Warum übertriebene Abwehr gegen Krankheiten evolutionsbiologisch Sinn macht

In der Biologie und Humanmedizin ist es ein bekanntes Phänomen, dass Abwehrmechanismen gegen Fressfeinde, Parasiten oder Pathogene oft viel stärker ausgebildet sind als es notwendig erscheint, und zwar in einem Ausmaß, das sogar auch schädlich sein kann. Ein Beispiel dafür sind Autoimmunerkrankungen, die als Konsequenz übertriebener Abwehr gegen potenzielle Krankheitserreger gedeutet werden. Reinhard Bürger von der Fakultät für Mathematik und US-Biologen veröffentlichten kürzlich eine einfache, evolutionsbiologisch begründete Erklärung für diese Paradoxie in „Nature Communications“.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft