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Gesundheitsrisiko Brille?

Kann ich mich an meiner eigenen Brille anstecken? Und wie sollte ich sie reinigen, um eine Infektionsgefahr gering zu halten? Brillen kommen häufig mit Händen und Haut in Berührung – doch über die mikrobielle Besiedlung dieser Alltagsgegenstände ist bislang kaum etwas bekannt. Eine Studie untersucht nun erstmals umfassend die Mikroflora von Brillen. Der Studienleiter ist der Mikrobiologe Prof. Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen, der bekannt ist für seine Untersuchungen zur Keimbelastung von Küchenschwämmen und anderen Gebrauchsgegenständen. Sein Buch „Ein Keim kommt selten allein“ ist im August im Ullstein-Verlag erschienen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Vor 20 Jahren kam der iMac auf den Markt

Apple-PC

Vor 20 Jahren kam der iMac auf den Markt

Anfang Mai 1998 präsentierte Steve Jobs den iMac der Welt und läutete damit eine neue Ära für die PCs ein. Die Geräte avancierten vom puren Gebrauchsgegenstand zum Lifestyle-Artikel.

(Mehr in: COM! – Das Computer Magazin)

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„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci, Nachwuchsgruppenleiter der Gruppe für Biomedizinische Kybernetik am BIOTEChnologischen Zentrum der TU Dresden, entwickelte das „Coalescent Embedding“: eine Klasse von Algorithmen, die die maschinelle Intelligenz nutzen, um die versteckten geometrischen Regeln, die die Struktur komplexer Netzwerke formen, zu ermitteln. Von der Konnektivität des Gehirns bis hin zu sozialen Medien kann die „Koaleszenz-Einbettung“ zukünftige Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben, die sich mit Großnetzwerkdaten befassen, darunter Biologie, Medizin, Physik und Sozialwissenschaften.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Forscher berechnen Ökobilanz: „Noch ist die Sharing Economy allemal blassgrün“

► Studie zeigt: Wenn Privatleute Autos, Gebrauchsgegenstände oder Wohnungen miteinander teilen, entlastet das die Umwelt. Minimal.
► Nachhaltigkeitsforscher: Damit Sharing relevant zu einer grünen Ökonomie beiträgt, müssen die Angebote einen nachhaltigeren „substitutiven“ Konsumstil fördern
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Usutu-Virus verringert Amselpopulation im Ausbruchsgebiet

One Health Ansatz: Citizen Science hilft die Auswirkungen einer eingeschleppten Virusinfektion auf die deutschen Brutvögel zu bewerten
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Forscher der TU Dresden ermöglichen Vorhersage neuer therapeutischer Ziele von Medikamenten

Ein von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci, Nachwuchsgruppenleiter der Biomedizinischen Kybernetik am BIOTEChnologischen Zentrum der TU Dresden, geleitetes internationales Team von Wissenschaftlern hat eine leistungsfähige Berechnungsmethode entwickelt, welche Prinzipien der Selbstorganisation eines Gehirnnetzwerkes nutzt, um neue höchst zuverlässige Arzneimittel-Ziel-Interaktionen vorherzusagen. Für diese Vorhersage ist nur die Kenntnis der Verknüpfungsstruktur des molekularen Netzwerkes, nicht aber die Kenntnis der chemischen Strukturen der Arzneimittel notwendig.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Analyse komplexer Proteininteraktionen

Die Zusammensetzung bestimmter funktionaler Proteinkomplexe kann künftig mit beispielloser Auflösung in ihrer Zellumgebung analysiert werden. Möglich wird dies durch eine neue Untersuchungsmethode, die das Team von Nachwuchsgruppenleiter Dr. Julien Béthune am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg entwickelt hat. Damit ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine lange bestehende Hürde in der molekularen Zellbiologie zu überwinden. Zum Einsatz kommen soll die neue Technik mit dem Namen „split-BioID“ nun bei sogenannten kontextabhängigen Proteinkomplexen, die mit den bisherigen Verfahren nicht analysiert werden konnten.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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microRNA senkt das Schlaganfallrisiko

Das Molekül microRNA-210 stabilisiert Ablagerungen in der Halsschlagader und kann so verhindern, dass sie einreißen und sich gefährliche Blutgerinnsel bilden. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Lars Mägdefessel, Professor für Vaskuläre Biologie an der Technischen Universität München (TUM) und Nachwuchsgruppenleiter im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), herausgefunden. Ihre Ergebnisse eröffnen neue Behandlungsansätze, um das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Ruptur-gefährdeten Halsschlagadern zu verringern.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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HoF-Publikation: Förderlandschaft und Promotionsformen. Studie im Rahmen des BuWiN 2017

Charakteristisch für Deutschland sind ein offenes System der wissenschaftlichen Qualifizierung in der Promotions- und Post-doc-Phase, ein breites Förderspektrum und vielfältige Wege zur Professur. Weiterhin dominiert jedoch die Promotion im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses an einer Hochschule. Auch die Mehrzahl der Juniorprofessor/-innen und etwa die Hälfte der Nachwuchsgruppenleiter/-innen promovierten auf diesem Weg. Auffällig ist, dass zur Unterstützung und Koordinierung der Qualifizierungsprozesse in den letzten Jahren an acht von zehn Hochschulen mit Promotionsrecht institutionelle Dachstrukturen etabliert wurden.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Zu 90 Prozent biobasiert: Biowerkstoff der Forschernachwuchsgruppe umhüllt Kugelschreiber

(Hannover, 30.01.2017) Mit dem „Slider Xite“ der Schneider Schreibgeräte GmbH kommt in diesen Tagen ein Kugelschreiber auf den Markt, dessen Hülle zu 90 Prozent aus biobasiertem Kunststoff besteht. Den Werkstoff auf Basis von Polymilchsäure (PLA) haben Wissenschaftler um V.-Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths von der Forschernachwuchsgruppe des IfBB – Instituts für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover entwickelt und seine Verarbeitung zur fertigen Kugelschreiberhülle zusammen mit ihrem Industriepartner optimiert.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Bistumsgeschichte als Reichsgeschichte

Die Mittelalterlichen Regesten der Bischöfe und des Domkapitels von Augsburg jetzt auf dem Internetportal der Regesta Imperii
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Zika-Virus: Schwangere sollten nicht in Ausbruchsgebiete reisen

(Mehr in: RSS-Feed Wissenschaft – die neusten Meldungen zum Thema Wissenschaft von STERN.DE)

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Cyanobakterien können Biokatalysatoren für die Industrie herstellen

Forschern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist es gelungen, mehrere industriell nutzbare Biokatalysatoren mithilfe von fotosynthetisch arbeitenden Mikroorganismen herzustellen. Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu nachhaltigen chemischen Prozessen, sagen Dr. Marc Nowaczyk vom Lehrstuhl Biochemie der Pflanzen und Jun.-Prof. Dr. Robert Kourist, Nachwuchsgruppe Mikrobielle Biotechnologie.
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Wirkmechanismus geklärt: Vom Contergan-Skandal zum Hoffnungsträger bei Knochenmarkserkrankungen

Vor mehr als 50 Jahren hat Thalidomid unter dem Namen Contergan einen Medizinskandal ausgelöst. Inzwischen wird der Nachfolger Lenalidomid erfolgreich gegen schwer zu behandelnde Krebserkrankungen des Knochenmarks eingesetzt. Den zugrunde liegenden Wirkmechanismus haben Forscher um Dr. Jan Krönke, Emmy Noether-Nachwuchsgruppenleiter an der Ulmer Uniklinik für Innere Medizin III, nun weiter aufgeklärt. Ihre in „Nature“ veröffentlichten Erkenntnisse sind nicht nur bedeutend für die Behandlung des Myelodysplastisches Syndroms, sondern auch für die Medikamentenentwicklung. Zudem haben die Forscher einen Weg gefunden, um Substanzen wie Lenalidomid in Mauszellen zu untersuchen.
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Einkauf auf Knopfdruck

Amazon will seinen Kunden das Bestellen von Verbrauchsgütern erleichtern – mit einer ganz besonderen Hardware.

(Mehr in: Technology Review)

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Geschworene aus der Crowd

Ein Web-Tool bringt in den USA Juristen und Mitglieder von Testjurys zusammen. Das nutzen Anwälte, um ihre Argumente zu überprüfen. Die Online-Befragung soll Kosten von Probeprozessen mit anwesenden Versuchsgeschworenen ersparen.

(Mehr in: Technology Review)

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RUB-Forscherin ist Engineer Powerwoman 2015

Die RUB-Forscherin Dr. Jelena Stojadinovic ist Engineer Powerwoman 2015. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung, die ihr beim Fachkongress WoMenPower überreicht wurde, ehrt sie als eine Frau, die innovative Akzente im technischen Umfeld eines Unternehmens setzt oder entscheidend vorangebracht hat. Jelena Stojadinovic arbeitet seit 2011 in der Nachwuchsgruppe „Semiconductors & Energy Conversion“ von Dr. Fabio La Mantia an der RUB. Gemeinsam haben sie eine neuartige Membran zur Wasserstoffherstellung entwickelt, die die Konkurrenz in vielen Eigenschaften übertrifft und die Wasserstoffherstellung künftig günstiger und ertragreicher machen soll.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wegwerfmenschen

altIn wenigen Jahren jährt sich die Abschaffung der Sklaverei in den USA zum 150ten mal. Menschen in Ketten, die zur Arbeit gezwungen werden, wirken nur noch wie ein unrühmliches Kapitel aus den Geschichtsbüchern. Dies ist allerdings ein Trugschluss, denn heutzutage leben mehr Menschen in sklavenähnlichen Verhältnissen als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Ob als Kinderarbeiter auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste, als Zwangsprostituierte in den Bordellen Thailands oder als Haushaltshilfen in Indien. Diese Menschen haben eins gemeinsam: ihnen wird die freie Entscheidung über ihr Leben mit Gewalt genommen. Ihre Arbeitskraft wird ausgebeutet, als wären sie ein Verbrauchsgegenstand. Zurück bleiben Leid, Elend und Verzweiflung. Sie sind Wegwerfmenschen.

Sklaverei in der modernen Welt

Der 26. Juli 1833 markiert einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte. Die britische Regierung verabschiedete nach jahrelangen Auseinandersetzungen den Slavery Abolition Act, der alle im Kolonialreich lebenden Sklaven die Freiheit zurückgab. Frankreich verabschiedete sich von der Sklaverei 1848, die Vereinigten Staaten folgten 1865. Sklaverei sollte eigentlich eine unrühmliche Geschichte längst vergangener Tage sein.
Obwohl die Sklaverei heute weltweit geächtet wird, schätzt das US-State Department, dass mehr als 27 Millionen Menschen in Verhältnissen leben, die als Sklaverei bezeichnet werden können. Die hohe Zahl ist erschütternd, da sie doppelt so hoch ist wie die Anzahl sämtlicher Menschen, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert von den Kolonialmächten in Afrika versklavt wurden.

Laut internationaler Charta ist Sklaverei eine Situation, in der sich eine Person oder deren Arbeitskraft im Besitz eines Dritten befindet und diese Person keine Freiheit über ihr eigenes Leben ausüben kann. Die Sklaverei nimmt heute aber unterschiedlichste Formen an, so dass eine eindeutige Definition unmöglich ist. Die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Formen von Zwangsarbeit, Ausbeutung oder Schuldknechtschaft sind häufig fließend. Unterm Strich lässt sich aber festhalten, dass Menschen, die sich in diesen Abhängigkeitsverhältnissen befinden, unter der Androhung von Gewalt gezwungen werden, eine bestimmte Tätigkeit gegen den eigenen Willen auszuüben.
Heutige sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse sind häufig davon geprägt, dass Menschen durch Schulden in starke Abhängigkeiten gelangen. Die erzwungene Arbeitsleistung ist dabei meistens eine Form der Schuldentilgung, die finanziell, religiös oder gesellschaftlich begründet wird. Da die Sklaverei weltweit geächtet wird, bewegen sich diese Menschen zudem ausschließlich in der Illegalität und damit im informellen Arbeitssektor. Rechtsansprüche auf eine angemessene Entlohnung, medizinische Versorgung oder eine legale Anerkennung ihrer Arbeitsleistung besteht nur in den seltensten Fällen.

Weltweit mehr als 9 Millionen Kindersklaven

Die International Labour Organisation schätzt, dass weltweit mehr als neun Millionen Kindersklaven existieren. Diese Zahl entspricht in etwa der Bevölkerung von Schweden. Im Jahr 2002 wurden 5,7 Millionen Mädchen und Jungen zur Arbeit und 1,8 Millionen zur Prostitution gezwungen. Zusätzlich wurden ca. 1,2 Millionen Kinder verkauft oder gehandelt. Diese Statistiken beruhen nur auf groben Schätzungen, da diese Geschäfte ausschließlich in der Schattenwirtschaft stattfinden. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise ist zudem ein ansteigender Trend in diesem Bereich zu beobachten.
Um auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu sein, drücken gerade Textilproduzenten und landwirtschaftliche Betriebe ihre Produktionskosten, indem Kinder in der Produktion zum Einsatz kommen. Als Lohn tilgen sie häufig die Schulden ihrer Familien. In Indien gibt es Fälle, in denen sich Familien bereits in der dritten Generation in Schuldknechtschaft bei einem Großgrundbesitzer befinden. Aber auch der Menschenhandel ist in einigen Regionen der Erde noch vorhanden. Preise für Kinderarbeiter in Haiti bewegen sich beispielsweise zwischen USD 30 und 50 (link). An der Gewalt, die diesen Kindern zugefügt wird, sterben jährlich mehr als 50.000. Die Tendenz ist steigend, da viele Kinder in Fabriken schuften, in denen hochgiftige Chemikalien ihren Einsatz in der Produktion finden.

Vor wenigen Jahren war ich für das indische Kinderhilfswerk Deepalaya tätig, das Schulen und Jugendeinrichtungen für Straßenkinder in Neu Delhi betreibt. Viele von den betreuten Kindern stammen aus ländlichen Regionen und sind durch Schlepperbanden in die indische Hauptstadt gelangt. Mit rosigen Aussichten wurden viele Kinder in die Textilproduktion oder in die Schrottentwertung gelockt, in der sie dann täglich bis zu 14 Stunden schufteten. Nach nur wenigen Jahren waren viele von ihnen gesundheitlich so geschädigt, dass ihre körperliche und geistige Entwicklung stark eingeschränkt ist. Körperliche Behinderungen als Folge der Gewalt und der Mangelernährung sind leider keine Seltenheit. Nachdem sie den Fabrikbesitzern nicht mehr dienlich sind, werden sie dann einfach in den Slums der Stadt ausgesetzt. Wegwerfmenschen.
   
In Nepal, Indien und Pakistan haben sich zahlreiche Organisationen gebildet, die diese Kinder vermitteln. Aufgrund hoher Geburtenraten und weit verbreiteter Armut auf dem Land geben Familien ihr viertes oder fünftes Kind in die Obhut dieser Schlepperbanden. Als Bezahlung für das Leben ihres Kindes erhalten die Eltern kleinere Geldbeträge oder Saatgut. Diese Kinder verlieren in dem Moment der Übergabe ihren rechtlichen Status, da ihre legalen Dokumente wie Geburtsurkunden oder Ausweise zerstört werden oder in den Besitz der Schlepperorganisationen übergehen. Ohne Dokumente werden die Kinder häufig in Regionen fern der eigenen Heimat verschleppt und dort zur Arbeit gezwungen.

Besonders erschreckend ist dabei die hohe Anzahl von Kindern, die als Zwangsprostituierte in den Bordellen der Großstädte gelangen. Die thailändische Regierung hat vor ein paar Jahren festgestellt, dass das Eintrittsalter von Prostituierten immer weiter absinkt. Die weit verbreitete Angst vor HIV/AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten verleitet die Freier zur naiven Annahme, dass eine Übertragung dieser Krankheiten vermieden werden kann, wenn besonders junge Prostituierte zum Einsatz kommen. Immer wieder geistern Schauergeschichten durch die Medien, wie die der jungen Dalyn. Die BBC berichtete vor ein paar Jahren, dass das junge Mädchen über Wochen in einem Käfig im Keller eines kambodschanischen Bordells eingesperrt, geschlagen und missbraucht wurde, bis sie einwilligte als Prostituierte zu arbeiten. Ein weiterer Fall beschäftigte sich mit Eltern in Ghana, die ihre Kinder für umgerechnet USD 50 an Plantagenbesitzer verkaufen. Perspektivlos schuften diese dann auf den Kakaoplantagen des Landes. Armut, der Mangel an ökonomischen Alternativen und ein Gesellschaftsbild, welches besonders den Mädchen keine Bildung oder Freiheit in der Gestaltung ihres Lebens zugesteht, sind meist die Ursachen für die Versklavung von Kindern.

Insbesondere die Finanzkrise von 2008 und der damit einhergehenden Wirtschaftseinbruch in vielen strukturschwachen Regionen in Afrika, Asien und Südamerika hat in der Folge die Zahl der erzwungenen Beschäftigungsverhältnisse erhöht. Psychische und physische Folgen drücken sich besonders in Analphabetismus, Lernschwächen und dem Alkohol- und Drogenmissbrauch aus. Professor Paulo Pinheiro, der Verantwortliche der UN Studie „Violence Against Children“ , sieht in der Vermeidung von Kinderarbeit den besten Weg, Gewalt an Kindern zu verhindern. Dafür müssen allerdings alle Staaten in die Pflicht genommen werden, damit die Verantwortlichen von sklavenähnlichen Abhängigkeitsverhältnissen hart bestrafen werden, denn, so führt es die ehemalige UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour aus, Gewalt gegen Kinder ist durch nichts in der Welt zu rechtfertigen.

Internationale Verpflichtung

Trotz internationalen Vereinbarungen von Regierungen, Herstellern und Produzenten gegen Kinderarbeit auf den betroffenen Kakaoplantagen in Ghana und der Elfenbeinküste im Jahre 2001, hat sich die Zahl der arbeitenden Kinder nicht gravierend verändert. Ein historisch niedriger Kakaopreis veranlasste die Plantagenbesitzer sogar vermehrt auf billige Arbeitskräfte zurück zugreifen, wie die BBC im Jahre 2006 berichtete. Um die erzwungene Arbeit in der Kakaoindustrie zu verringern, haben sich die großen Produzenten wie Cadbury, Nestle und Kraft Foods aber dazu verpflichtet bis 2020 nur noch Kakao zu verwenden, der ein Fair Trade Siegel besitzt, welches Kinderarbeit in der Produktion ausschließt. Der Verbraucher muss allerdings auch bereit sein, höherer Preise für Schokolade zu akzeptieren. Insbesondere in den vergangenen Jahren scheint sich da wenigstens in Europa einiges getan zu haben (link).

Auch in der Textilproduktion wächst der Druck auf internationale Produzenten. Organisationen wie Anti-Slavery International, Free the Slaves und Stop the Traffik engagieren sich für Mindeststandards in der Textilproduktion. Demzufolge haben sich viele internationale Unternehmen dazu verpflichtet, nicht mehr bei Zulieferern einzukaufen, in denen Menschen und vor allem Kinder unter Zwang arbeiten. Dass diese Standards nicht immer eingehalten werden, zeigten in den vergangenen Wochen die Fälle Takko und KIK. Aber der Druck der westlichen Konsumenten wächst, je häufiger diese Themen in den Medien auftauchen.

Ein hartes Vorgehen gegen Kinderarbeit und Sklavenarbeit ist derzeit in Brasilien zu beobachten. Alle Unternehmen, die gewisse Produktionsstandards nicht einhalten, werden auf einer öffentlichen „dirty list“ vermerkt. Diese Unternehmen müssen hohe Geldstrafen bezahlen und verlieren die Möglichkeit, sich an öffentlichen Ausschreibungen zu beteiligen. Es wird sich zeigen, ob dieses Vorgehen erfolgreich ist und gleichzeitig Vorbildcharakter für andere Staaten besitzt.

Weitere Artikel

1. More slaves now than at any other time in history

2. Nigeria: Child Labour On the Increase

3. The world of modern child slavery

4. Globalization’s Ugly Side: Sex Slavery

Foto: www.pixelio.de

Der Beitrag Wegwerfmenschen erschien zuerst auf GEO-LOG.

(Mehr in: GEO-LOG)

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Wegwerfmenschen

altIn wenigen Jahren jährt sich die Abschaffung der Sklaverei in den USA zum 150ten mal. Menschen in Ketten, die zur Arbeit gezwungen werden, wirken nur noch wie ein unrühmliches Kapitel aus den Geschichtsbüchern. Dies ist allerdings ein Trugschluss, denn heutzutage leben mehr Menschen in sklavenähnlichen Verhältnissen als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Ob als Kinderarbeiter auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste, als Zwangsprostituierte in den Bordellen Thailands oder als Haushaltshilfen in Indien. Diese Menschen haben eins gemeinsam: ihnen wird die freie Entscheidung über ihr Leben mit Gewalt genommen. Ihre Arbeitskraft wird ausgebeutet, als wären sie ein Verbrauchsgegenstand. Zurück bleiben Leid, Elend und Verzweiflung. Sie sind Wegwerfmenschen.

Sklaverei in der modernen Welt

Der 26. Juli 1833 markiert einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte. Die britische Regierung verabschiedete nach jahrelangen Auseinandersetzungen den Slavery Abolition Act, der alle im Kolonialreich lebenden Sklaven die Freiheit zurückgab. Frankreich verabschiedete sich von der Sklaverei 1848, die Vereinigten Staaten folgten 1865. Sklaverei sollte eigentlich eine unrühmliche Geschichte längst vergangener Tage sein.
Obwohl die Sklaverei heute weltweit geächtet wird, schätzt das US-State Department, dass mehr als 27 Millionen Menschen in Verhältnissen leben, die als Sklaverei bezeichnet werden können. Die hohe Zahl ist erschütternd, da sie doppelt so hoch ist wie die Anzahl sämtlicher Menschen, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert von den Kolonialmächten in Afrika versklavt wurden.

Laut internationaler Charta ist Sklaverei eine Situation, in der sich eine Person oder deren Arbeitskraft im Besitz eines Dritten befindet und diese Person keine Freiheit über ihr eigenes Leben ausüben kann. Die Sklaverei nimmt heute aber unterschiedlichste Formen an, so dass eine eindeutige Definition unmöglich ist. Die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Formen von Zwangsarbeit, Ausbeutung oder Schuldknechtschaft sind häufig fließend. Unterm Strich lässt sich aber festhalten, dass Menschen, die sich in diesen Abhängigkeitsverhältnissen befinden, unter der Androhung von Gewalt gezwungen werden, eine bestimmte Tätigkeit gegen den eigenen Willen auszuüben.
Heutige sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse sind häufig davon geprägt, dass Menschen durch Schulden in starke Abhängigkeiten gelangen. Die erzwungene Arbeitsleistung ist dabei meistens eine Form der Schuldentilgung, die finanziell, religiös oder gesellschaftlich begründet wird. Da die Sklaverei weltweit geächtet wird, bewegen sich diese Menschen zudem ausschließlich in der Illegalität und damit im informellen Arbeitssektor. Rechtsansprüche auf eine angemessene Entlohnung, medizinische Versorgung oder eine legale Anerkennung ihrer Arbeitsleistung besteht nur in den seltensten Fällen.

Weltweit mehr als 9 Millionen Kindersklaven

Die International Labour Organisation schätzt, dass weltweit mehr als neun Millionen Kindersklaven existieren. Diese Zahl entspricht in etwa der Bevölkerung von Schweden. Im Jahr 2002 wurden 5,7 Millionen Mädchen und Jungen zur Arbeit und 1,8 Millionen zur Prostitution gezwungen. Zusätzlich wurden ca. 1,2 Millionen Kinder verkauft oder gehandelt. Diese Statistiken beruhen nur auf groben Schätzungen, da diese Geschäfte ausschließlich in der Schattenwirtschaft stattfinden. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise ist zudem ein ansteigender Trend in diesem Bereich zu beobachten.
Um auf dem globalen Markt konkurrenzfähig zu sein, drücken gerade Textilproduzenten und landwirtschaftliche Betriebe ihre Produktionskosten, indem Kinder in der Produktion zum Einsatz kommen. Als Lohn tilgen sie häufig die Schulden ihrer Familien. In Indien gibt es Fälle, in denen sich Familien bereits in der dritten Generation in Schuldknechtschaft bei einem Großgrundbesitzer befinden. Aber auch der Menschenhandel ist in einigen Regionen der Erde noch vorhanden. Preise für Kinderarbeiter in Haiti bewegen sich beispielsweise zwischen USD 30 und 50 (link). An der Gewalt, die diesen Kindern zugefügt wird, sterben jährlich mehr als 50.000. Die Tendenz ist steigend, da viele Kinder in Fabriken schuften, in denen hochgiftige Chemikalien ihren Einsatz in der Produktion finden.

Vor wenigen Jahren war ich für das indische Kinderhilfswerk Deepalaya tätig, das Schulen und Jugendeinrichtungen für Straßenkinder in Neu Delhi betreibt. Viele von den betreuten Kindern stammen aus ländlichen Regionen und sind durch Schlepperbanden in die indische Hauptstadt gelangt. Mit rosigen Aussichten wurden viele Kinder in die Textilproduktion oder in die Schrottentwertung gelockt, in der sie dann täglich bis zu 14 Stunden schufteten. Nach nur wenigen Jahren waren viele von ihnen gesundheitlich so geschädigt, dass ihre körperliche und geistige Entwicklung stark eingeschränkt ist. Körperliche Behinderungen als Folge der Gewalt und der Mangelernährung sind leider keine Seltenheit. Nachdem sie den Fabrikbesitzern nicht mehr dienlich sind, werden sie dann einfach in den Slums der Stadt ausgesetzt. Wegwerfmenschen.
   
In Nepal, Indien und Pakistan haben sich zahlreiche Organisationen gebildet, die diese Kinder vermitteln. Aufgrund hoher Geburtenraten und weit verbreiteter Armut auf dem Land geben Familien ihr viertes oder fünftes Kind in die Obhut dieser Schlepperbanden. Als Bezahlung für das Leben ihres Kindes erhalten die Eltern kleinere Geldbeträge oder Saatgut. Diese Kinder verlieren in dem Moment der Übergabe ihren rechtlichen Status, da ihre legalen Dokumente wie Geburtsurkunden oder Ausweise zerstört werden oder in den Besitz der Schlepperorganisationen übergehen. Ohne Dokumente werden die Kinder häufig in Regionen fern der eigenen Heimat verschleppt und dort zur Arbeit gezwungen.

Besonders erschreckend ist dabei die hohe Anzahl von Kindern, die als Zwangsprostituierte in den Bordellen der Großstädte gelangen. Die thailändische Regierung hat vor ein paar Jahren festgestellt, dass das Eintrittsalter von Prostituierten immer weiter absinkt. Die weit verbreitete Angst vor HIV/AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten verleitet die Freier zur naiven Annahme, dass eine Übertragung dieser Krankheiten vermieden werden kann, wenn besonders junge Prostituierte zum Einsatz kommen. Immer wieder geistern Schauergeschichten durch die Medien, wie die der jungen Dalyn. Die BBC berichtete vor ein paar Jahren, dass das junge Mädchen über Wochen in einem Käfig im Keller eines kambodschanischen Bordells eingesperrt, geschlagen und missbraucht wurde, bis sie einwilligte als Prostituierte zu arbeiten. Ein weiterer Fall beschäftigte sich mit Eltern in Ghana, die ihre Kinder für umgerechnet USD 50 an Plantagenbesitzer verkaufen. Perspektivlos schuften diese dann auf den Kakaoplantagen des Landes. Armut, der Mangel an ökonomischen Alternativen und ein Gesellschaftsbild, welches besonders den Mädchen keine Bildung oder Freiheit in der Gestaltung ihres Lebens zugesteht, sind meist die Ursachen für die Versklavung von Kindern.

Insbesondere die Finanzkrise von 2008 und der damit einhergehenden Wirtschaftseinbruch in vielen strukturschwachen Regionen in Afrika, Asien und Südamerika hat in der Folge die Zahl der erzwungenen Beschäftigungsverhältnisse erhöht. Psychische und physische Folgen drücken sich besonders in Analphabetismus, Lernschwächen und dem Alkohol- und Drogenmissbrauch aus. Professor Paulo Pinheiro, der Verantwortliche der UN Studie „Violence Against Children“ , sieht in der Vermeidung von Kinderarbeit den besten Weg, Gewalt an Kindern zu verhindern. Dafür müssen allerdings alle Staaten in die Pflicht genommen werden, damit die Verantwortlichen von sklavenähnlichen Abhängigkeitsverhältnissen hart bestrafen werden, denn, so führt es die ehemalige UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour aus, Gewalt gegen Kinder ist durch nichts in der Welt zu rechtfertigen.

Internationale Verpflichtung

Trotz internationalen Vereinbarungen von Regierungen, Herstellern und Produzenten gegen Kinderarbeit auf den betroffenen Kakaoplantagen in Ghana und der Elfenbeinküste im Jahre 2001, hat sich die Zahl der arbeitenden Kinder nicht gravierend verändert. Ein historisch niedriger Kakaopreis veranlasste die Plantagenbesitzer sogar vermehrt auf billige Arbeitskräfte zurück zugreifen, wie die BBC im Jahre 2006 berichtete. Um die erzwungene Arbeit in der Kakaoindustrie zu verringern, haben sich die großen Produzenten wie Cadbury, Nestle und Kraft Foods aber dazu verpflichtet bis 2020 nur noch Kakao zu verwenden, der ein Fair Trade Siegel besitzt, welches Kinderarbeit in der Produktion ausschließt. Der Verbraucher muss allerdings auch bereit sein, höherer Preise für Schokolade zu akzeptieren. Insbesondere in den vergangenen Jahren scheint sich da wenigstens in Europa einiges getan zu haben (link).

Auch in der Textilproduktion wächst der Druck auf internationale Produzenten. Organisationen wie Anti-Slavery International, Free the Slaves und Stop the Traffik engagieren sich für Mindeststandards in der Textilproduktion. Demzufolge haben sich viele internationale Unternehmen dazu verpflichtet, nicht mehr bei Zulieferern einzukaufen, in denen Menschen und vor allem Kinder unter Zwang arbeiten. Dass diese Standards nicht immer eingehalten werden, zeigten in den vergangenen Wochen die Fälle Takko und KIK. Aber der Druck der westlichen Konsumenten wächst, je häufiger diese Themen in den Medien auftauchen.

Ein hartes Vorgehen gegen Kinderarbeit und Sklavenarbeit ist derzeit in Brasilien zu beobachten. Alle Unternehmen, die gewisse Produktionsstandards nicht einhalten, werden auf einer öffentlichen „dirty list“ vermerkt. Diese Unternehmen müssen hohe Geldstrafen bezahlen und verlieren die Möglichkeit, sich an öffentlichen Ausschreibungen zu beteiligen. Es wird sich zeigen, ob dieses Vorgehen erfolgreich ist und gleichzeitig Vorbildcharakter für andere Staaten besitzt.

Weitere Artikel

1. More slaves now than at any other time in history

2. Nigeria: Child Labour On the Increase

3. The world of modern child slavery

4. Globalization’s Ugly Side: Sex Slavery

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Was ist "Körperglück"? – Gute Gefühle machen gesund

ddp

„Körperglück“ ist eine Wortschöpfung von Werner Bartens. Unterhaltsam nimmt der Mediziner und Sachbuchautor seine Leser mit auf eine Reise in die jüngste Wissenschaftsforschung, die überzeugend darstellt, wie eng Körper und Seele miteinander verbunden sind.


Quelle: Wissenschaft | RP ONLINE

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Fernreisen sind "out" – Klimaerwärmung führt zu evolutionären Veränderungen des Vogelzugs

Ergebnisse genetischer Studien an Zugvögeln erhärten die Theorie, dass bei fortschreitender Klimaerwärmung Zugvögel innerhalb weniger Generationen erst kürzere Strecken zurücklegen und später zu Standvögeln werden können. In einem Selektionsexperiment mit Mönchsgrasmücken konnten Francisco Pulido und Peter Berthold am Max-Planck-Institut für Ornithologie feststellen, dass bereits nach zwei Generationen gerichteter Selektion in einer Population von reinen Zugvögeln erste Nichtzieher zu finden waren. Die evolutionäre Verkürzung der Zugstrecke entspricht den erwarteten Änderungen im Vogelzug als Überlebensstrategie und Anpassung an klimatisch bedingte Umweltveränderungen. (PNAS, 5. April 2010)
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Substanz EGCG in grünem Tee macht giftige Plaques bei Alzheimer unschädlich

Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in grünem Tee kann giftige Eiweißablagerungen, wie sie zum Beispiel bei der Alzheimerschen Erkrankung auftreten, unschädlich machen. Die Substanz bindet zunächst an die faserigen Eiweißablagerungen und wandelt sie in ungiftige und damit für die Nervenzellen harmlose, kugelige Eiweißaggregate um. Diese können dann von den Nervenzellen abgebaut werden. Das haben Forscher aus der Nachwuchsgruppe von Dr. Jan Bieschke und der Forschungsgruppe von Prof. Erich Wanker des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Versuchen im Reagenzglas und in Zellkulturen festgestellt ( PNAS, doi: 10.1073/pnas.0910723107)*.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Wer soll für künstliche Befruchtung zahlen? – RUB-Studie: Experten und Bevölkerung befürworten geringeren Eigenanteil der Ehepaare

BMBF-Nachwuchsgruppe „Gerechtigkeit in der modernen Medizin“

Sollen Kinderwunschbehandlungen von den Krankenkassen bezahlt werden? Diese Frage wird politisch kontrovers diskutiert. Nach Meinung der Bevölkerung und verschiedener Expertengruppen sollten sich die betroffenen Paare weiterhin an den Kosten beteiligen, jedoch in geringerem Umfang. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bochumer Nachwuchsgruppe „Gerechtigkeit in der modernen Medizin“ (Leitung: Dr. Oliver Rauprich) des Instituts für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der Ruhr-Universität Bochum (Institutsleitung: Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann).
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Sauber bleiben – Hochleistungs-Plasmen für ITER

Die Fusionsanlage ASDEX Upgrade im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching ist die weltweit einzige Anlage, die mit einem vollständig mit dem Metall Wolfram bedeckten Gefäß experimentieren kann. Jetzt konnte gezeigt werden, dass die Vorteile dieser Wolfram-Wand auch in den Hochleistungsplasmen realisierbar sind, mit denen der Testreaktor ITER arbeiten soll – ein vielversprechendes Ergebnis für den ITER-Betrieb, da ASDEX Upgrade bezüglich wichtiger Vergleichsgrößen dichter als alle anderen Anlagen an ITER herankommt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Evolution zum Zuschauen

Mönchsgrasmücken teilen sich innerhalb von nur 50 Jahren in unterschiedliche Populationen auf
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Gesundheit: Euphorie bei Aids-Impfung gedämpft

Ein als Durchbruch gefeierter Erfolg in der Aids-Forschung ist nach Meinung von Wissenschaftlern nicht so bedeutsam wie behauptet: Die Impfstudie zeigt ihrer Meinung nach nur einen „bescheidenen“ Erfolg: Die Vergleichsgruppe sei klein, die Langzeitwirkungen wären unbekannt und die Wirkung lasse nach.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft

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Fasern für Kleidung benutzt – 34.000 Jahre alte Flachsreste gefunden

AP

Wissenschaftler haben in Georgien 34.000 Jahre alte Reste von Flachsfasern gefunden, die von Menschen zur Herstellung von Kleidung oder Gebrauchsgegenständen verwendet wurden. Die Nutzung von Pflanzenfasern durch Menschen ist somit rund 6000 Jahre älter als bisher angenommen.


Quelle: Wissenschaft | RP ONLINE

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Im Schatten der Gewalt

Professor Dr. Klaus Schlichte von der Universität Magdeburg – ehemaliger Nachwuchsgruppenleiter der VolkswagenStiftung – stellt im Deutschen Bundestag sein Buch über „Mikropolitik nicht-staatlicher bewaffneter Gruppen“ vor.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Von schlummernden Viren und geruchsgesteuerten Pflanzenläusen

Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts stellen auf internationaler Tagung zu Viruskrankheiten an Obst (5.-10.7.) im pfälzischen Neustadt aktuelle Forschungsergebnisse vor zur Apfeltriebsucht/Phytoplasmen und zum Nachweis Apfelstammfurchungsvirus (ASGV).
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Forscher des Alfred-Wegener-Instituts nutzen Satellitendaten um Mikroalgenarten weltweit zu quantifizieren

Detaillierter Blick aus dem All

Die Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe Phytooptics am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung und dem Institut für Umweltphysik der Universität Bremen hat eine neue Methode entwickelt, die es ermöglicht, die weltweite Konzentration einzelner Mikroalgengruppen direkt aus Satellitendaten zu ermitteln.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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RUB-Studie: Kassen und Ehepaare sollen künstliche Befruchtung bezahlen

Workshop in Bochum diskutiert Ergebnisse aktueller RUB-Studie
BMBF-Nachwuchsgruppe „Gerechtigkeit in der modernen Medizin“

Sollen Krankenkassen kinderlosen Ehepaaren künstliche Befruchtungen bezahlen? Darüber ist eine politische Debatte entbrannt. Ja, aber die Betroffenen sollen sich weiterhin, wenn auch in geringerem Umfang, daran beteiligen. Dieses Ergebnis ermittelte eine Umfrage der Bochumer Nachwuchsgruppe „Gerechtigkeit in der modernen Medizin“ (Leitung: Dr. Oliver Rauprich) des Instituts für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin der Ruhr-Universität Bochum (Institutsleitung: Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann).
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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AACSB zeichnet HSG als exzellente Business School aus

Die Universität St.Gallen zählt weiterhin zu den Spitzenreitern auf dem Gebiet der Management-Ausbildung. Dies bestätigt der jetzt veröffentlichte Evaluationsbericht der US-amerikanischen Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB). Die internationale Organisation gilt als weltweit führende Einrichtung für die Akkreditierung von Business Schools. Ausgezeichnet wurden insbesondere die effiziente Weiterbildung sowie die hervorragenden Arbeitsmarktchancen der HSG-Absolventinnen und -Absolventen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft