Doch was ist, wenn ein Patient nicht in der Lage ist, über seinen Schmerz zu reden? Ulmer Wissenschaftler setzen in diesem Fall auf Künstliche Intelligenz. Ihr Ziel: die automatisierte Schmerzerkennung.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Bereits Spuren von Insektiziden machen Wespen geruchsblind

Biologen der Universität Regensburg untersuchten in einer Studie die Wirkung des Insektizids Imidacloprid auf parasitische Wespen, die andere Insekten parasitieren und so quasi als natürliche Schädlingsbekämpfer dienen. Sie fanden heraus, dass selbst geringste Mengen des Wirkstoffes die Wahrnehmung von chemischen Signalen bei den Insekten stören, so dass sie nicht mehr in der Lage sind, Paarungspartner und Wirte für die Eiablage zu finden.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wo Erinnerungen auf Erfahrungen treffen

„Wahrnehmung ist, wenn unser Gehirn Erfahrungen mit neuen Informationen aus Sinneswahrnehmungen verknüpft“, erklärt Matthew Larkum, Professor für Neuronale Plastizität an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und Leiter des Larkum Labs. In einer aktuellen Studie konnten er und sein Team nun einen wesentlichen Mechanismus der Wahrnehmung im Gehirn ausfindig machen und ihn gezielt manipulieren. Ihre Ergebnisse stellt das Team nun in der Fachzeitschrift Science vor.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Neuer Wirkstoff lindert neuropathischen Schmerz

Bei Menschen, die an Nervenverletzungen oder Erkrankungen wie der diabetischen Neuropathie leiden, kann die leichteste Berührung heftigen Schmerz auslösen. Ein Forschungsteam am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) hat nun einen Weg gefunden, wie sich der Schmerz bei Mäusen durch Injizieren eines chemischen Wirkstoffs in die Haut unterdrücken lässt. Die Substanz hemmt einen Ionenkanal im Nervensystem, der verantwortlich ist für die Wahrnehmung leichten mechanischen Drucks. Nach Verletzungen führt eine Aktivierung dieses Kanals auch zu neuropathischen Schmerzen. Die neue Substanz lässt diese Art Schmerz verschwinden. Die Methode könnte auch beim Menschen funktionieren.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Hohe Töne, hohe Farben

Ich war letztens mit meinem Kind in einem Kurs zu musikalischer Früherziehung. Das macht dem Quantenkind viel Spaß, aber eine Übung hat mich stutzig gemacht: Wir sollten dem Kind ein natürliches Gefühl für Tonhöhen vermitteln, in dem wir mit den Händen entsprechend gezeigt haben, wie die Töne einer Melodie hoch und wieder runter gehen.

An dieser natürlichen Zuordnung zweifle ich als Physiker. Der Kammerton a1 hat eine Frequenz von 440 Hz. Höhere Töne haben eine höhere Frequenz, eine (räumlich) kürzere Wellenlänge, eine (zeitlich) kürzere Periode; tiefere Töne haben eine niedrigere Frequenz, eine längere Wellenlänge und eine längere Periode. Dabei bezieht sich das Gegensatzpaar höher—niedriger auf den Zahlenwert der Frequenz und hat keine räumliche Entsprechung. Kürzer—länger bezieht sich auf den räumlichen oder zeitlichen Abstand zweier Druckmaxima der Schallwelle.

Dass ein Ton höher ist als ein anderer, hat keine physikalische Entsprechung. Es ist eine Konvention von höheren und tieferen Tönen zu sprechen. Sie stimmt mit der Notenschreibweise überein, bei der hohe Töne auf oder zwischen den oberen Strichen zu finden sind. Mit der Anordnung einer Klaviatur jedoch nicht. Dort sind die hohen Töne rechts, die tiefen links.

Wäre die Zuordnung von Tönen zu hoch und tief physikalischen Ursprungs, so müssten wir auch bei Farben von hohen und tiefen Farbtönen sprechen. Hier gibt es aber nichts dergleichen. Es gibt einen Farbkreis und es gibt kalte und warme Töne. Physikalisch sind Farben und Töne sehr ähnlich. Beides sind Wellenphänomene. Sie haben Frequenzen, Perioden und Wellenlängen. Der Unterschied liegt lediglich darin, was schwingt. Bei Licht ist es elektrisches Feld, bei Tönen Luftdruck.

Physiologisch sind die Unterschiede dagegen groß. Licht wird nicht direkt anhand der Wellenlänge identifiziert sondern über Farbpigmente im Auge, die jeweils auf ein bestimmtes Spektrum von Licht reagieren. Es gibt dabei drei Farbrezeptoren, deren Spektralbereich weit überlappt. Diese Rezeptoren erlauben keine direkte Wahrnehmung der Frequenzen. Dass grünes Licht zwischen blauem und rotem liegt, entgeht dem Auge. Deshalb nehmen wir die drei Grundfarben gleichwertig an und es entsteht der Farbkreis, eigentlich ein Farbdreieck.

Geräusche nimmt das Ohr dagegen in sehr viel feinerer Abstufung wahr. Verschieden hohe Töne erzeugten an verschiedenen Stellen der Hörschnecke maximal starke Schwingungen. Das Ohr erspürt die Tonhöhe kontinuierlich in einem weiten Frequenzbereich. Damit ist eine lineare Skala durchaus natürlich.

Die räumliche Anordnung dieser Skala – als vertikale Achse mit kurzen Wellenlängen oben und langen Wellenlängen unten – halte ich dagegen für eine Konvention. Töne könnten statt hoch und tief auch links und rechts oder nah und fern sein.

Nun haben gesellschaftliche Konventionen immer eines gemeinsam: Sie sind willkürlich aber nicht beliebig. Vor allem sind sie nicht schell und einfach zu ändern. Die Gesellschaft setzt Änderungen von Konventionen eine erhebliche Trägheit entgegen. Ich denke in diesem Fall, dass es gut ist, Kindern die Konvention hoher und tiefer Töne nahe zu bringen. Sie ist ganz nützlich im Alltag. Natürlich ist sie vermutlich nicht.

Der Beitrag Hohe Töne, hohe Farben erschien zuerst auf Quantenwelt.

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Buchveröffentlichung: Wahrnehmung von Klimarisiken und Maßnahmen gegen Klimawandel sind Kulturfragen

Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel scheitern vielerorts nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an sozialen und kulturellen Differenzen zwischen politischen und gesellschaftlichen Akteuren. Wissen über den Klimawandel wird weltweit unterschiedlich aufgenommen, dies zeigt nicht nur die wachsende Zahl von „Klimaskeptikern“. In einer Studie ist der Kulturwissenschaftler und Soziologe Dr. Thorsten Heimann diesen Unterschieden in der Wahrnehmung und Bewertung des Klimawandels auf den Grund gegangen. Er fand heraus, dass räumlich differenzierte kulturelle Verarbeitungsmuster die Ursache für unterschiedliche Sichtweisen auf den Prozess sind – mit Folgen für adäquate Maßnahmen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft