Erdbeben-Spuren am Meeresgrund

Auf einer Pressekonferenz, die heute auf der Jahrestagung der EGU (European Geosciences Union) in Wien stattfand, berichteten Prof. Gerold Wefer und Kollegen von ihrer Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE vor der japanischen Küste (8. 3. – 6.4. 2012). Die Reise galt den Spuren, die das große Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 am Meeresboden hinterlassen hat. Es zeigte sich, dass das Megabeben vor mehr als einem Jahr große Sedimentmengen aufwirbelte und umlagerte. Sedimentproben, die das Forscherteam aus bis zu 7.700 Meter Wassertiefe an die Oberfläche brachte, enthielten Hinweise auf weitere Megabeben, die sich in jüngerer Erdgeschichte ereigneten.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft