Falsch geschätzt ist halb gewonnen – Modell beschreibt, wie Erfahrung unsere Wahrnehmung beeinflusst

Wenn wir etwas abschätzen, nutzen wir unbewusst kürzlich gemachte Erfahrungen. Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und des Bernstein Zentrums München ließen Probanden in einer virtuellen Umgebung Entfernungen schätzen. Deren Ergebnisse tendierten jeweils zum Mittelwert aller bis dahin gelaufenen Wege. Erstmals konnten die Wissenschaftler die experimentellen Ergebnisse mit einem mathematischen Modell sehr gut vorhersagen. Es verbindet zwei altbekannte Gesetze der Psychophysik mit Hilfe eines Satzes aus der Wahrscheinlichkeitstheorie. Damit könnte die Studie für die Wahrnehmungsforschung von grundsätzlicher Bedeutung sein.
(Journal of Neuroscience, 23. November 2011)
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft