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Schutz vor Afrikanischer Schweinepest: Dänemark baut Wildschweinzaun an deutscher Grenze

An der deutsch-dänischen Grenze wird nun doch ein Wildschweinzaun errichtet. Damit will sich Dänemark vor der Afrikanischen Schweinepest schützen. Doch das Bauwerk ist umstritten.
Quelle: SPIEGEL ONLINE Wissenschaft

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Fast so alt wie die Pyramiden: Termitenhügel überdauern Jahrtausende

Wissenschaftler haben im Nordosten Brasiliens ein gigantisches Bauwerk untersucht, das von Termiten geschaffen wurde – und möglicherweise 4000 Jahre alt ist. Ein Rätsel allerdings bleibt ungelöst. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Quiz: Von Knicken und Schlangen – was wissen Sie über Pyramiden?

Ägypten ist berühmt für seine Pyramiden. Doch nicht nur dort stehen die faszinierenden Bauwerke. Wo befindet sich die größte, wo die bekannteste? Pyramidenfans wissen es. Und Sie? (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Meilenstein für den Denkmalschutz: Chemisches Schutzschild gegen sauren Regen und Bakterien

Ulmer Chemiker haben einen Schutzfilm entwickelt, der Bauwerke oder etwa Statuen aus Naturstein vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Die transparente Flüssigkeit POM-IL wirkt sowohl als Schutzschild gegen sauren Regen als auch gegen Biofilme, die durch Bakterien verursacht werden. Anhand von „Härtetests“ – unter anderem wurden Gesteinsproben stundenlang mit simuliertem sauren Niederschlag beregnet – konnten die Chemiker um Prof. Carsten Streb die Wirksamkeit und Beständigkeit des Korrosionsschutzes nachweisen. Der Fachbeitrag, bei dem der Bauhüttenmeister des Ulmer Münsters beraten hat, ist in „Angewandte Chemie“ erschienen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Bauboom, Sparzwang und die Umwelt: Hauptsache billig

Gut 2000 Jahre steht so manches Bauwerk aus römischem Beton schon. Moderne Gebäude halten da nicht mit. Gerade im Zuge des Baubooms drohen rasche Sanierungsfälle – mit Folgen auch für Umwelt und Klima. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Innovative Entwicklungen im Stahl- und Verbundbrückenbau – Neues aus Forschung und Praxis

In den vergangenen Jahren ist der Brückenbau im deutschen Bundesfernstraßennetz
sowie im Schienennetz der Deutschen Bahn aufgrund seines hohen Erneuerungsbedarfs
in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion geraten. Die Stahl- und Verbundbauweise bietet vielfältige Möglichkeiten, marode Brückenbauwerke durch effiziente Ersatzneubauten auszutauschen. Die am 06. Juni 2018 stattfindende Vortragsveranstaltung im Haus der Technik in Essen, berichtet über neu generierte Innovationen aus der Stahlanwendungsforschung und zeigt die Möglichkeit zur Steigerung von Effizienz und Dauerhaftigkeit möglicher Brückenneubauwerke auf.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Im Dschungel von Guatemala: Wissenschaftler entdecken riesige Maya-Stätte

Zehntausende Bauwerke, Platz für zehn Millionen Menschen: Forscher haben in Guatemala eine riesige Maya-Stätte gefunden. Möglich machte das auch eine spezielle Laser-Luftbild-Technik. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Pilze als Infrastruktur-Retter?

Vielerorts verfallen grundlegende Bauwerke wie Brücken, Straßen oder Fußwege. Ein Mittel dagegen wäre selbstheilender Beton – und genau den wollen Forscher jetzt mit Hilfe eines robusten Pilzes realisieren.

(Mehr in: Technology Review)

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Pueblo-Archäologie: Das Geheimnis von Raum 33

Ein riesiges Bauwerk, 650 Zimmer – nur in Raum 33 von Pueblo Bonito fanden Archäologen Gräber. Wer waren die Toten aus dem Chaco Canyon in New Mexico? (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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650 Jahre alt: Azteken-Tempel in Mexiko-Stadt entdeckt

Mitten in Mexiko-Stadt wurde bei Bauarbeiten ein Azteken-Tempel freigelegt. Das Bauwerk enthält offenbar auch Skelettreste von Menschenopfern. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Tschernobyls neue Hülle: Teures Geschenk. Nicht aufmachen.

Tschernobyls neue Hülle ist fertig. Sie soll die Atomruine versiegeln, bis der Rückbau gelingt. Bilder des Milliarden-Bauwerks, das der Ukraine heute übergeben wurde. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Havariertes Atomkraftwerk: Arbeiter schieben Riesenhülle über Tschernobyl

Der neue Sarkophag für den Katastrophenreaktor von Tschernobyl steht nun an der richtigen Stelle. Doch auch das über hundert Meter hohe Bauwerk wird nur rund hundert Jahre Sicherheit vor der Strahlung geben. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Beton kann mehr – Fraunhofer CSP will Häuserwände zu Sonnenkraftwerken machen

Bauwerke werden sicherer, können umweltschonender errichtet und betrieben werden und lassen sich in völlig neuen Formen gestalten: Das ist das Ziel von C3, dem größten Bauforschungsprojekt Deutschlands. Der Schlüssel dazu soll Karbonbeton werden, der als Baustoff viele neue Möglichkeiten bietet. Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle, einer der C3-Projektpartner, will den Beton nutzen, um Sonnenstrom zu gewinnen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Ortstermin an der A44: Deutschlands erste feuerverzinkte Stahlverbundbrücke ist fertiggestellt

Dr. Gero Marzahn, verantwortlicher Technischer Regierungsdirektor für Brückenbauwerke im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sprach bei seiner Eröffnungsrede von einer „Initialzündung“ für den Brückenbau.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Die Erforschung von Schuttströmen mit Mikroseismik

Schuttströme, also Massenbewegungen, bei denen Gerölle, Steine, Sand und Boden zusammen mit Wasser Hang abwärts rutschen, sind eine ernstzunehmende Gefahr für alle Lebewesen, die sich unterhalb davon befinden. Zu ihnen gehören die Muren ebenso wie die Lahare, die nach Vulkanausbrüchen auftreten können.
Ihre Dichte liegt meist zwischen 2 bis 2,5 g/cm3, ihr Wassergehalt bei rund 5% oder darüber. Turbulentes Strömen an ihrer Basis setzt die Reibung herab und größere Gerölle werden durch die Viskosität der Matrix in der Schwebe gehalten. So können Schuttströme durchaus Geschwindigkeiten von 20 Metern pro Sekunde erreichen. Einige bedeutende Schuttströme haben mehr als 10 000 bis 20 000 Todesopfer gefordert, so 1985 in Armero, Kolumbien und 1999 in Vargas in Venezuela.
Vieles an den Schuttströmen, wie sie sich bewegen, wird noch sehr unvollständig verstanden. Wie kann man sich und Bauwerke schützen? Auf der anderen Seite gibt es für diese sehr kurzfristigen Ereignisse meist auch nur eine extrem kurze Vorwarnzeit, um gefährdete Gebiete zu evakuieren. Wenn man also Schuttströme früher aufspüren kann, könnte man sich damit auch zusätzlich wertvolle Reaktionszeit erkaufen, vorausgesetzt, die Infrastruktur zur Warnung der betroffenen Bevölkerung existiert. (mehr …)

(Mehr in: BrainLogs)

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Granitgrus, Verwitterung am Wegesrand – Im Aufschluss

Im letzten Blogpost hatte ich ja über die Herkunft der rundlichen Findlinge geschrieben und was das tertiäre Klimaoptimum damit zu tun hat. Der Findling oben am Bildstein stellt aber nicht den einzigen Hinweis auf diesen Teil der Klimageschichte am Schluchsee dar. Wenn man vom Unterkrummenhof in Richtung der Staumauer wandert, kann man zwischen dem Ein- und Auslassbauwerk und der Staumauer noch andere Spuren finden. (Mehr in: BrainLogs)

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Weltkulturerbe: Neues Monument in Felsenstadt Petra entdeckt

Auf Satellitenbildern haben Archäologen ein neues Monument in der antiken Ruinenstadt Petra gefunden. Das Bauwerk gehört zu den ältesten der Stadt. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Satellitenbild der Woche: Kanal der guten Hoffnung

Der Suezkanal bietet Schiffen eine Abkürzung durch Afrika. Seit Kurzem gibt es einen zweiten Kanal – ein riskantes Großbauwerk. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Welterbestätte: Archäologen planen Wiederaufbau von Palmyra

Der „Islamische Staat“ hat berühmte Bauwerke der antiken Wüstenstadt Palmyra gesprengt. Gerade wurden die Terroristen vertrieben, nun wollen Archäologen die Welterbestätte wiederaufbauen. Wie soll das gehen? (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Satellitenbild der Woche: Am seidenen Faden

Bei seinem Flug über die französische Atlantikküste knipste „Sentinel-2A“ etwas, das wie ein Strich in der Landschaft wirkt. Dabei handelt es sich um eines der größten Bauwerke der Gegend. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Algorithmen für intelligente Beschichtungen

Könnte ein Material, in dem winzige Sensoren enthalten sind, die Bedingungen an jedem beliebigen Punkt eines Bauwerk erfassen? Forscher haben Algorithmen entwickelt, die das möglich machen sollen.

(Mehr in: Technology Review)

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Faszinierende Archäologie: In den Totenstädten des Kaukasus

Die Ahnen der Osseten haben beeindruckende Turmsiedlungen hinterlassen. Die jahrhundertealten Bauwerke im Kaukasus waren auch Totenstädte – hier wurden Verstorbene auf raffinierte Weise mumifiziert. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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CyArk: Digitale Arche bewahrt bedrohte Bauwerke

Bevor es zu spät ist: 500 gefährdete Kulturstätten werden im Projekt CyArk digital erfasst, um sie zu erhalten. Die ersten 3-D-Modelle warten bereits auf Besucher. (Mehr in: ZEIT ONLINE: Mehr aus Forschung und Wissenschaft)

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Römischer Spezialmörtel: Der Trick mit der Vulkanasche

Ein raffiniert zusammengesetzter Baustoff verhalf Bauwerken im antiken Rom zu großer Stabilität. Der Spezialmörtel könnte sogar modernen Zement ersetzen, berichten Forscher. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Neuer ROHACELL® Strukturschaum erobert die Lüfte

• Neuer Leichtbauwerkstoff von Evonik hält selbst extremen Temperaturwechseln und hohen
mechanischen Belastungen stand
• Kosten- und energiesparende Alternative zu Wabenverbundstrukturen bei
sicherheitsrelevanten Anwendungen am Flugzeug
• Airbus testet Bauteile aus ROHACELL® HERO für mögliche Serienproduktion
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Steinzeitliche Grabungsstätte: Bauwerke älter als Stonehenge

Sie besaßen ein beeindruckendes handwerkliches Geschick: Vor mehr als 5000 Jahren errichteten die Hirten und Bauern auf den entlegenen Orkney-Inseln eine monumentale Tempelanlage. Sie übertraf alles. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

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Satellitenbild der Woche: Wunderwerke unter sich

Die Pyramiden von Gizeh zählen zu den sieben Weltwundern der Antike – und als einzige stehen sie noch. Das beweist eine Aufnahme, die aus einem anderen Bauwerk heraus aufgenommen wurde, das es in ferner Zukunft auf eine ähnliche Liste schaffen könnte: die Internationale Raumstation.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

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London 2012 – Was von den Spielen übrig bleibt?

altDie olympischen Spiele in London sind nun fast vorüber. Bisher waren es fesselnde und gut organisierte Spiele. Wenn die olympische Fackel am Abend des 12. August erlischt, werden sich viele Engländer fragen, was von den Spielen neben den sportlichen Erfolgen bleiben wird. Die Organisatoren erhoffen sich eine nachhaltige Wirkung auf die Stadtentwicklung Londons und eine Revitalisierung des sozialschwachen East Ends, dem zentralen Austragungsort der Spiele.

Großereignisse und Stadtentwicklung

In den vergangenen Jahren nutzten viele Städte Veranstaltungen und Großereignisse als Mittel der Stadtentwicklung. Die Wahl des sportlichen oder kulturellen Ereignisses reicht dabei von Landesgartenschauen bis hin zu globalen Events wie Expo, Fußball-WM, Messen und eben auch den Olympischen Spielen. Im Falle der Spiele nutzte fast jede Stadt diese Gelegenheit, um einen globalen Status zu erringen oder die eigene Stadtstruktur massiv umzugestalten. Barcelona 1992 errichtete beispielsweise neue Stadtviertel für Kreativbetriebe und Athen 2004 restaurierte zentrale historische Bauwerke.

Das Interesse der Stadtverwaltungen an den Olympischen Spielen ist groß, da die Vorteile eines solchen Ereignisses auf der Hand liegen. Die Vorbereitung der Ausrichtung muss in einem relativ kurzen Zeitraum geschehen; lange Planfeststellungsverfahren wie beispielsweise bei Stuttgart 21 sind bei der Umsetzung nicht praktikabel. London erhielt den Zuschlag für die Spiele 2005 und realisierte in den vergangenen sieben Jahren städtebauliche Maßnahmen, die unter normalen Umständen mehrere Dekaden veranschlagt hätten. Und gänzlich ohne große Proteste der lokalen Bevölkerung. Laut Boris Braun und Valerie Viehoff sind Großereignisse zeitlich befristete Kristallisationspunkte der Stadterneuerung. International gefestigte Marken wie die Olympischen Spiele, die Fußball Weltmeisterschaft oder die Weltausstellung übertragen ihr Image auf die Ausrichtungsorte und werden von der lokalen Bevölkerung allgemein akzeptiert.
Der werbewirksame Effekt der Olympischen Spiele ist gewaltig. Die Organisatoren erwarten sich eine langfristige Steigerung der städtischen Attraktivität, mehr Investitionen und Touristen.  Großveranstaltungen wirken bei einer richtigen Planung wie Konjunkturprogramme, die neue Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen generieren. Für das Stadtmarketing sind Großveranstaltungen heute unverzichtbar geworden, weshalb Weltstädte wie London, Paris und New York immer wieder auf den Bewerberlisten solcher Ereignisse zu finden sind.

London 2012 – Was bleibt?

Die Gesamtinvestitionen der britischen Regierung, um die Olympischen Spiele und die Paralympics in London auszurichten, beliefen sich auf 20,1 Mrd. Pfund. Damit ist das Investitionsvolumen höher als für die Spiele in Athen (ca. 17 Mrd. US$) und Sydney (ca. 4 Mrd. US$). Einzig die Spiele in Beijing waren teurer (ca. 44 Mrd. US$). Die Stadtverwaltung von London sieht das Geld aber gut angelegt, da die Spiele Teil des Stadtentwicklungskonzeptes sind. Der ehemalige Bürgermeister Ken Livingston (2000 – 2008) beschrieb es im Evening Standard 2008 wie folgt: „I didn’t bid for the Olympics because I wanted three weeks of sport. I bid for the Olympics because it’s the only way to get the billions of pounds out of the Government to develop the East End, to clean the soil, put in infrastructure and build housing.”

Die Olympischen Spiele sind somit eine Fortführung des Konzeptes urban renaissance, das seit den späten 1990ern das Leitbild der Stadtrestrukturierung in London ist. Durch hohe Investitionen wurden seitdem innerstädtische Stadtviertel aufgewertet und von industriellen Altlasten befreit. Wachstum in den Bereichen Wohnungsbau, Dienstleistungen und Einzelhandel an verkehrsgünstig gelegenen Orten wurden forciert, um London eine polyzentrische Stadtstruktur zu verleihen.

Die nachhaltige Wirkung der Spiele wird also in der Revitalisierung des sozial und wirtschaftlich schwachen Londoner Ostens gesehen. Der Olympiapark befindet sich in direkter Nachbarschaft zu den Stadtvierteln Newham, Hackney, Tower Hamlets, Waltham Forest und Greenwich, die als East End zusammengefasst werden. Die dortige lokale Bevölkerung weist im Vergleich zu anderen Stadtvierteln in London ein geringeres Durchschnittseinkommen, Bildungsniveau und eine niedrigere  Lebenserwartung auf. Der derzeitige Bürgermeister Boris Johnson verspricht sich durch die Spiele eine positive Wirkung auf die Schaffung neuer Arbeitsplätzen im Umfeld des Olympiaparks. Große Hoffnungen liegen dabei auf dem Westfield Shopping Centre (Investitionsvolumen 1,7 Mrd. Pfund), das direkt am Olympiapark errichtet und bereits 2011 eröffnet wurde. Es ist das größte innerstädtische Einkaufszentrum in Europa mit 175.000 m2 Einkaufs- und 100.000 m2 Bürofläche. Die Stadtverwaltung erwartet ca. 18.000 neue Jobs, die auch nach den Spielen Bestand haben werden. Zusätzlich investierte die Stadt massiv in den Ausbau der Verkehrsnetze und in neue Bildungseinrichtungen. Im kommenden Jahr eröffnet die University of East London einen neuen Campus in kurzer Distanz zum Olympiapark. Auch das olympische Dorf wird eine Nachnutzung erfahren, hier ist eine Umwandlung in hochwertigen Wohnraum geplant.

Ob all diese Maßnahmen allerdings der lokalen Bevölkerung zugutekommen, bleibt fraglich. Im Vorfeld der Spiele wurden ca. 15.000 Arbeitsplätze, überwiegend im Niedriglohnsektor, umgesiedelt. Zusätzlich stiegen die Mieten im East End überproportional an. Mietsteigerungen um mehr als 100 % waren keine Seltenheit.

Weiternutzung der Sportstätten

Im Gegensatz zu den Spielen in Beijing wurden die Sportstätten in London so errichtet, dass ein Rückbau ohne weiteres möglich ist. Das 80.0000 Menschen umfassende Olympiastadion wird in der kommenden Saison neue Austragungsstätte des Premier League Clubs West Ham United. Aufgrund eines Baukastenprinzips ist es möglich, die Stadionkapazität auf 40.000 bzw. 25.0000 Plätze zurückzubauen. Gleiches gilt für das Schwimmstadion (17.500 auf 2.500), das nach den Spielen ein öffentliches Schwimmbad werden wird.

Welche nachhaltige Auswirkung die Spiele aber genau auf die Stadtentwicklung Londons haben, klärt 2015 ein abschließender Bericht.

Verwendete Literatur

Braun, B.; Viehoff, V. 2012: London 2012 – Olympische Spiele als Impulsgeber für die Stadterneuerung. In: Geographische Rundschau (6/2012).

Horn, M.; Gans, P. 2012: Sport als Wirtschafts- und Standortfaktor. In: Geographische Rundschau (5/2012).

Chalkley, B.; Essex, S. 1999: Urban development through hosting international events: a history of the Olympic Games. In: Planning Perspectives (14/4).

 

 

Der Beitrag London 2012 – Was von den Spielen übrig bleibt? erschien zuerst auf GEO-LOG.

(Mehr in: GEO-LOG)

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London 2012 – Was von den Spielen übrig bleibt?

altDie olympischen Spiele in London sind nun fast vorüber. Bisher waren es fesselnde und gut organisierte Spiele. Wenn die olympische Fackel am Abend des 12. August erlischt, werden sich viele Engländer fragen, was von den Spielen neben den sportlichen Erfolgen bleiben wird. Die Organisatoren erhoffen sich eine nachhaltige Wirkung auf die Stadtentwicklung Londons und eine Revitalisierung des sozialschwachen East Ends, dem zentralen Austragungsort der Spiele.

Großereignisse und Stadtentwicklung

In den vergangenen Jahren nutzten viele Städte Veranstaltungen und Großereignisse als Mittel der Stadtentwicklung. Die Wahl des sportlichen oder kulturellen Ereignisses reicht dabei von Landesgartenschauen bis hin zu globalen Events wie Expo, Fußball-WM, Messen und eben auch den Olympischen Spielen. Im Falle der Spiele nutzte fast jede Stadt diese Gelegenheit, um einen globalen Status zu erringen oder die eigene Stadtstruktur massiv umzugestalten. Barcelona 1992 errichtete beispielsweise neue Stadtviertel für Kreativbetriebe und Athen 2004 restaurierte zentrale historische Bauwerke.

Das Interesse der Stadtverwaltungen an den Olympischen Spielen ist groß, da die Vorteile eines solchen Ereignisses auf der Hand liegen. Die Vorbereitung der Ausrichtung muss in einem relativ kurzen Zeitraum geschehen; lange Planfeststellungsverfahren wie beispielsweise bei Stuttgart 21 sind bei der Umsetzung nicht praktikabel. London erhielt den Zuschlag für die Spiele 2005 und realisierte in den vergangenen sieben Jahren städtebauliche Maßnahmen, die unter normalen Umständen mehrere Dekaden veranschlagt hätten. Und gänzlich ohne große Proteste der lokalen Bevölkerung. Laut Boris Braun und Valerie Viehoff sind Großereignisse zeitlich befristete Kristallisationspunkte der Stadterneuerung. International gefestigte Marken wie die Olympischen Spiele, die Fußball Weltmeisterschaft oder die Weltausstellung übertragen ihr Image auf die Ausrichtungsorte und werden von der lokalen Bevölkerung allgemein akzeptiert.
Der werbewirksame Effekt der Olympischen Spiele ist gewaltig. Die Organisatoren erwarten sich eine langfristige Steigerung der städtischen Attraktivität, mehr Investitionen und Touristen.  Großveranstaltungen wirken bei einer richtigen Planung wie Konjunkturprogramme, die neue Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen generieren. Für das Stadtmarketing sind Großveranstaltungen heute unverzichtbar geworden, weshalb Weltstädte wie London, Paris und New York immer wieder auf den Bewerberlisten solcher Ereignisse zu finden sind.

London 2012 – Was bleibt?

Die Gesamtinvestitionen der britischen Regierung, um die Olympischen Spiele und die Paralympics in London auszurichten, beliefen sich auf 20,1 Mrd. Pfund. Damit ist das Investitionsvolumen höher als für die Spiele in Athen (ca. 17 Mrd. US$) und Sydney (ca. 4 Mrd. US$). Einzig die Spiele in Beijing waren teurer (ca. 44 Mrd. US$). Die Stadtverwaltung von London sieht das Geld aber gut angelegt, da die Spiele Teil des Stadtentwicklungskonzeptes sind. Der ehemalige Bürgermeister Ken Livingston (2000 – 2008) beschrieb es im Evening Standard 2008 wie folgt: „I didn’t bid for the Olympics because I wanted three weeks of sport. I bid for the Olympics because it’s the only way to get the billions of pounds out of the Government to develop the East End, to clean the soil, put in infrastructure and build housing.”

Die Olympischen Spiele sind somit eine Fortführung des Konzeptes urban renaissance, das seit den späten 1990ern das Leitbild der Stadtrestrukturierung in London ist. Durch hohe Investitionen wurden seitdem innerstädtische Stadtviertel aufgewertet und von industriellen Altlasten befreit. Wachstum in den Bereichen Wohnungsbau, Dienstleistungen und Einzelhandel an verkehrsgünstig gelegenen Orten wurden forciert, um London eine polyzentrische Stadtstruktur zu verleihen.

Die nachhaltige Wirkung der Spiele wird also in der Revitalisierung des sozial und wirtschaftlich schwachen Londoner Ostens gesehen. Der Olympiapark befindet sich in direkter Nachbarschaft zu den Stadtvierteln Newham, Hackney, Tower Hamlets, Waltham Forest und Greenwich, die als East End zusammengefasst werden. Die dortige lokale Bevölkerung weist im Vergleich zu anderen Stadtvierteln in London ein geringeres Durchschnittseinkommen, Bildungsniveau und eine niedrigere  Lebenserwartung auf. Der derzeitige Bürgermeister Boris Johnson verspricht sich durch die Spiele eine positive Wirkung auf die Schaffung neuer Arbeitsplätzen im Umfeld des Olympiaparks. Große Hoffnungen liegen dabei auf dem Westfield Shopping Centre (Investitionsvolumen 1,7 Mrd. Pfund), das direkt am Olympiapark errichtet und bereits 2011 eröffnet wurde. Es ist das größte innerstädtische Einkaufszentrum in Europa mit 175.000 m2 Einkaufs- und 100.000 m2 Bürofläche. Die Stadtverwaltung erwartet ca. 18.000 neue Jobs, die auch nach den Spielen Bestand haben werden. Zusätzlich investierte die Stadt massiv in den Ausbau der Verkehrsnetze und in neue Bildungseinrichtungen. Im kommenden Jahr eröffnet die University of East London einen neuen Campus in kurzer Distanz zum Olympiapark. Auch das olympische Dorf wird eine Nachnutzung erfahren, hier ist eine Umwandlung in hochwertigen Wohnraum geplant.

Ob all diese Maßnahmen allerdings der lokalen Bevölkerung zugutekommen, bleibt fraglich. Im Vorfeld der Spiele wurden ca. 15.000 Arbeitsplätze, überwiegend im Niedriglohnsektor, umgesiedelt. Zusätzlich stiegen die Mieten im East End überproportional an. Mietsteigerungen um mehr als 100 % waren keine Seltenheit.

Weiternutzung der Sportstätten

Im Gegensatz zu den Spielen in Beijing wurden die Sportstätten in London so errichtet, dass ein Rückbau ohne weiteres möglich ist. Das 80.0000 Menschen umfassende Olympiastadion wird in der kommenden Saison neue Austragungsstätte des Premier League Clubs West Ham United. Aufgrund eines Baukastenprinzips ist es möglich, die Stadionkapazität auf 40.000 bzw. 25.0000 Plätze zurückzubauen. Gleiches gilt für das Schwimmstadion (17.500 auf 2.500), das nach den Spielen ein öffentliches Schwimmbad werden wird.

Welche nachhaltige Auswirkung die Spiele aber genau auf die Stadtentwicklung Londons haben, klärt 2015 ein abschließender Bericht.

Verwendete Literatur

Braun, B.; Viehoff, V. 2012: London 2012 – Olympische Spiele als Impulsgeber für die Stadterneuerung. In: Geographische Rundschau (6/2012).

Horn, M.; Gans, P. 2012: Sport als Wirtschafts- und Standortfaktor. In: Geographische Rundschau (5/2012).

Chalkley, B.; Essex, S. 1999: Urban development through hosting international events: a history of the Olympic Games. In: Planning Perspectives (14/4).

 

 

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Guatemala: Riesige Wasserspeicher der Maya entdeckt

Um in Dürrezeiten genug Trinkwasser zu haben, bauten die Maya vor mehr als 1700 Jahren Dämme und Speicher. Sogar Filtersysteme haben Archäologen bei Ausgrabungen in der Stadt Tikal entdeckt. Die Entdecker schwärmen vom größten hydraulischen Bauwerk aus der Maya-Zeit.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

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Bay Bridge: Kalifornische Mega-Brücke rüstet für Erdbeben auf

Ein Teil der Bay Bridge in San Francisco wird nach dem Schilfrohr-Prinzip neu gebaut. Bei 150 Jahren Lebensdauer muss das Bauwerk auch einem großen Erdbeben standhalten.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft

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Gotthard-Basistunnel: Durchstich unter den Alpen

Es ist ein Bauwerk der Superlative: Der Gotthard-Basistunnel ist 57 Kilometer lang, mehr als 23 Millionen Tonnen Gestein wurden für den Bau bewegt. Im Oktober 2010 erfolgte der Durchstich – doch bis die ersten Züge durch die Röhren rollen, werden noch Jahre vergehen.
Quelle: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft

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Schutzbau: Mexiko-Stadt baut Riesentunnel gegen Hochwasser

Ein gigantisches Bauwerk soll 20 Millionen Einwohnern von Mexiko-Stadt Schutz bieten. Auch ein deutsches Unternehmen ist an dem Projekt beteiligt.
Quelle: WELT ONLINE – Wissenschaft

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Erste Ansätze zur »intelligenten Straße«: Forschungsprojekt PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau

Mit dem Forschungsprojekt »Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau« (PAST) sollen die Funktionseigenschaften der Verkehrswege und vor allem die Gebrauchsdauer dieser Bauwerke mit neuen Ansätzen der Automatisierungs-, Informations- und Maschinentechnik für den Bauprozess wesentlich verbessert werden. Zur Projekthalbzeit wurden im Juli die ersten Forschungsergebnisse im betrieblichen Einsatz während einer Baumaßnahme auf der Autobahnbaustelle an der A4 bei Jena vorgestellt.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Meilenstein bei Erforschung bedrohter Holzkirchen

Seit dem späten Mittelalter haben die Völker der Karpaten Kirchen gebaut, die von der Schwelle bis zur Spitze aus Holz bestehen. Entstanden ist eine Vielfalt an sakraler Holzarchitektur, die in Europa einmalig ist – und dennoch bislang kaum beachtet wurde. Heute sind viele Bauwerke von Einsturz, Abriss oder Umbauten gefährdet. Andrij Kutnyi, Architekt an der Technischen Universität München (TUM), hat die Kirchen im ukrainischen Teil der Karpaten erstmals wissenschaftlich erforscht. Die Dokumentation könnte dazu beitragen, die Bauten ins Weltkulturerbe aufzunehmen. Kutnyi wird dafür am 10. Juni mit dem European Union Prize for Cultural Heritage / Europa Nostra Award 2010 ausgezeichnet.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft