Urpflanze mit verrückter genetischer Bürokratie

„Je oller, je doller“ – diese Beschreibung trifft durchaus auf die genetische Ausstattung eines der ältesten überlebenden Vertreter der Gefäßpflanzen zu: Selaginella, der Moosfarn. Botaniker der Universität Bonn staunten nicht schlecht, als sie das Erbgut der Moosfarn-Mitochondrien komplett entschlüsselt hatten: Die DNA der „Zellkraftwerke“ besteht aus nur noch 20 Genen – bisheriger Minusrekord im Pflanzenreich. In diesen 20 Genen gibt es allerdings über 2000 fehlerhafte Stellen, die bei jedem Kopiervorgang aufs Neue korrigiert werden müssen.
Quelle: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft