Kleine Dornfortsätze von Nervenzellen können lokale Reize selbständig verarbeiten

Nervenzellen (Neuronen) verfügen über ein viel größeres Repertoire zur Informationsverarbeitung als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommen Forscher aus Regensburg und München nach der Untersuchung von Nervenzellen des Riechkolbens bei Säugetieren. Das Team um Prof. Dr. Veronica Egger vom Institut für Zoologie der Universität Regensburg konnte nachweisen, dass „Spines“ (Dornfortsätze) auf den Dendritenbäumen der Nervenzellen lokale Reize selbständig verarbeiten können. Unabhängig vom Erregungszustand der restlichen Zelle operieren sie dabei als „Mini-Neuronen“. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift „NEURON“ veröffentlicht (DOI: 10.1016/j.neuron.2014.12.051).
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft