Durchblick im Trüben

Der Elefantenrüsselfisch (Gnathonemus petersii) kann sich in den trüben Gewässern des afrikanischen Regenwaldes so gut orientieren wie kaum ein anderes Lebewesen. Ein Team aus Zoologen, Physikern und Neurobiologen unter maßgeblicher Beteiligung von Forschern der Universität Bonn um Prof. Dr. Gerhard von der Emde hat nun das Auge des exotischen Lebewesens untersucht. In seine Netzhaut ist eine Art „Filter“ eingebaut, der selbst mit den wirbelnden Schwebteilchen im Wasser klarkommt und den Durchblick behält. Das Vorbild aus der Natur könnte künftig zum Beispiel für den Bau von Unterwasserkameras genutzt werden. Die Ergebnisse sind nun im renommierten Magazin „Science“ erschienen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft