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Meeresspiegelanstieg: Stabilitäts-Check der Antarktis offenbart enorme Risiken

Je wärmer es wird, desto rascher verliert die Antarktis an Eis – und viel davon wohl für immer. Dies hat ein Team des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Columbia University und der Universität Potsdam in einer jetzt in Nature als Titelgeschichte veröffentlichten Studie herausgefunden. Darin untersuchen sie die Stabilität des Antarktischen Eisschilds bei fortschreitender globaler Erwärmung. In rund einer Million Stunden Computerrechenzeit zeigen ihre beispiellos detaillierten Simulationen, wo genau und bei welcher Erwärmung der Eisschild instabil wird und große Teile schließlich schmelzen oder in den Ozean abrutschen würden.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Schmerzmittel: „Es fühlte sich so an, als würde mein Gehirn schmelzen“

Der Bioethiker Travis Rieder hatte einen Unfall, bekam starke Schmerzmittel, wurde abhängig. Heute versteht er, warum in den USA viele an einer Opioid-Überdosis sterben.

Quelle: ZEIT Wissen

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Artensterben: Arktis ohne Eisbären

Eisbärin mit Jungen

Wenn die Emissionen nicht bald sinken, könnte es auf der Erde schon 2100 fast keine Eisbären mehr geben. Für die Jagd sind die Tiere auf festes Eis angewiesen, doch das lässt der Klimawandel schmelzen.

Quelle: SZ.de

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Wind trägt Mikroplastik in die Arktis

Mikroplastikteilchen können vom Wind über weite Distanzen transportiert werden – und enden in so entlegenen Gegenden wie der Arktis. Dort könnten die dunkel gefärbten Teilchen unter anderem dazu führen, dass Schnee- und Eismassen schneller schmelzen. Ein internationales Forscher*innenteam um Andreas Stohl von der Universität Wien hat errechnet, dass pro Jahr 48.000 Tonnen Mikroplastik in der Arktis landen und insgesamt etwa 140.000 Tonnen Mikroplastik aus dem Straßenverkehr über die Atmosphäre in die Ozeane transportiert werden. Die Studie erscheint in Nature Communications.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Internationale Studie: Wie lässt sich Gletscherschmelze genauer vorhersagen?

Die Gletscher der Welt schmelzen. In der Arktis und den Hochgebirgen der Welt, in denen Gletscher zuhause sind, steigen die Temperaturen schneller als anderswo auf der Erde. Viele Gletscher sind nun kleiner als je zuvor in ihrer langen Geschichte von mehreren zehntausend Jahren. Um besser abschätzen zu können, wie Gletscher im 21. Jahrhundert weiter schmelzen, hat eine internationale Studie unter Federführung der Universität Bremen unterschiedliche Modelle miteinander verglichen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Zellteilung: Embryos entstehen womöglich ein paar Stunden später als gedacht

Damit ein Embryo entsteht, müssen die Zellkerne von Vater und Mutter in der Eizelle verschmelzen. Nun zeigt sich: Das geschieht wohl erst nach der ersten Teilung. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Daten aus der Vergangenheit zeigen, wie eine wärmere Welt künftig aussehen wird

Daten zu einzelnen Wärmeperioden aus der Vergangenheit liefern Hinweise darauf, wie die Erde künftig aufgrund der globalen Klimaerwärmung aussehen könnte. Eine internationale Gruppe von 59 Forschenden aus 17 Ländern hat nun Daten zu vergangenen Wärmeperioden ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Ökosysteme und Klimazonen wegen der Erwärmung verschieben und die polaren Eismassen im Verlauf der nächsten Jahrtausende stark schmelzen werden.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Cyborgs: Autsch! Bodyhacker implantiert sich Busticket

Cyborgs und Bodyhacker wollen mit Technologie verschmelzen und die Evolution selbst in die Hand nehmen. Zwei berichten im ZEIT-WISSEN-Podcast über Selbstexperimente. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Eis auf Grönland: Das rätselhafte Schmelzen der dunklen Zone

Am westlichen Rand des grönländischen Eisschildes befindet sich ein riesiger Dreckfleck. In dieser dunklen Zone schmilzt das Eis besonders schnell. Forscher sind der Ursache auf der Spur. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Selbstleuchtender Tiefseefisch: Forscher filmen erstmals lebenden Fächerflossen-Seeteufel

Bei der Paarung von Fächerflossen-Seeteufeln verschmelzen die Tiere, anschließend verdaut das Weibchen das Männchen. In der Tiefsee haben Forscher das Verhalten nun erstmals gefilmt. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Erderwärmung: Kein Gletscher ist mehr für die Ewigkeit

Ein Drittel der globalen Gletschermasse wird schmelzen – egal, ob der Klimaschutz vorankommt. Das zeigt eine neue Prognose. Nur einige Eisriesen sind wohl noch zu retten. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Klimawandel: Gletscherschmelze nicht mehr abwendbar

Forscher der Universitäten Bremen und Innsbruck zeigen in einer aktuellen Studie, dass das weitere Abschmelzen der Gletscher im laufenden Jahrhundert nicht mehr verhindert werden kann – selbst wenn alle Emissionen jetzt gestoppt würden. Aufgrund der langsamen Reaktion der Gletscher auf Klimaänderungen hat unser Verhalten heute über das 21. Jahrhundert hinaus allerdings massive Auswirkungen: Fünfhundert Meter Autofahrt mit einem Mittelklasse-Fahrzeug kosten langfristig ein Kilo Gletschereis. Die Studie wurde im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlicht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Aktuelle Studie zum Klimawandel: Gletscherschmelze nicht mehr abwendbar

Forscher der Universitäten Bremen und Innsbruck zeigen in einer aktuellen Studie, dass das weitere Abschmelzen der Gletscher im laufenden Jahrhundert nicht mehr verhindert werden kann – selbst wenn alle Emissionen jetzt gestoppt würden. Aufgrund der langsamen Reaktion der Gletscher auf Klimaänderungen hat unser Verhalten heute über das 21. Jahrhundert hinaus allerdings massive Auswirkungen: Fünfhundert Meter Autofahrt mit einem Mittelklasse-Fahrzeug kosten langfristig ein Kilo Gletschereis. Die Studie wurde im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlicht.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Teleskop-Aufnahme: "Hubble" zeigt verschmelzende Galaxien

In einer Entfernung von 350 Millionen Lichtjahren kommen sich zwei Galaxien immer näher. Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat sie fotografiert. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Wetteranomalien verstärken Meereisschwund

ETH-Forschende zeigen auf, weshalb vor zwei Jahren das Meereis in der Arktis mitten im Winter zu schmelzen begann. Und dass der verstärkte sommerliche Eisschwund mit wiederkehrenden Schönwetterperioden zu tun hat.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Winzige Eisverluste an den Rändern der Antarktis können Eisverluste in weiter Ferne beschleunigen

Wenn kleine Flächen des schwimmenden Eises an der Küste der Antarktis dünner werden, kann das die Bewegung von Eis beschleunigen, das hunderte Kilometer entfernt auf dem Festland aufliegt. Das zeigt eine neue Studie. Es ist bekannt, dass die schwimmenden Eisschelfe, die den Kontinent umgeben, die Eissströme vom Land in den Ozean regulieren. Bisher wurde angenommen, dass der Eisfluss besonders anfällig ist für das Abschmelzen an der Unterseite der Schelfe nahe der Aufschwimmlinie, wo das Eis vom Land ins Meer fließt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Gravitationswellen: Erneut Fusion Schwarzer Löcher nachgewiesen

Zum fünften Mal haben Forscher die Signale von zwei verschmelzenden Schwarzen Löchern aufgefangen. Das Paar war besonders leicht. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Klage gegen RWE: "Wir wollen auf die Klimaverhandlungen Einfluss nehmen"

Ein Bauer aus Peru verklagt RWE. Es geht um schmelzende Gletscher in Südamerika – und um CO2-Emissionen bei uns. Im Interview verrät sein wichtigster Unterstützer, warum er in Anwaltskosten investiert statt in einen Damm. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Grönlands Gletscherschmelze: Gefahr aus der Tiefe

Messungen zeigen eine Bedrohung am Meeresgrund vor Grönland: Gletscher, die ins Meer ragen, drohen schnell zu schmelzen. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Verschmelzende Neutronensterne: Eine weltweite Beobachtungskampagne

Die Geschichte ging am Montag dann ja auch gleich durch die Medien: erstmals sind verschmelzende Neutronensterne anhand ihrer Gravitationswellen nachgewiesen worden, und direkt darauf, wie vorhergesagt, der zugehörige kurze Gammablitz. Warum das aufregend ist hatte … Weiterlesen (Mehr in: KosmoLogs)

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Wichtiges Molekül für Botenstoffausschüttung in Synapsen identifiziert

Der Freisetzungsort ist entscheidend
Damit Nervenzellen miteinander kommunizieren können, werden an ihren Kontaktstellen, den Synapsen, chemische Botenstoffe freigesetzt. Dies geschieht durch synaptische Vesikel (Bläschen), die dabei mit der Zellmembran verschmelzen. Dieser Vorgang findet nicht irgendwo statt, sondern an ganz bestimmten Stellen innerhalb der Synapse. Wissenschaftler vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und der Freien Universität Berlin haben nun das Molekül identifiziert, das diese Freisetzungsorte definiert und damit ein großes Rätsel in den Neurowissenschaften gelöst. Jetzt ist die wegweisende Arbeit im renommierten Fachmagazin „Neuron“ erschienen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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„Amyloid"-Fäden fangen unbrauchbare Spermien ein – Eiweißfasern an Samenselektion beteiligt

Von den Millionen männlicher Samenzellen im Sperma, die sich zur Befruchtung auf den Weg zur Eizelle machen, wird nur eine einzige ihr Ziel erreichen und mit ihr verschmelzen. Dabei gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gut, wenn unliebsame Konkurrenz dabei auf der Strecke bleibt. Wissenschaftler der Universität Ulm und der University of California San Francisco (UCSF) haben nun herausgefunden, dass klebrige Eiweiß-Fäden unbrauchbare und beschädigte Spermien „einfangen“ und damit deren Entsorgung durch die weibliche Immunabwehr erleichtern.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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PC-Geschäft von Fujitsu und Lenovo verschmelzen

Baldige Einigung in Sicht

PC-Geschäft von Fujitsu und Lenovo verschmelzen

Die Hardware-Schwergewichte Fujitsu und Lenovo wollen ihr PC-Geschäft verschmelzen. Eine Einigung hierzu soll laut Fujitsu-Präsident Tatsuya Tanaka schon bald erfolgen.

(Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

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Gravitationswellen: Forscher beobachten zwei verschmelzende Schwarze Löcher

(Mehr in: RSS-Feed Wissenschaft – die neusten Meldungen zum Thema Wissenschaft von STERN.DE)

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Arktis: Schmelzendes Eis führt zu Billionenkosten

Die Arktis erwärmt sich stärker als jedes andere Gebiet der Erde und verändert sich dramatisch. Ein neuer Bericht zeigt, wie massiv sich das einstmals ewige Eis wandeln wird – und wie teuer uns das zu stehen kommen kann. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Schmelzendes Grönlandeis veränderte Ozeanströmung

Deutsch-niederländisches Forschungsteam findet Belege für markante Kältephase in der Warmzeit vor 400.000 Jahren

11.04.2017/Kiel. Was passiert, wenn im Zuge der globalen Erwärmung das Inlandeis in Grönland weiter schmilzt? Ein Blick in die Vergangenheit der Erde kann Hinweise auf mögliche Antworten liefern. Ein deutsch-niederländisches Forscherteam hat jetzt im Meeresboden des Nordatlantiks Belege für eine Veränderung der Ozeanzirkulation in einer Warmphase vor rund 400.000 Jahren gefunden. Wie das Team jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Scientific Reports schreibt, war damals wahrscheinlich Schmelzwasser aus Grönland die Ursache der Veränderung.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Forscher entschlüsseln die Antriebskräfte der Wanderung großer Eisberge

Tafeleisberge treiben acht Jahre und länger durch das Südpolarmeer und schmelzen vor allem an der Unterseite
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Kalte Platten und heiße Schmelzen

Die Bewegung von Erdplatten prägt das Gesicht unserer Erde. Dort wo eine Erdplatte unter eine andere abtaucht, entstehen Vulkane und erschüttern Erdbeben den Untergrund. Beispiele für solche sogenannten Subduktionszonen liegen vor der Küste von Indonesien, Chile und Japan. Doch wie genau beginnt dieser Prozess? Im Rahmen des International Ocean Discovery Program konnte ein internationales Wissenschaftsteam 2014 erstmals den Ursprung einer Subduktionszone erbohren und untersuchen. Das Team veröffentlicht seine Daten jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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„Warmzeit“ ist nicht gleich „Warmzeit“

Internationales Forschungsteam veröffentlicht neue Erkenntnisse zu Entwicklung der Nordmeere in Warmzeiten
Aufgrund steigender Temperaturen und schmelzender Gletscher werden sich die Wassereigenschaften im Europäischen Nordmeer verändern. Um eine Idee von den Auswirkungen zu erhalten, untersucht die Wissenschaft auch die Entwicklungen in vergangenen Warmzeiten. Doch zwei aktuelle Studien internationaler Forschungsteams zeigen, dass die Wassereigenschaften in den Nordmeeren während verschiedener Warmzeiten durchaus unterschiedlich waren.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Eiweißreiches Essen lässt Leberfett schmelzen

Potsdam-Rehbrücke – Wie eine neue Ernährungsstudie unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) zeigt, verringert eiweißreiches Essen innerhalb von sechs Wochen bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Leberfett um bis zu 48 Prozent. Dabei war es egal, ob die Kost vorwiegend auf pflanzlichem oder tierischem Eiweiß basierte. Das Wissenschaftlerteam um Mariya Markova, Olga Pivovarova, Silke Hornemann und Andreas F. H. Pfeiffer vom DIfE, einem Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), veröffentlichte seine Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift Gastroenterology (Markova et al. 2016; DOI: http://dx.doi.org/10.1053/j.gastro.2016.10.007).
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Dell und EMC schmelzen zusammen

Dell EMC World 2016

Dell und EMC schmelzen zusammen

Auf der Dell EMC World 2016 trat Konzernchef Michael Dell nun als Oberhaupt des neuen IT-Riesen auf. Im Zentrum der Hausmesse stand die Verschmelzung der beiden Unternehmen.

(Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

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Warm wie Jupiter, kälter als die Sonne

Mein Vater war gelernter Huf- und Wagenschmied und erzählte immer, wie sein Chef ihm ausgetrieben hat, rot glühendes Eisen „heiß“ zu nennen: „Heiß ist die Suppe, wenn sie von Herd kommt, das Eisen ist warm!“ Warum Eisen für Schmiede nicht heiß ist, ist wahrscheinlich ähnlich grundlegend wie, warum Ingenieure von Schraubendrehern reden, wenn sie Schraubenzieher meinen. Man gewöhnt sich dran.

Weniger auf Gewohnheit beruhend ist der Begriff „warm dense matter“ für einen Zustand, den wir alltags-sprachlich eher als „heiß“ bezeichnen würden: Warm ist Materie, wenn ihre innere Energie ausreicht, um Elektronen von Atomrümpfen zu trennen, nicht aber, um Verschmelzung der Atomkerne, also Kernfusion auszulösen. Sie ahnen schon, wo so etwas vorkommt: Große Planeten wie Saturn oder Jupiter erzeugen in ihrem inneren große Drücke, in der Materie stark komprimiert und warm ist, aber keine Kernfusion einsetzt. Sonst wären es ja Sterne.

Aggregatzustände gehören zu den Phänomenen der Physik, hinter denen mehr steckt als die Schulweisheit sich träumen lässt. Wasser ist bei Zimmertemperatur flüssig. Erhitzen wir es über 100 °C hinaus, so verdampft es und wird gasförmig. Kühlen wir es unter 0 °C, gefriert es zu einem Festkörper. Dasselbe passiert mit allen einfacheren Stoffen, nur bei unterschiedlichen Temperaturen. Für Wasserstoff, dem einfachsten Atom, liegen die bei -252.9 °C und -259,3 °C.

Dass Temperatur fest, flüssig und gasförmig bestimmt, ist nicht die ganze Wahrheit, denn der Zustand von Materie hängt auch vom Druck ab. Ähnlich wie wir bei Normaldruck den Schmelz- und Gefrierpunkt von Materie angeben können, gibt es bei gegebener Temperatur einen Druck, bei dem die Flüssigkeit zu verdampfen beginnt, und einen Druck, bei dem sie fest wird.1

Druck und Temperatur sind also die entscheidenden Größen. Sind beide klein, so haben wir es mit Tieftemperaturphysik zu tun. Dort spielen quantenmechanische Effekte eine große Rolle. Hohe Drücke bei niedrigen oder moderaten Temperaturen sind relativ uninteressant, weil sich in dem Bereich nicht sehr viel tut, die Atome können sich kaum rühren. Hohe Temperaturen bei moderaten Drücken, finden wir in der Plasmaphysik, über die ich kürzlich erst schrieb.

Plasmen sind Gase aus Elektronen und Atomrümpfen. Sie sind, wenn sie durch Magnetfelder langfristig gehalten werden sollen, sehr dünn. Erst die Kombination aus hohen Drücken und hohen Temperaturen erlaubt es, Materie zu studieren, bei der Atomkerne und Elektronen frei sind, die Dichte aber in der Größenordnung von Flüssigkeiten oder Festkörpern sind. Wir reden von tausenden Grad und über hundert Gigapascal. Hier kommen wir in den Bereich warmer, dichter Materie.

Ist es schon schwer, dünne Plasmen lange Zeit zu halten, so ist das für warme, dichte Materie schlicht unmöglich: Es gibt auf der Erde keine Einrichtungen, Materie in der Dichte von Festkörpern und mit Plasmatemperaturen zu halten. Wände kommen nicht in Frage, weil sie schmelzen würden und die untersuchte Materie zu stark abkühlen. Magnetfelder können dem auftretenden Druck nicht widerstehen. In der Natur kommt warme, dichte Materie deshalb nur dort vor, wo die Schwerkraft von Planeten die Atome zusammen hält. Also im Erdkern oder in den Gasriesen Jupiter und Saturn.

Dort aber macht der Druck einen entscheidenden Unterschied. Während gefrorener Wasserstoff bei Normaldruck glasartig durchsichtig und nicht leitend ist, kann er bei hohem Druck und großer Temperatur metallisch sein. Wasserstoffatome sind chemisch gesättigt und lassen sich optisch nicht leicht anregen. So wie die Silizium-Dioxid-Moleküle im Glas. Deshalb sind beide Stoffe durchsichtig. Die Elektronen sind fest an ihren Atomen (bzw. Molekülen) gebunden und können sich nicht frei bewegen. Deshalb leiten Glas und gefrorener Wasserstoff nicht. Bei hohem Druck und hoher Temperatur sind die Elektronen dagegen frei beweglich. Sie haben ausreichend Energie, von Atom zu Atom zu gleiten. Warmer dichter Wasserstoff ist somit ein Metall.

Die elektrische Leitfähigkeit des metallischen Wasserstoffs im Kern großer Planeten hat Einfluss auf magnetische Felder dieser Himmelskörper. Sie ist außerdem ein Faktor der Wärmeleitfähigkeit und beeinflusst so den Wärmehaushalt der Planeten. Es ist also durchaus interessant, den Zustand warmer dichter Materie zu kennen.

Im Labor wird Materie durch Laser mit extremen Maximalleistungen oder Energiedichten kurzzeitig erzeugt. Der Laser treibt eine warme Druckwelle durch das Material und die Forscherinnen und Forscher beobachten entweder die dabei entstehende Strahlung oder sie proben den Zustand zeitgleich mit anderen Lasern oder mit Röntgenstrahlung. Das sind indirekte Messungen, die mit den Ergebnissen von Modellrechnungen verglichen werden müssen, um Aussagen über warme, dichte Materie zu machen. Solche Experimente werden unter anderem am European XFEL, an dem ich für Probenumgebungen zuständig bin durchgeführt werden.

Der Beitrag Warm wie Jupiter, kälter als die Sonne erschien zuerst auf Quantenwelt.

(Mehr in: Quantenwelt)

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Ransomware: Wenn dich dein Thermostat erpresst

Zwei aktuelle Techniktrends werden bald verschmelzen: das Internet der Dinge und Ransomware. „Smarte“ Haushaltstechnik wird dann Geld von ihren Besitzern verlangen. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Alles digital)

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Schmelzende Eisdecke könnte Schadstoffe aus dem Kalten Krieg freilegen

In den 60er Jahre wurde in Grönland ein militärischer Stützpunkt unter dem Eis aufgegeben. Eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Zürich zeigt nun: Durch den Klimawandel könnten gefährliche Abfallstoffe wieder an die Oberfläche gelangen, die eigentlich als für immer unter dem Eisschild begraben betrachtet wurden.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Schmelzendes Eis: Alpengletscher bekommt Sonnenhut

Die Eisriesen in den Alpen werden von Jahr zu Jahr kleiner. Am Rhonegletscher sollen weiße Planen die Schmelze verlangsamen – und eine berühmte Eishöhle schützen. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)