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Antibiotika bringen Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht

Wechselspiel zwischen Pilzen und Bakterien beeinträchtigt

Jena. Eine Behandlung mit Antibiotika beeinflusst das Mikrobiom im Verdauungssystem nachhaltig. Während sich die Bakterienflora innerhalb von 30 bis 90 Tagen nach Medikamentenbehandlung weitgehend regeneriert, verändert sich deren Wechselspiel mit den Pilzen, die ebenfalls den Darm besiedeln. In einer Kombination aus bioinformatischen Analysen und Laborexperimenten zeigte ein internationales Forscherteam nun, dass das friedliche Miteinander von Bakterien und Pilzen durch eine Antibiotikabehandlung in eine Konkurrenzsituation wechselt. Dies könnte in der Folge Pilzinfektionen begünstigen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Kohlmotte nutzt Pflanzenabwehrstoff als Signal für die Eiablage

Ein Forschungsteam der Landwirtschaftlichen Universität in Nanjing, China, und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena konnte zeigen, dass Isothiocyanate, die Kreuzblütengewächse eigentlich zur Verteidigung gegen Fraßfeinde bilden, Kohlmottenweibchen als Duftsignale dienen, damit sie ihre Eier auf diesen Pflanzen ablegen können. Die Wissenschaftler identifizierten zwei Geruchsrezeptoren, deren einzige Aufgabe darin besteht, diese Duftstoffe aufzuspüren und den Weg zum idealen Eiablageplatz zu weisen. Sie konnten damit zeigen, warum ein auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiertes Insekt von Substanzen angelockt wird, die eigentlich Schädlinge fernhalten sollen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Winzige Bodyguards – Helferbakterien stoppen und entwaffnen Krankheitserreger

Jena. Das Bakterium Pseudomonas tolaasii löst die Braunfleckenkrankheit beim Zuchtchampignon aus und sorgt für erhebliche Ernteverluste. Der vom Erreger gebildete Wirkstoff Tolaasin schädigt die Zellmembran der Pilze, sodass die Zellen absterben. Doch der Pilz hat Unterstützer, die ihn widerstandsfähig machen: Bakterien der Gattung Mycetocola inaktivieren das toxische Tolaasin und einen weiteren Wirkstoff, der der Beweglichkeit und Verbreitung des Erregers dient. Ein Forscherteam aus Jena nahm den molekularen Mechanismus der mikrobiellen Dreiecksbeziehung näher unter die Lupe. Das dabei entdeckte Schutzprinzip könnte Vorbild für Anwendungen in der Landwirtschaft oder Medizin sein.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Teufelszwirn nutzt das Blühsignal seiner Wirtspflanze für die Blütenbildung

Ein Team von Forschenden der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena hat untersucht, wie der parasitische Teufelszwirn Cuscuta australis seine Blütenbildung steuert. Sie zeigten, dass der wurzel- und blattlose Vollschmarotzer die Blühsignale seiner Wirtspflanzen abfängt, um seinen eigenen Blühmechanismus zu aktivieren. Die mit der jeweiligen Wirtspflanze synchronisierte Blüte sorgt dafür, dass der Parasit lange genug auf seinem Wirt wachsen kann, um die optimale Menge an Samen auszubilden und sich fortzupflanzen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Infektionskrankheit Melioidose: Schnelltest auf gefährlichen „Pseudorotz“ mit Thüringer Forschern entwickelt

InfectoGnostics-Forscher der Weimarer Firma Senova und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) in Jena haben gemeinsam mit weiteren Partnern aus Deutschland, Österreich und Thailand einen neuen Schnelltest auf Melioidose („Pseudorotz“, eine lebensbedrohliche Tropenkrankheit) entwickelt. In nur 15 Minuten detektiert der einfache und günstige Streifentest zuverlässig Antikörper im Blut der Patienten, die bei Infektionen mit dem Bakterium Burkholderia pseudomallei gebildet werden. Die Ergebnisse ihrer Machbarkeitsstudie wurden im Juli im Fachjournal PLOS Neglected Tropical Diseases veröffentlicht (doi: 10.1371/journal.pntd.0008452).

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Strigolactone machen Tabak widerstandsfähiger gegen Rüsselkäfer

Ein Team von Forschenden am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena hat in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in China und Korea herausgefunden, dass Pflanzenhormone der Gruppe der Strigolactone in der wilden Tabakart Nicotiana attenuata für die Feinabstimmung bei der Produktion von Abwehrstoffen im Stängel sorgt. Entscheidend ist dafür das Wechselspiel mit anderen an der Pflanzenabwehr beteiligten Hormonen. Pflanzen, die keine Strigolactone mehr bilden können, haben auch veränderte Gehalte an Jasmonaten und Auxinen und infolgedessen eine verringerte Abwehr gegenüber den stängelbohrenden Larven des Rüsselkäfers Trichobaris mucorea.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Macht das Stadtleben Hummeln größer?

Treiben Städte die Evolution von Hummeln voran? Einen ersten Hinweis dafür liefern Befunde einer neuen Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig: Demnach sind die Insekten in Städten größer und dadurch sogar produktiver als Vertreterinnen derselben Art auf dem Land. Die Unterschiede in der Körpergröße könnten eine Folge der zunehmend zerstückelten Lebensräume in Städten sein, wie das Forschungsteam in der Fachzeitschrift „Evolutionary Applications“ schreibt.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Pilz bietet Schutz gegen bakteriellen Angreifer

Jena. Bakterien der Gattung Streptomyces bilden zahlreiche Wirkstoffe, die ihr Überleben in der Natur sichern und dabei helfen, Nahrungskonkurrenten fernzuhalten. So sind die von manchen Streptomyceten gebildeten Azalomycine antimikrobiell aktiv und schädigen auch Zellen höherer Organismen, darunter die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii. Die Alge geht aktiv eine Partnerschaft mit dem Schimmelpilz Aspergillus nidulans ein und ist damit vor der Schadwirkung durch Azalomycin F geschützt. Ein Forscherteam aus Jena hat sich das komplexe Wechselspiel zwischen Bakterium, Pilz und Pflanze genauer untersucht.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Neues Konzept der bakteriellen Genregulation entdeckt

Forschungsteam des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ der Universität Jena spürt neue regulatorische sRNA-Moleküle auf

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Corona-Folgen für das Erdsystem

COVID-19 wirkt sich unmittelbar auf die Gesundheit, die Wirtschaft und das soziale Wohlergehen in unserem persönlichen Leben aus. Doch die Folgen für das gesamte Erdsystem, insbesondere solche, die sich aus den weltweit verhängten Kontaktbeschränkungen ergeben, könnten sehr viel weitreichender und langwieriger sein. Dies wurde in einer heute erschienenen Veröffentlichung in Nature Reviews von einem internationalen Team von Geowissenschaftlern analysiert, darunter Markus Reichstein, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Wie entsteht Kooperation? Forscher der Universität Osnabrück finden heraus, warum sich Organismen oft gegenseitig helfen

In der Natur unterstützen sich Organismen oft gegenseitig, um dadurch einen Vorteil zu erlangen. Diese Art der Hilfeleistung wiederspricht jedoch der von Charles Darwin vorgeschlagenen Evolutionstheorie: Wieso sollten Organismen wertvolle Ressourcen investieren, um damit anderen zu helfen? Eine unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Kost aus der Abteilung für Ökologie an der Universität Osnabrück durchgeführte Studie löst nun dieses Rätsel. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Current Biology (Link: 10.1016/j.cub.2020.06.100) veröffentlicht. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Smarte hauchdünne Nanoblätter fischen Proteine

Wie man schneller und einfacher zu hochaufgelösten dreidimensionalen elektronenmikroskopischen Bildern von Biomolekülen kommt, das hat ein interdisziplinäres Team aus Frankfurt und Jena herausgefunden.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Geheimnisvolles Baumharz: Heilende Wirkung von Weihrauch entschlüsselt

Weihrauch ist im Oman nach wie vor ein hochbezahltes und begehrtes Handelsgut.

Außer für kultische Zwecke wurde Weihrauch schon in der Antike als Wirkstoff genutzt. Doch erst jetzt haben Wissenschaftler aus Jena die molekulare Ursache für die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung des Baumharzes entschlüsselt.

Quelle: FAZ.de

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Mir geht’s gut, uns geht’s immer schlechter

Eine Glatze, die in der eigenen Geschichte dann doch nicht so richtig aufpasste: Thomas Kemmerich im Thüringer Landtag am 4. März 2020, als sein Vorgänger Bodo Ramelow zu seinem Nachfolger gewählt wurde

Gefühlte Abwertung im Kollektiv: Eine Tagung in Jena erörtert Schwierigkeiten des Regierens in der repräsentativen Demokratie im Ost-West-Vergleich.

Quelle: FAZ.de

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Aus dem Gleichgewicht – Fähigkeit zur Eliminierung verbrauchter Proteine hat Einfluss auf Hirnalterung und Lebensspanne

Altern ist der Hauptfaktor für Demenz und die Alzheimer´sche Neurodegeneration. Mit fortschreitendem Alter lagern sich toxische Proteinaggregate im Gehirn ab und beeinträchtigen neuronale Funktionen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena und der Scuola Normale Superiore, Pisa, Italien, untersuchte den Prozess der Gehirnalterung am Türkisen Prachtgrundkärpfling (N. furzeri). Sie konnten die zeitliche Abfolge molekularer Ereignisse während des Alterns nachweisen, die durch die frühe Abnahme der Proteasomenaktivität ausgelöst wird und zur Bildung von Aggregaten führt. Fische mit unveränderter Proteasomenaktivität lebten länger.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Wasserbakterien haben einen grünen Daumen

Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena entdeckt neue Naturstoffe, mit deren Hilfe Mikroben unter Wasser das Wachstum von konkurrierenden Organismen regulieren

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Neues Experiment-Design verbessert Reproduzierbarkeit

Internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Ökologen der Universität Jena empfiehlt Maßnahmen, um die Reproduzierbarkeit von biomedizinischen Versuchen zu erhöhen. Ihr Vorschlag ist, einen der Einflussfaktoren bei Experimenten – nämlich die biologische Variabilität – bereits in das Design des Experiments zu integrieren, um so allgemeingültigere Ergebnisse hervorzubringen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Zellen mit Licht steuern

Die Wirkung von Medikamenten mit Licht ein- und auszuschalten, damit beschäftigt sich die Photopharmakologie. Nun ist es Wissenschaftsteams aus Jena, München und New York erstmals gelungen, auf diesem Weg einen Bestandteil der Zellen zu steuern, der bislang als unerreichbar galt.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Dichtes Blätterdach schützt vor steigenden Temperaturen

Internationales Ökologenteam mit Beteiligung der Universität Jena erforscht die Klimaerwärmung des Waldes. Wie jeder weiß, der schon einmal im Schatten von Bäumen spazieren gegangen ist, herrscht hier ein anderes Klima. Das Forschungsteam hat nun erstmals die Klimaerwärmung unter dem Kronendach – und damit den Unterschied zum Freiland – mit handfesten Zahlen bestimmt. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im renommierten Forschungsmagazin „Science“.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Richtungswechsel in der Immunabwehr: Weihrauch programmiert Entzündungsenzym um

Ein Forschungsteam der Universität Jena und der Louisiana State University (USA) hat den molekularen Mechanismus der entzündungshemmenden Wirkung eines Naturstoffs aus Weihrauchharz aufgeklärt. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Enzym 5-Lipoxygenase: Das normalerweise entzündungsfördernde Enzym wird durch den Naturstoff zu einem entzündungshemmenden Protein umprogrammiert.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Leibniz-Wirkstoff des Jahres 2020 kommt aus Jena

Malleicyprole an lebensbedrohlichen Krankheiten beteiligt

Jena. Bakterien der Gattung Burkholderia lösen bei Mensch und Tier schwere Infektionen aus. Wissenschaftler*innen vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – (Leibniz-HKI) identifizierten nun von den Bakterien gebildete Substanzen, sogenannte Malleicyprole. Erste Laboruntersuchungen belegen, dass sie zu deren krankmachender Wirkung beitragen. Die Gruppe um Christian Hertweck schließt damit die Wissenslücke über die sogenannten Virulenzfaktoren der Bakterien. Die Malleicyprole wurden nun zum Leibniz-Wirkstoff des Jahres 2020 gekürt.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Die Rückkehr der Vergangenheit

Dröhnende Kanonen, wiehernde Pferde, Platzpatronen und Pulverrauch: Wenn auf den Schlachtfeldern oberhalb Jenas alle paar Jahre das Geschehen von 1806 nachgespielt wird, säumen tausende Neugierige die Wege und Wiesen. Sogenannte Reenactments – das Nachstellen historischer Ereignisse wie die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt – liegen zweifellos im Trend. Dr. Juliane Tomann von der Universität Jena hat jetzt gemeinsam mit Prof. Vanessa Agnew und Prof. Jonathan Lamb ein Handbuch für Reenactment-Studien herausgegeben. Dieses englischsprachige Werk kann als Grundlage für Lehre und Forschung in diesem neuen Wissenschaftsfeld dienen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Drosophila: Bei der Nahrungssuche offen für neue mikrobielle Partner

In einer umfassenden ökologischen Studie hat ein Team von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena drei verschiedene Arten der Gattung Drosophila und deren Wechselwirkungen mit ihren natürlichen Nahrungsquellen, insbesondere den damit assoziierten Hefepilzen untersucht. Sie fanden heraus, dass die Taufliegenarten nicht unbedingt Hefen bevorzugen, die sie aus ihren natürlichen Lebensräumen kennen, sondern auch von Hefen angelockt wurden, die in einem fremden Habitat zu finden sind. Die Bereitschaft, sich mit bislang unbekannten Hefen zu verbünden, könnte ein entscheidender Faktor bei der Entstehung neuer Taufliegenarten sein.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Altern und Diät haben Einfluss auf die Proteine im Darm

Der Dünndarm ist eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen der Umwelt und unserem Körper. Er ist für die Nährstoffaufnahme verantwortlich und bildet eine Barriere vor potenziell schädlichen Umwelteinflüssen. Unter Leitung von Forschern des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena untersuchte ein internationales Team den Einfluss des Alterns und der Ernährung auf das Darmepithel von Mäusen. Sie konnten je nach Darmabschnitt spezifische Effekte auf das Proteom und altersbedingte Anpassungsschwierigkeiten an Nährstoffveränderungen nachweisen. Die Studie liefert ein Bild der räumlichen Struktur des Dünndarmproteoms in der Maus und wurde im Journal Cell Reports veröffentlicht.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Aber bitte mit Sporen!

Blätter der Schwarzpappel sind besonders anfällig für den Angriff durch Schwammspinner, wenn sie von einem Pilz infiziert sind. Ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena fand nun heraus, dass besonders die jungen Raupen des Schädlings ihren Speiseplan durch die pilzliche Nahrung aufwerten: Raupen, die Blätter fraßen, die mit Pilzsporen übersät waren, entwickelten sich schneller und verpuppten sich einige Tage früher als Raupen, die nur Blattgewebe verspeist hatten. Die Ergebnisse werfen ein völlig neues Licht auf die Ko-evolution von Pflanzen und Insekten, in der Pilze und andere Mikroorganismen eine viel größere Rolle spielen, als bislang angenommen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Superinfektionen bei Influenza: Jenaer Lungenbläschen-Chip zeigt, wie Bakterien und Viren Zellbarrieren beschädigen

InfectoGnostics-Forscher aus Jena haben ein neues Lungenbläschen-Modell („Alveolus-on-a-Chip“) auf Basis menschlicher Zellen entwickelt. Das künstliche Lungenbläschen liefert Ergebnisse, die näher an der menschlichen Situation sind, und bietet deshalb Vorteile gegenüber Tierversuchen. Mit Hilfe des Alveolen-Chips zeigten die Forscher, dass bei gleichzeitiger Infektion von Viren und Bakterien – Influenza mit bakterieller Superinfektion durch Staphylokokken – die schützende innere Schicht von Blutgefäßen (Endothel) geschädigt wird. Auf diese Weise verbreiten sich Erreger und ihre giftigen Stoffwechselprodukte schneller in der Lunge und führen zu teilweise schweren Lungenentzündungen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Selbstgenähter Mundschutz: Anleitung für Atemschutzmaske

In Jena sollen Atemschutzmasken zur Pflicht werden, doch die sind schwer zu bekommen. Was ist mit Nähen? Wir haben den Test gemacht und erklären, was selbst gemachte Masken können – und was nicht.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Wissenschaft

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Kann das Mikrobiom in Zukunft zu einer Therapieprognose bei Krebs führen?

Möglicher Zusammenhang zwischen Erfolg von Krebstherapie und Darmmikrobiom
Krebspatienten sprechen unterschiedlich gut auf Therapien an. Wie erfolgreich die klassischen Behandlungsmethoden sind, beruht möglicherweise auf der Zusammensetzung des Mikrobioms im Darm. Darauf deuten Ergebnisse von Forschern aus Jena und Hongkong hin. Für ihre Studie untersuchten sie acht verschiedene Krebsarten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachjournal Microbiome.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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MOC2020: Fraunhofer IOF veranstaltet internationale Mikrooptik-Konferenz in Jena

Vom 24. bis 26. September 2020 werden von internationalen Fachleuten auf der Microoptics Conference MOC2020 in Jena neueste Errungenschaften und Anwendungen im Bereich der Mikrooptik diskutiert. Die Konferenz feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Begleitet wird die dreitägige Veranstaltung von einer Unternehmens- und Industrieausstellung. Paper können ab sofort eingereicht werden.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Spinnenbiss führt zu neuen Wirkstoffen

Internationales Forscherteam geht Infektionsursache auf den Grund

Jena. Der Biss einer Spinne verursachte eine schwere Entzündung und kostete einer Australierin den Unterarm. Doch diese tragisch verlaufende Infektion führte ein internationales Forscherteam zu neuen Wirkstoffen, den sogenannten Necroximen. Die Substanzen werden von Bakterien gebildet, die im Inneren von Pilzen leben. Wissenschaftler isolierten sie aus dem infizierten Unterarmgewebe der Patientin. Die hochwirksamen Zellgifte können Anhaltspunkte für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente liefern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Die Wehrhaftigkeit von Meerretticherdflöhen hängt von ihrer Futterpflanze und ihrem Entwicklungsstadium ab

Meerretticherdflöhe nutzen Senfölglykoside aus ihrer pflanzlichen Nahrung zur Verteidigung gegen Räuber. Dazu speichern sie die ungiftigen Substanzen im Körper und besitzen ein Enzym, das Senfölglykoside in giftige Senföle umwandelt. Ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena hat herausgefunden, dass die Pflanzenabwehrstoffe zwar in allen Lebensstadien des Meerretticherdflohs nachweisbar sind, aber das Enzym, das für die Umwandlung in giftige Substanzen benötigt wird, nicht immer aktiv ist. Während Larven den Angriff durch eine asiatische Marienkäferlarve erfolgreich abwehren können, werden Puppen gefressen, da sie keine nennenswerte Enzymaktivität aufweisen.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Asteroid in eiserner Rüstung

Mineralogen aus Jena und Japan entdecken an Bodenproben des Asteroiden „Itokawa“ ein bislang unbekanntes Phänomen: Die Oberfläche des Himmelskörpers ist mit winzigen haarförmigen Kristallen aus Eisen überzogen. Wie diese entstanden sind und warum Asteroide ungewöhnlich arm an Schwefelverbindungen sein können, dafür liefert das Team eine Erklärung in der aktuellen Ausgabe von „Nature Communications“.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Muskelschwund bei Krebs: Botenstoff hilft beim Muskelaufbau

Der krebsbedingte Muskelschwund, der auch als Kachexie bezeichnet wird, ist eine komplexe Stoffwechselkrankheit, die sich durch starke Abmagerung auszeichnet. Sie ist für etwa ein Drittel aller krebsbedingten Todesfälle weltweit verantwortlich. Bisher gibt es hierfür keine wirksame Therapie. Eine Forschergruppe vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena konnte nun zeigen, dass der Botenstoff Wnt7a durch die Aktivierung eines muskelaufbauenden Signalweges dem Muskelschwund entgegenwirkt und die Funktionalität von Muskelstammzellen fördert. Die Ergebnisse wurden nun im Journal Molecular Therapy: Oncolytics veröffentlicht.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft

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Schlaganfall: Makrophagen wandern aus dem Blut ein

Makrophagen sind als Teil des angeborenen Immunsystems für die Hirnentwicklung und -funktion unablässig. Mit einer neuartigen Methode brachten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena, der Universität Bonn und des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA) Makrophagen zum Leuchten, die im Knochenmark gebildet wurden. In Untersuchungen an Mäusen fanden die Forscher mit dieser Technologie heraus, dass kurz nach einem Schlaganfall zahlreiche aus dem Blut eingewanderte Makrophagen abgestorbenes und angrenzendes gesundes Hirngewebe befallen. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

Quelle: IDW Informatinsdienst Wissenschaft